Homöopathie Praxistipps

Die psychischen Beschwerden bei der homöopathischen Mittelwahl

Lesezeit: 2 Minuten Auch bei psychischen Beschwerden gibt es einen möglichen Auslöser, die Modalitäten und Patienten können die Qualität der Beschwerden beschreiben. Häufig gehen auch körperliche und psychische Beschwerden Hand in Hand. Zu der depressiven Verstimmung gesellen sich drückende Kopfschmerzen.

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Die psychischen Beschwerden bei der homöopathischen Mittelwahl

Die psychischen Beschwerden bei der homöopathischen Mittelwahl

Lesezeit: 2 Minuten

Wenn die übliche Gereiztheit und das Gefühl des Getriebenseins wieder auftreten, kommt es zur bekannten Magenschleimhautentzündung. Dennoch können viele Patienten für die psychischen Beschwerden einen eigenen Auslöser angeben. Die depressive Verstimmung tritt bei der Webdesignerin auf, nachdem ein Projekt beendet ist. Das Gefühl der Gereiztheit und des Getriebenseins ist bei einem jungen Studenten besonders stark, kurz vor einer Entspannungsphase.

Die Modalitäten der psychischen Beschwerden bei der homöopathischen Mittelwahl

Auch zu den psychischen Beschwerden gibt es typische Modalitäten. Die depressive Verstimmung der Web-Designerin lässt sich beispielsweise durch Musik lindern. Es gibt aber auch Menschen, bei denen Musik die Beschwerden verschlimmert.

Bewegung kann die Beschwerden verbessern oder verschlechtern, Ruhe kann bessern oder verschlechtern; ebenso Gesellschaft, Alleinsein, Schlafen, Essen, Kälte, Wärme, verschiedene Jahreszeiten und dergleichen mehr. Die Modalitäten sind besonders wichtig für die homöopathische Mittelwahl. Sie geben aber nicht den alleinigen Hinweis auf das passende homöopathische Mittel.

Die Qualität der psychischen Beschwerden und ihre Bedeutung für die Mittelwahl

In der homöopathischen Behandlung ist die Art und Weise, wie eine Beschwerde empfunden wird, häufig ausschlaggebend für die Mittelwahl. Welche Gefühle erlebt der Patient während der Beschwerden? Wie fühlt sich dieser Zustand an? Und welche Gefühle hat der Patient zu diesen Beschwerden? Dies ist oft gar nicht so leicht zu beschreiben.

Patienten fällt es manchmal leichter, über ihre körperlichen Beschwerden und die dazu gehörenden Gefühle zu sprechen, als über ihre psychischen Beschwerden. Gelingt es aber, ihre Gefühle zu benennen, die mit einer psychischen Beschwerde verbunden ist, kann dies der entscheidende Hinweis auf ein homöopathisches Mittel geben.

So berichtet ein Mann, der unter einer depressiven Verstimmung leidet, über das Gefühl, als ob er in einem schwarzen Kasten sitze (ein möglicher Hinweis auf das homöopathische Mittel Germanium metallicum). Und eine Frau, die unter Migräne leidet, erzählt, sie fühlt sich wie festgebunden (Hinweis auf die Mittelgruppe der Anacardiaceae).

Natürlich müssen die anderen Parameter, die der Patient berichtet, zu dem gleichen homöopathischen Mittel führen, um die Mittelwahl zu bestätigen. Ist dies nicht der Fall, muss der behandelnde Homöopath eventuell noch weiter fragen.

Fazit

Die psychischen Beschwerden geben zusammen mit den körperlichen Beschwerden wichtige Hinweise auf das passende homöopathische Mittel. Häufig sind es gerade die Gefühle, die der Patient zu seinen Beschwerden hat, die den Behandler zum angezeigten Mittel führen.

Auch bei den psychischen Beschwerden werden die Modalitäten, die Qualität der Beschwerden und der Auslöser mit erfasst. Das homöopathische Mittel wird generell unter Einbeziehung aller Beschwerden und Eigenarten des Patienten verschrieben, die in der Anamnese zur Sprache kommen.

Lesen Sie in der Artikelserie „Die homöopathische Mittelwahl“ welche Bedeutung den körperlichen Beschwerden zukommt und welche Parameter noch wichtig sind für die homöopathische Mittelwahl.

Bildnachweis: alimyakubov / stock.adobe.com

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