Wann lohnt sich die Eröffnung eines Zweitkontos?

Wann lohnt sich die Eröffnung eines Zweitkontos?

Die meisten Bankkunden haben ein Konto, über das sie ihren alltäglichen Zahlungsverkehr abwickeln. Das ist einfach und unkompliziert, hat mitunter aber auch Nachteile wie z. B. einen weniger transparenten Überblick über die eigenen Finanzen. Wer es übersichtlicher und sicherer will, sollte die Eröffnung eines Zweitkontos in Betracht ziehen.

Heute gibt es viele Anbieter, bei denen man sie bekommt. In diesem Ratgeber lesen Sie, worauf Sie bei der Auswahl eines Zweitkontos achten müssen.

Die Vorteile eines Zweitkontos im Überblick

Wenn man ein zweites Konto eröffnet, hat das drei entscheidende Vorteile. Es ist übersichtlicher, sicherer und man spart Kosten ein:

Übersichtlichkeit

  • Zweitkonto für monatliche Fixkosten wie Miete, Strom, Raten, DSL-Gebühren, Zeitungsabonnements etc.
  • leichter nachvollziehbar, wie viel Geld ausgegeben und gespart wird
  • auch gern von jungen Paaren für gemeinsame Zahlungsverbindlichkeiten genutzt

Sicherheit

  • bestellt man oft im Internet, muss man nicht immer gleich die Bankverbindung seines Gehaltskontos herausgeben
  • benötigtes Geld einfach bequem auf Zweitkonto überwiesen
  • Hauptkonto bleibt im Hintergrund

Kostenersparnis

  • Abheben bei Fremdinstituten oder im Ausland oft kostenintensiv
  • ist Abheben bei Zweitkonto kostenfrei, kann man Geld sparen

Tipp: Für zusätzliche Sicherheit empfiehlt sich die Eröffnung eines Guthabenkontos. Das ist vor allem dann der Fall, wenn man negative Schufa-Einträge hat. Warum diese Einträge absolut nicht zu unterschätzen sind, erfahren Sie in diesem Artikel von wallstreet-online.de.

Wann lohnt sich die Erstellung eines Zweitkontos?

Anhand dieser repräsentativen Vorteile kann man sich schon einmal ein recht klares Bild davon machen, in welchen Fällen sich ein Zweitkonto lohnen kann:

  • man hat monatlich viele fixe Abbuchungen
  • man ist gerade erst mit seinem Partner zusammengezogen
  • man bestellt oft Produkte im Internet
  • man möchte die Daten seines Gehaltskontos nur angeben, wenn es unbedingt nötig ist
  • man ist oft auf Reisen

Weiterführende Informationen darüber, in welchen Fällen es lohnen kann, ein Zweitkonto zu eröffnen, finden Sie unter girokonto.org.

Das ist bei der Auswahl eines Zweitkontos zu beachten

I-vista / pixelio.de

Bei der Eröffnung eines Zweitkontos achtet man auf dieselben Dinge wie bei der Auswahl eines normalen Girokontos. Zunächst einmal spielen dabei die Automatendichte, die Dichte des Filialnetzes und die Anzahl der Partnerinstitute eine Rolle. Gerade bei einem Zweitkonto empfiehlt es sich, dass man an möglichst vielen Automaten kostenlos Geld abheben kann. Ein dichtes Filialnetz hat überdies den Vorteil, dass man bei jedem Problem schnell Unterstützung bekommt.

Der zweite wichtige Entscheidungsfaktor betrifft die Kontoführungsgebühren. Bei einem Zweitkonto sollte man sich unbedingt für ein kostenfreies Konto entscheiden. Dafür kann es von Bank zu Bank unterschiedliche Bedingungen geben. Bei manchen Banken werden sie erst ab einem bestimmten Einkommen, bei manchen Banken gar nicht und bei anderen immer eingezogen. Vergleichen Sie hier vorher aufmerksam die Anbieter und entscheiden Sie sich für die Variante, die für Sie am besten geeignet ist.

Die wichtigsten Auswahlkriterien im Überblick:

  • die Filialdichte
  • die Automatendichte
  • Rabatte
  • Bonusprogramme
  • Kontoführungsgebühren
  • Gebühren für Abhebungen, Überweisungen und Abbuchungen

Wenn Sie all diese Punkte beachten, finden Sie mit wenig Aufwand das richtige Zweitkonto für sich. Wenn Sie noch weitere Tipps und Hinweise brauchen, sehen Sie sich auch einfach mal bei der Stiftung Warentest um.

Tipp: Nicht nur mit einem kostenfreien Konto lassen sich Kosten sparen. Man sollte darüber hinaus noch andere Möglichkeiten nutzen, sein Geld effektiv anzulegen. Praktische Tipps hierzu finden Sie in unseren Ratgebern. Wie wäre es beispielsweise mit einer Goldanlage. Sie erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit und verspricht große Renditen.

Veröffentlicht am 10. Juni 2015
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