Gesprächsführung

Aktiv Zuhören verbessert die eigene Kommunikation: Leitfragen

Aktiv Zuhören verbessert die eigene Kommunikation: Leitfragen
geschrieben von Dr. Britta Kanacher

Um das aktive Zuhören zu erlernen und damit die eigene Kommunikation zu verbessern, sollte man sein Gesprächsverhalten hinterfragen. Sie sollten sich und Ihr Verhalten im Gespräch beobachten und sich dabei die Frage stellen, ob Sie mit sich als Gesprächspartner/in zufrieden wären. Wenn sich jemand so verhält wie Sie, würden Sie sich dann gerne mit dieser Person unterhalten?

Falls Ihnen das Nichtreden, das Schweigen schwer fällt, dann sollten Sie sich fragen, warum?

Aktiv Zuhören: Schweigen mit Stil und Ziel
Schweigen Sie ungern, weil Sie dann nicht zeigen können, wie sehr verständnisvoll, lösungsorientiert und geistreich Sie doch sind? Wenn Sie sich dann, wenn Sie etwas zum Gespräch beitragen können, bestätigt fühlen, dann ist das häufig der falsche Ansatz. Sicherlich wird es bei diesem Ansatz häufiger vorkommen, dass Sie Ihrem Gesprächsgegenüber eine Lösung für ein Problem ans Herz legen, ohne dessen Problem gänzlich erfasst zu haben.

Wenn Sie zu früh in einem Gespräch selbst aktiv werden, verpassen Sie wahrscheinlich die Chance, im Gespräch bis zum eigentlichen Problem vorzudringen. Falls Ihnen das Schweigen schwer fällt, sollten Sie sich folgenden Fragen stellen:

Aktiv Zuhören: Fragen zur Analyse des eigenen Gesprächsverhaltens

  • Denken Sie an Gespräche, die Sie erlebt haben und überlegen Sie, ob Ihnen das Schweigen schwer fällt.
  • Wenn Sie sich an Gespräche erinnern können, bei denen Sie lange Zeit nicht gesprochen haben, dann fragen Sie sich, wie Sie sich dabei gefühlt haben.
  • Wenn Sie viele Fragen stellen oder gezielte Vorschläge machen – wie fühlen Sie sich dabei?
  • Wie fühlen Sie sich, wenn Sie ungestört und ohne Unterbrechungen längere Zeit etwas erzählen?
  • Wie fühlen Sie sich, wenn Sie etwas schildern möchten und dabei ständig unterbrochen werden?
  • Wie reagieren Sie, wenn Sie durch Fragen an der Schilderung eines Sachverhalts oder Problems gehindert werden?
  • Wie fühlen Sie sich, wenn vorschnell Lösungen oder Vorschläge zu Problemlösungen geäußert werden?
  • Wenn Ihrer Einschätzung nach voreilige Schlüsse gezogen werden, obwohl Sie einen Zusammenhang noch nicht in seiner ganzen Tragweite erklären konnten, wie fühlen Sie sich dann?

Aktiv Zuhören bedeutet, sich so zu verhalten, wie man es von anderen wünscht Vielleicht ist Ihnen bei den genannten Fragen ein kleines Licht aufgegangen. Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass Sie sich selbst in Gesprächen nicht so verhalten, wie Sie es sich jedoch von anderen wünschen. Nun, dann ist der Weg zum aktiven Zuhören nicht so schwierig – verhalten Sie sich einfach so, wie Sie es sich von anderen wünschen.

Über Ihren Experten

Dr. Britta Kanacher

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