Parodontose homöopathisch behandeln

So können Sie Parodontose homöopathisch behandeln!

Parodontose wird aus homöopathischer Sicht als Ausdruck einer tieferen Grunderkrankung gesehen, die miasmatisch zu verstehen ist. Der Rückgang des Zahnfleischs kann mithilfe des passenden homöopathischen Konstitutionsmittels aufgehalten werden. Liegt gleichzeitig eine Zahnfleischentzündung vor, kann diese mit einem homöopathischen Akutmittel behandelt werden. Lesen Sie hier mehr.

Parodontose ohne Entzündungszeichen homöopathisch behandeln

Bei vielen Menschen geht das Zahnfleisch zurück, ohne dass sie gleichzeitig unter einer Zahnfleischentzündung leiden. Wenn dies trotz intensiver Pflege und ausreichender Mundhygiene geschieht, geht man aus homöopathischer Sicht von einer miasmatischen Belastung aus.

Meist liegt eine psorische Belastung vor, die sich in rascher Ermüdbarkeit, Schwindel und mangelndem Appetit zeigen kann. Auch Hautausschläge und eine große Anfälligkeit für Insektenstiche können auf das psorische Miasma hinweisen. Homöopathische Mittel die bei der Behandlung von Parodontose ohne Entzündungszeichen eingesetzt werden sind Carbo vegetabilis, Phosphorus, Staphisagria und Phosphor acidum.

Parodontose mit Zahnfleischentzündung homöopathisch behandeln

Meist jedoch geht der Rückgang des Zahnfleischs mit einer Zahnfleischentzündung einher. Das Zahnfleisch ist geschwollen und blutet leicht. Bei manchen Menschen ist das Zahnfleisch auch extrem berührungsempfindlich. Es schmerzt oder brennt wenn Sie es auch nur leicht mit der Zunge berühren. Für die entzündliche Form der Parodontose kommen folgende Mittel infrage: Mercurius solubilis, Nux vomica, Belladonna, Capsicum und Natrium muriaticum

Leichtes Bluten des Zahnfleischs homöopathisch behandeln

Gerade im Anfangsstadium einer Parodontose kann es sein, dass noch kein deutlicher Rückgang des Zahnfleischs erkennbar ist. Wenn Sie aber unter leichtem Bluten des Zahnfleischs leiden, kann dies ein erster Hinweis auf eine beginnende Parodontose sein. Um das leichte Bluten des Zahnfleischs homöopathisch zu behandeln kommen folgende Mittel infrage: Mercurius solubilis, Natrium muriaticum, Phosphorus, Phosphor acidum, Calcium carbonicum und Rhus toxicodendron

Schwammiges Zahnfleisch homöopathisch behandeln

Bei vielen Menschen zeigt sich die Parodontose darin, dass ihr Zahnfleisch schwammig wird. Es liegt nicht mehr so gut an den Zahnhälsen an und wirkt wie aufgequollen. Für die Behandlung von schwammigem Zahnfleisch kommen besonders die Mittel Mercurius solubilis, Carbo vegetabilis, Staphisagria oder Sulfur infrage. Ist eine deutliche Schwellung des Zahnfleischs zu sehen können außerdem die Mittel Bryonia, Hepar sulfuris und China officinalis angebracht sein. 

Parodontose in einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung behandeln

Eine Parodontose ist oftmals ein langwieriger Prozess. Sie wird aus
homöopathischer Sicht als Ausdruck einer tiefergehenden Störung
verstanden. Deswegen ist es oftmals notwendig und sinnvoll eine
homöopathische Konstitutionsbehandlung durchführen zu lassen. Das
homöopathische Mittel Psorinum
kann einen Einstieg in eine miasmatische Behandlung herbei führen.

Das
angezeigte Konstitutionsmittel kann danach in aufsteigenden Potenzen
gegeben werden. Grundsätzlich weist eine Parodontose alleine nicht auf
ein bestimmtes homöopathisches Mittel hin. Ihre besonderen Symptome und
Modalitäten können aber den Ausschlag für ein bestimmtes Mittel geben,
wenn die Gesamtheit der Symptome bei einem Patienten erhoben wurde und
mehrere Mittel zur Auswahl stehen.

Häufig gegebene Konstitutionsmittel,
die auch die Symptome einer Parodontose in ihrem Mittelbild haben sind Phosphor, Phosphor-acidum und Mercurius solubilis.

Fazit: Die Homöopathie hält eine Reihe von Mitteln bereit,
die für die Behandlung von Parodontose geeignet sind. Wichtig ist es
jedoch, sich in eine homöopathische Konstitutionsbehandlung zu begeben,
da nur dort das individuell passende Mittel herausgefunden und verordnet
werden kann. Die besonderen Modalitäten der Parodontose und die
Gesamtheit der Symptome führen dann zum angezeigten Konstitutionsmittel.

Weitere Informationen zu Erkrankungen im Mundraum finden Sie hier:

Veröffentlicht am 2. Januar 2013