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So helfen Sie Ihrem Baby bei wundem Po

Lesezeit: 3 Minuten Babys haben eine extrem zarte, empfindliche Haut. Trotzdem passiert es ganz schnell, dass unter der Windel ein wunder Po aufblüht. Mit der richtigen Behandlung verschwinden die schmerzhaften Rötungen rasch wieder. Lesen Sie hier, welche natürlichen Heilmethoden die Schmerzen lindern.

3 min Lesezeit
So helfen Sie Ihrem Baby bei wundem Po

So helfen Sie Ihrem Baby bei wundem Po

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Wunder Po: Ursachen

Viele Babys tragen Wegwerfwindeln. In den eng anliegenden Plastikwindeln entsteht ein feuchtwarmes Klima, in dem sich leicht Bakterien ansiedeln. Diese zersetzen den Urin und bilden hautreizendes Ammoniak. Wenn der Stuhlgang zu lange auf der zarten Babyhaut aufliegt oder das Baby an Durchfall leidet, entstehen ebenfalls leicht gerötete bis wunde Stellen. Aber auch die Ernährung kann zu einem wunden Po führen. Viele stillende Mütter bemerken wunde Stellen am Babypopo, wenn sie zuvor Zitrusfrüchte oder scharfe Gewürze gegessen haben. Bekommt das Baby Breikost, führen ungewohnte Speisen ebenfalls zu geröteten Wundstellen. Auch ein zahnendes Baby leidet oft unter einem wunden Po.

Wunder Po, Windeldermatitis und Windelsoor

Ein leicht wunder Po ist kein Grund zur Besorgnis und kann mit natürlichen Maßnahmen geheilt werden. Aber wenn sich offene, leicht nässende Stellen auf stark geröteter Haut zeigen, hat das Baby einen Windelausschlag bzw. Windeldermatitis. Stellt sich nicht nach einem Tag Besserung ein, sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen. Er verschreibt eine schmerzlindernde Heilsalbe. Abgesehen von den Schmerzen für das Baby kann sich bei einem schlimmen Ausschlag eine Pilzinfektion ausbreiten. Diese ist an weiß-gelblichen Bläschen zu erkennen und muss durch den Arzt behandelt werden.

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Hilfe für den wunden Po

Kein Baby kommt ohne wunden Po durch das Windelalter. Die roten Stellen bekämpfen Sie mit diesen bewährten Heilmethoden:

  • Die Haut des Babys ist stark gereizt und der wunde Po schmerzt. Reinigen Sie den Genitalbereich besonders vorsichtig und verzichten Sie auf Feuchttücher. Die Inhaltsstoffe können die Haut zusätzlich angreifen. Nehmen Sie zum Säubern des Popos lauwarmes Wasser und einen weichen Waschlappen.
  • Trocknen Sie die Haut nach dem Waschen sorgfältig, am besten mit einem weichen Tuch vorsichtig abtupfen. Es ist wichtig, dass die Babyhaut ganz trocken ist, bevor Sie eine frische Windel anlegen.
  • Der schmerzende Babypopo entspannt sich bei einem schmerzlindernden Heilkräuterbad. Ringel- oder Kamillenblüten mit heißem Wasser überbrühen, zehn Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb in die Babybadewanne gießen. Einen Schuss Olivenöl dazugeben und ein lauwarmes Sitzbad herrichten.
  • Nach der Reinigung die betroffenen Stellen hauchdünn mit einer Wund- oder Zinkcreme behandeln. Dick aufgetragene Cremes oder Babypuder verhindern, dass die Haut atmet. Dadurch verschlechtern sich die Beschwerden.
  • Viele Hebammen empfehlen, Muttermilch auf den wunden Popo zu geben und trocknen zu lassen.
  • Ein natürliches Mittel ist Heilwolle. Diese Schafswolle enthält das entzündungshemmende Lanolin. Legen Sie die Heilwolle einfach in die Windel, Salben sind überflüssig. Heilwolle erhalten Sie in der Apotheke.
  • Das Baby so oft wie möglich rund 15 Minuten ohne Windeln strampeln lassen. Die Luft fördert die Heilung. Legen Sie das Baby auf eine wasserfeste Unterlage – falls es Pipi macht, gibt’s dann keine Überschwemmung. Achten Sie auf eine angenehme Zimmertemperatur, damit das Kleine nicht friert.
  • Wechseln Sie möglichst oft die Windeln, damit Urin und Stuhlgang die Wunden nicht weiter verschlechtern.
  • Langes Sitzen im Kindersitz zum Beispiel auf Autofahrten reizt die getroffenen Stellen. Verschieben Sie lange Ausflüge lieber.
  • Verbessern sich die Beschwerden nicht nach einem Tag der Eigenbehandlung, suchen Sie einen Kinderarzt auf.

Stoffwindeln oder Wegwerfwindeln

Beide Wickelmethoden haben Ihre Vor- und Nachteile. Die modernen Wegwerfwindeln halten den Babypopo trocken, dafür staut sich die Wärme. Die Stoffwindel ist wunderbar luftdurchlässig, allerdings können Waschmittelrückstände die Babyhaut reizen. Wenn Ihr Baby immer wieder aus nicht erfindlichen Gründen unter einem wunden Po leidet, probieren Sie eine andere Wegwerfwindel bzw. Stoffwindelmarke aus. Oder Sie wechseln für eine kurze Zeit die Wickelmethode.

Lesen Sie unseren Vergleich zwischen Stoff- und Wegwerfwindeln.

Vorsicht Essen

Weint Ihr Baby wieder einmal, weil ein wunder Po schmerzt, kann es auch am Essen liegen. Wenn Sie stillen, führen Sie am besten ein kleines Ernährungstagebuch. Oft reagiert die Babyhaut auf bestimmte Lebensmittel wie Zitrusfrüchte oder scharfe Gewürze. Auch rohes Obst führt schnell zu einem wunden Po. Versuchen Sie während der Stillzeit Früchte lieber gekocht zu essen. Erhält Ihr Baby Breikost, kann die ungewohnte Nahrung ebenfalls zu einem wunden Popo führen. Testen Sie neue Lebensmittel immer langsam aus, indem Sie mit einer Probeportion beginnen. Fertige Babybreie bestehen oft aus mehreren Zutaten. Kochen Sie anfangs die Babynahrung selber.

Wunden Babypopo vorbeugen

  • Wechseln Sie rund vier bis sechs Mal am Tag die Windeln.
  • Wenn Sie Stuhlgang in der Windel riechen, sofort den Babypopo reinigen.
  • Reinigen Sie die empfindliche Babyhaut möglichst nur mit lauwarmem Wasser ohne Zusätze.
  • Eine gesunde Babyhaut brauchen Sie weder mit Creme noch mit Babypuder zu behandeln.
  • Baden Sie Ihr Baby nur ein bis zweimal in der Woche, sonst trocknet die Haut aus.
  • Trocknen Sie den Babypopo stets sorgfältig ab, bevor Sie eine neue Windel anlegen.
  • Nehmen Sie gute Wegwerfwindeln, die den Urin komplett aufsaugen.
  • Waschen Sie Stoffwindeln nicht mit Weichspüler und dosieren Sie das Waschmittel sparsam.
  • Auch ein gesunder Babypopo freut sich über frische Luft. Nicht immer gleich wieder die Windel umwickeln.
  • Wenn Sie das Baby stillen, reduzieren Sie Speisen, die zu einem wunden Po führen.

Bildnachweis: JenkoAtaman / stock.adobe.com

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