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Wenn Babys Zahnen: 11 Tipps, die wirklich gegen Schmerzen helfen

Wenn Babys Zahnen: 11 Tipps, die wirklich gegen Schmerzen helfen
geschrieben von Heike Schultz

Bei den meisten Babys ist es im Alter von vier bis sieben Monaten soweit. Die ersten Zähne brechen durch, was oftmals mit Schmerzen einhergeht. Für die Eltern beginnt nun eine anstrengende Zeit.

Hier ein paar Tipps, wie Sie Ihrem Kind helfen können.

Wie erkenne ich, ob mein Baby zahnt?

Wenn das Baby immerzu weinerlich ist, rote Bäckchen hat, ohne dass es fiebert und außerdem noch verstärkt sabbert, sind das sichtbare Hinweise darauf, dass das Zahnen unmittelbar bevorsteht. Wenn Sie den Unterkiefer des Säuglings abtasten, werden Sie vielleicht feststellen, dass dieser dort ganz hart geworden ist oder vielleicht sogar schon die Zähnchen durchschimmern.

Zuerst brechen die unteren vorderen Schneidezähne durch, dann die beiden oberen. Das Zahnen setzt sich etwa bis zum 30. Lebensmonat fort. Erst dann ist das Milchgebiss vollständig ausgebildet. Bei manchen Kindern merkt man das Zahnen überhaupt nicht, die Eltern entdecken plötzlich, dass im Mund etwas Weißes blitzt.

Andere Babys dagegen sind quengelig, schreien vor allem nachts ohne Unterlass, haben Durchfall und einen wunden Po. Oder sie stecken sich immer wieder Gegenstände oder die Hände in den Mund, um darauf herumzukauen.

Hilfe mit Hausmitteln

Omas alte Hausmittel verschaffen auch heute noch tatsächlich Linderung.

  • Geben Sie dem Baby etwas, worauf es herumkauen kann wie zum Beispiel einen Brotkanten, ein Stück Apfel oder Möhre. Die Massagewirkung dabei vermindert die Schmerzen. Lassen Sie das Kind damit aber auf keinen Fall unbeaufsichtigt, weil es sich verschlucken könnte.
  • Besser ist es, Sie geben ihm einen nassen kühlen Waschlappen oder tränken den Lappen mit Kamillentee. Das hat gleichzeitig eine beruhigende und schmerzstillende Wirkung. Auch das Herumkauen auf einer Lauchzwiebel bringt Linderung, weil dabei ätherische Öle freigesetzt werden.
  • Alternativ können Sie Ihrem Baby einen kühlen Löffel oder einen Beißring geben. Im Fachhandel sind Beißringe erhältlich, die man vorher im Kühlschrank abkühlen kann.

Hilfe aus der Apotheke

  • Eine natürliche Zahnungshilfe, die es in Apotheken oder Drogerien gibt, ist die Veilchenwurzel, die beim Herumkauen schmerzlindernde und beruhigende Inhaltsstoffe abgibt. Bei der Veilchenwurzel müssen Sie nur darauf achten, diese regelmäßig auszukochen, damit die anhaftenden Keime entfernt werden.
  • Befestigen Sie sie mit einer Schnullerkette, hängen Sie diese jedoch auf keinen Fall um den Hals des Kindes.
  • Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von homöopathischen Globuli. Lassen Sie sich dazu in der Apotheke etwas empfehlen.
  • Besonders für die Nacht empfiehlt sich ein Zahnungsgel. Das wird auf die schmerzenden Stellen aufgetragen und wirkt wie ein örtliches Betäubungsmittel. So findet das Baby besser in den Schlaf.
  • Schmerzzäpfchen sollten nur im äußersten Notfall zur Anwendung kommen und vorher mit dem Arzt besprochen werden.

Wie kann ich meinem Baby sonst noch helfen?

Der Säugling braucht während der akuten Zahnungsphase besonders viel Zuwendung.

  • Lenken Sie das Kind so gut es geht mit Spielen ab, nehmen Sie es oft in den Arm oder schauen Sie gemeinsam Bilderbücher an.
  • Massieren Sie sanft das Zahnfleisch oder führen Sie eine Ganzkörperbabymassage durch. Schützen Sie es vor Feuchtigkeit durch das viele Sabbern. Legen Sie ihm einen Latz oder eine Windel um den Hals und cremen Kinn und Hals regelmäßig ein.
  • Denken Sie daran, dass die Zahnpflege mit dem ersten Zahn beginnt.

Bildnachweis: Lichtfisch / Adobe Stock

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Heike Schultz