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Das können Sie nach einem Wespenstich tun

Lesezeit: 3 Minuten So sehr wir uns auch nach dem Sommer sehnen, birgt diese Jahreszeit zugleich unangenehme Nebenwirkungen. Lesen sie hier, was Sie bei Wespenstichen tun sollte.

3 min Lesezeit
Das können Sie nach einem Wespenstich tun

Das können Sie nach einem Wespenstich tun

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Vor allem beim Essen in der Natur können uns einige Insekten den Spaß daran verderben, denn sie lassen sich gern von süßen Getränken und Speisen anlocken und stechen, wenn wir sie vertreiben wollen. Das gilt besonders für Wespen.

Wenn wir Wespen hektisch verscheuchen oder aus Angst panisch um uns schlagen, kommt es schnell zu einem oder mehreren Stichen.

Befindet man sich zufällig in der Nähe eines Wespennests, kann es zu regelrechten Schwarmattacken kommen, weil sich die Wespen bedroht fühlen.

Nur die weiblichen Wespen stechen zur Verteidigung zu. Ihr kräftiger Stachel hat eine Länge von etwa 2,7 mm und besitzt Widerhaken, den sie mehrmals einsetzen können.

Das Gift der Wespe ist hitzeempfindlich

Die Wespe presst beim Stich ihr eiweißhaltiges Gift in den Wundkanal. Dieses Sekret ist hitzeempfindlich und kann durch heiße Kompressen oder Ähnliches zerstört werden.

Je schneller diese Behandlung geschieht, desto geringer fallen Schmerzen und andere unangenehme Reaktionen auf den Stich aus.

Auch das Auflegen eines heißen Löffels bietet eine gute Lösung, sofern vorhanden. Erwärmen Sie ihn mit heißem Wasser oder einem Feuerzeug und wischen Sie ihn anschließend ab.

Vor dem Auflegen auf die schmerzende Stelle sollten Sie die Temperatur überprüfen, damit keine Verbrennungen entstehen.

Alternativ können Sie sich ein kleines elektrisches Gerät zur Behandlung von Insektenstichen besorgen, das sich auf Knopfdruck erhitzt, und es prophylaktisch mit sich führen.

Beschwerden nach dem Schmerz

Nach dem Schmerz treten häufig Juckreiz und Rötungen der betroffenen Hautpartie auf.

Verursacht werden die Beschwerden durch zahlreiche Bestandteile, zu denen auch Histamin, Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin und Acetylcholin gehören.

Trotz dieser Beschwerden, die nach spätestens zwei Tagen wieder verschwinden, sind Wespenstiche für die meistens Menschen ungefährlich.

Da es jedoch einige gibt, die auf Insektenstiche allergisch reagieren, muss sofort der Notarzt gerufen werden.

Bei heftigen Beschwerden immer zum Arzt

Außerdem sollte bei bekannten Allergien immer ein Notfallset mitgeführt werden.

Reagiert der Betroffene mit Atemnot, Herzrasen, Übelkeit, Zittern und/oder Schweißausbrüchen, müssen Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Die Beschwerden deuten zwar nicht immer auf eine lebensgefährliche Situation hin, dennoch sollten sie fachgerecht beurteilt werden.

Wespenstiche in Mund und Rachen

Bei Wespenstichen im Mund- und Rachenbereich muss der Betroffene ebenfalls umgehend ärztlich versorgt werden.

Schwellungen der Schleimhäute können zu Atemnot führen, durch den Schock kann der Blutdruck plötzlich abfallen und zu Bewusstlosigkeit führen.

Solange der Arzt unterwegs ist, können Sie die entsprechenden Stellen kühlen.

Kalte Kompressen für den Hals oder Eis für den Mund können die Schwellungen in Grenzen halten.

Hilfreiche Hausmittel gegen Wespenstiche

Generell sollte ein Wespenstich nach der anfänglichen Wärmeanwendung gekühlt werden.

Dies erreichen sie mit kleinen Gelkissen, die Sie im Kühlschrank oder in einer Kühltasche bereitlegen sollten.

Wenn Sie unterwegs sind und gar kein Hilfsmittel dabei haben, können Sie den Stich mit Ihrem eigenen Speichel behandeln.

Entzündungshemmend und juckreizstillend wirken auch alte Hausmittel wie Zitronensaft, Zwiebeln, Honig, Essig, Natron oder Salzwasser.

Lindernde Pflanzen gegen Beschwerden nach Wespenstichen

Halten Sie sich in der Natur auf, können Sie die wirkungsvollen Inhaltsstoffe einiger Pflanzen nutzen, um die Symptome zu lindern.

Lavendelblüten, Kapuzinerkresse, Petersilie, Basilikum, Salbei oder Kohlblätter können zerkleinert oder zerdrückt und auf den Stich aufgetragen werden.

Homöopathische Hilfe nach Wespenstichen

Homöopathisch können Sie Ihre Beschwerden nach einem Wespenstich mit den Mitteln Vespa, Apis oder Ledum behandeln. Sie können die Mittel einnehmen, aber auch in etwas abgekochtem Wasser auflösen und die Stelle zusätzlich damit betupfen.

Weiterhin kommen die Schüßler-Salze Nr. 2 Calcium phosphoricum, Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 8 Natrium chloratum und Nr. 10 Natrium sulfuricum infrage.

Auch diese wenden Sie bitte innerlich und äußerlich an. Die Tabletten verarbeiten Sie mit etwas Wasser zu einem Brei, den Sie dick auftragen und mit einem Wundverband abdecken, damit er über längere Zeit einwirken kann.

Medikamente aus der Apotheke gegen Juckreiz und Schwellungen

Die klassische Medizin hat ebenfalls Medikamente gegen die Folgen von Wespenstichen zu bieten. Kühlende und juckreizstillende Gele wie Fenistil, Soventol etc. bringen nach dem Auftragen Linderung, ebenso Kortison haltige Cremes wie Ebenol, die ohne Rezept erhältlich sind.

Sollten sich die Beschwerden heftiger entwickeln, können Sie zusätzlich ein Antihistaminikum einnehmen, z. B. Fenistil oder Cetirizin Tabletten.

Für Kinder unter sechs Jahren und ältere Menschen, die Schluckbeschwerden haben, stehen entsprechende Säfte oder Tropfen dieser Wirkstoffe bereit.

Sie erleichtern die Einnahme und können den Juckreiz bereits im Mund etwas stillen, wenn man die Flüssigkeit ein bis zwei Minuten im Mund behält, bevor es geschluckt wird.

Bildnachweis: Jeanette Dietl/AdobeStock

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