Spargelzeit: Alles Wissenswerte rund um den Spargel

Schon zu Ostern planen Spargelliebhaber oft ein erstes leckeres Festmahl mit dem Königsgemüse, obwohl die Spargelzeit noch gar nicht begonnen hat. Deshalb muss man unter Umständen auch bis zu 20 Euro pro Kilo hinblättern, denn der Spargel muss mithilfe von Bodenheizungen aus der Erde getrieben werden. Weil es im März oft noch sehr kalt ist und auch der April meist kalt startet, beginnt die Spargelzeit etwas später, deshalb wird es dauern, bis sich die Preise auf einem niedrigeren Niveau einpendeln.

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Wie lange dauert die Spargelzeit in Deutschland?
Je nach Witterung beginnt die Spargelernte Mitte bis Ende April. Die Spargelzeit dauert bis zum 24. Juni, dem Johannistag. Dann wird die Ernte beendet, damit die Pflanzen sich lange genug regenerieren können, um im nächsten Jahr genügend neue Sprossen zu bilden. Zum Anfang der Spargelzeit gibt es meistens nur spanischen und griechischen Spargel. Erst danach übernehmen die deutschen Spargelbauern den Markt.

Woher kommen die teuren Preise für den Spargel?
Der Hauptgrund für die hohen Preise des deutschen Spargels auch während der Spargelzeit liegt in dem sehr aufwendigen und arbeitsintensiven Anbau. Da jede Stange am Spargeldamm auch heute noch überwiegend per Hand freigelegt wird, ist der Anbau sehr teuer. Hinzu kommt, dass der erste Spargel erst 2 bis 3 Jahre nach Anbau gestochen werden kann. Bis zur ersten vollen Spargelernte braucht man also viel Geduld.

Die Spargel-Preise schwanken von Saison zu Saison sehr stark, denn Wetter- und Ernteverhältnisse haben einen großen Einfluss auf den Ertrag zur Spargelzeit. In Deutschland ist der weiße Bleichspargel im Unterschied zu anderen Ländern marktbeherrschend. Grünspargel wird hierzulande nur auf kleinen Teilflächen angebaut. Weil der Anbau des grünen Spargels nicht so aufwendig ist, kann dieser etwas günstiger angeboten werden als der weiße Spargel.

Wann ist Spargel in der Spargelzeit am günstigsten?  
Die Preisentwicklung des Spargels vergleichen Ernährungsexperten mit der Form eines liegenden Löffels. Zu Beginn der Spargelzeit bewegen sich die Preise langsam nach unten, denn sie entwickeln sich nach dem typischen Prinzip: Je mehr Ware, desto geringer die Preise. Mitte Mai erreichen die Spargelpreise in der Regel einen Tiefstand. Die Preisuntergrenze liegt pro Kilo bei etwa vier Euro für gute Ware. Wie lange die Preise für den Spargel günstig bleiben, hängt vom Wetter während der Spargelzeit ab. Nach dem Tiefstand steigen die Preise, wie bei einer Löffelspitze, noch einmal ein wenig nach oben, bis die Spargelzeit dann am 24. Juni endet.

Woran erkenne ich während der Spargelzeit frischen Spargel?
Ob der Spargel wirklich frisch ist, erkennen Sie an folgenden Merkmalen: Der Spargel muss feste Stangen haben, die leicht brechen, aber wenig biegsam sind. Seine Schnittenden müssen saftig sein. Außerdem quietscht frischer Spargel, wenn Sie die Stangen aneinander reiben. Ein säuerlicher Geruch des Spargels ist ein Zeichen dafür, dass er nicht mehr frisch ist. Kauftipp: Wählen Sie Spargelstangen in gleichmäßiger Dicke. Das erleichtert das Spargel-Kochen.

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Veröffentlicht am 15. April 2010