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Praktische Tipps zum Wickeln und für die Babypflege

Lesezeit: 4 Minuten Das Wickeln eines neugeborenen Säuglings ist anfangs gar nicht so leicht. Aber keine Sorge, schon nach kurzer Zeit erledigen Sie die Babypflege routiniert. Dieser Artikel erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Windeln bei Ihrem Baby wechseln und welche Pflegeprodukte Sie brauchen.

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Praktische Tipps zum Wickeln und für die Babypflege

Praktische Tipps zum Wickeln und für die Babypflege

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Babywickelkurse

Viele Krankenhäuser oder Hebammen bieten schwangeren Frauen und Ihren Partnern Babywickelkurse an. Der Besuch des Kurses vermittelt den werdenden Eltern ein Gefühl der Sicherheit. Allerdings ist es nicht zwingend notwendig, vorab das Wickeln oder die Babypflege zu erlernen. Die Kinderschwestern im Krankenhaus erklären Ihnen ebenso wie Ihre Hebamme die beste Wickeltechnik sowie die richtigen Pflegetipps für Ihr Baby. Mit der Zeit entwickeln Eltern einen individuellen Stil, der den eigenen Vorstellungen und den Bedürfnissen des Säuglings entspricht.

Wickelplatz

In den nächsten zwei bis drei Jahren gehört das Wickeln des Babys zu Ihrem täglichen Programm. Richten Sie sich einen praktischen Wickelplatz mit viel Stauraum für die Produkte zur Babypflege ein.

  • Wickelkommode: Es ist Ihnen überlassen, ob Sie eine Wickelkommode für das Baby kaufen. Als Wickelplatz eignet sich auch ein Tisch. Achten Sie aber auf eine rückenfreundliche Höhe. Außerdem benötigen Sie Platz, um Pflegeutensilien abstellen zu können sowie einen Stauraum für Windeln und Anziehsachen. Damit Sie Ihr Baby immer im Blick haben, liegt alles in Griffweite bereit.
  • Wickelunterlage: Kaufen Sie eine weiche Unterlage, die aus PVC-freien Kunststoff besteht. Auf der abwischbaren Matte liegt das Baby bequem.
  • Moltontücher: Die vielseitigen Baumwolltücher legen Sie auf die Wickelunterlage. So liegt Ihr Baby nicht direkt auf dem kalten Kunststoff.
  • Wärmelampe: Da das Wickeln und die Babypflege einige Zeit in Anspruch nimmt, empfiehlt sich eine angenehme Wohlfühltemperatur. Wohnen Sie in kalten, schlecht heizbaren Räumen, sorgt eine Wärmelampe für das geeignete Klima.
  • Windeleimer mit Deckel
  • Kleine Waschschüssel

Die Babypflege

Die Vorstellungen der Eltern von der geeigneten Pflege beim Wickeln variieren. Wegwerfwindel oder Stoffwindel, Naturprodukte oder Feuchttücher – Sie finden schnell heraus, welche Methode besonders gut für Ihr Baby geeignet ist. Unsere Vorschläge für die Babypflege dienen Ihnen als erste Orientierung:

  • Wegwerfwindel: Die praktischen Wegwerfwindeln gibt es in allen Größen. Wenn Sie mehrere Mütter fragen, wird Ihnen jede eine andere bevorzugte Marke nennen. Probieren Sie aus, welche Marke sich für Ihr Baby bewährt. Es gibt große Unterschiede hinsichtlich der Durchlässigkeit. Wenn Ihnen die teuren Windeln besonders zusagen, kaufen Sie größere Mengen stets im Sonderangebot.
  • Stoffwindeln: Durch den Verbrauch beim Waschen sind Stoffwindeln auch nicht wesentlich umweltfreundlicher als Wegwerfwindeln. Wenn Ihr Baby allerdings zum Wundliegen neigt, probieren Sie Stoffwindeln aus. Vielleicht verträgt es diese Windeln besser.
  • Waschlappen und warmes Wasser: Säubern Sie den empfindlichen Babypopo schonend mit Waschlappen und warmen Wasser. Ein Zusatz ist unnötig.
  • Feuchttücher: Für das große Geschäft und für das Wickeln unterwegs eignen sich die praktischen Feuchttücher. Manche Mütter greifen ständig zu Feuchttüchern, allerdings können die Zusatzstoffe die empfindliche Babyhaut reizen. Nehmen Sie auf jeden Fall Tücher ohne Parfum. Alternativ wischen Sie die Ausscheidungen mit weichem Toilettenpapier weg.
  • Weiches Handtuch: Mit dem kleinen Handtuch vorsichtig das Baby trocken tupfen.
  • Wundsalbe: Irgendwann zeigen sich auf jedem Babypopo Rötungen und wunde Stellen. Wundsalbe lindert den Schmerz und hilft beim Abklingen der Beschwerden.

Wie oft ein Baby wickeln

Im Durchschnitt wickeln Sie Ihr Baby in den Wachphasen alle drei bis vier Stunden. Auch wenn das Baby länger schläft, ist das kein Problem. Die modernen Wegwerfwindeln saugen Urin so gut auf, dass wenig Nässe auf der Haut landet und diese reizt.

Das große Geschäft dagegen darf nicht zu lange in der Windel bleiben, weil sonst sofort Rötungen oder wunde Stellen auftreten. Es kommt vor, dass Ihr frisch gewickeltes Baby sofort wieder in die Windel macht. In diesem Fall wechseln Sie unbedingt noch einmal die Windel. Ob Sie Ihr Baby vor, nach oder während dem Stillen wickeln, entscheiden Sie nach Ihrem Gefühl sowie den Bedürfnissen des Babys.

Anleitung Babypflege

  1. Stellen Sie eine Schüssel mit lauwarmem Wasser, Waschlappen und Handtuch griffbereit. Feuchttücher oder weiches Toilettenpapier, Pflegeprodukte, Windeln, Stoffwindel und Windeleimer stehen in Griffweite. Suchen Sie außerdem die Kleidung zum Wechseln heraus.
  2. Das Baby auf die Wickelkommode legen und bitte niemals unbeaufsichtigt auf der Kommode lassen. Eine falsche Drehung, und es fällt herunter.
  3. Die Windel öffnen. So heben Sie Ihr Baby für das Wickeln an: Legen Sie ein Bein des Babys über Ihren Unterarm und greifen Sie nach dem Unterschenkel des anderen Beines. Jetzt können Sie den Popo des Babys leicht anheben.
  4. Stuhlgang mit Toilettenpapier oder Feuchttüchern vorsichtig entfernen. Die beschmutzten Tücher in die alte Windel legen, diese verschließen und in den Windeleimer entsorgen.
  5. Halten Sie bei Jungen immer eine Stoffwindel bereit, denn oft pullern sie im hohen Bogen in die Luft, sobald die Windel entfernt ist.
  1. Die Haut mit warmem Wasser und Waschlappen gründlich reinigen und mit dem Handtuch sorgfältig trocken tupfen. Wischen Sie stets in Richtung After, damit keine Darmkeime in den Genitalbereich landen. Das ist besonders bei Mädchen wichtig. Ziehen Sie bei den Jungen nicht die Vorhaut zurück. Manchmal wird empfohlen, den Po mit dem Föhn zu trocknen. Das ist zu gefährlich, denn die Temperatur des Föhns ist schwer einzuschätzen. Zu heiße Luft verbrennt die empfindliche Babyhaut. Außerdem kann das Geräusch das Baby erschrecken.
  2. Lassen Sie etwas Luft an den Babypopo und nutzen Sie die Zeit zum Singen oder für Fingerspiele.
  3. Falten Sie die neue Windel auseinander und legen Sie die Seite mit dem Klebeverschlüssen unter das Baby.
  4. Achten Sie darauf, dass die Windelränder an den Beinen nach außen zeigen. So verhindern Sie Druckstellen sowie das Auslaufen der Windel. Den Penis bei Jungen nach unten legen, sonst schießt der Urin aus der Windel heraus.
  5. Die Windel mit den Klebestreifen nicht zu locker und nicht zu fest verschließen. Sie sitzt richtig, wenn Sie noch die flachen Finger unter den Rand schieben können.
  6. Verschmutzten oder durchnässten Body unbedingt wechseln und eventuell frische Kleidung anziehen.
  7. Das Baby ins Bettchen oder auf die Krabbeldecke legen und die Hände waschen.

Wunden Babypo pflegen

Selbst Säuglinge mit unempfindlicher Haut bekommen hin und wieder einen wunden Babypopo. Früher schmierten die Mütter die betroffenen Stellen dick mit Creme ein, was die Wundheilung jedoch verzögert.

Waschen und trocknen Sie den Babypopo wie gewohnt. Lassen Sie viel frische Luft an die wunden Stellen, das hilft am besten. Wenn möglich, geben Sie Muttermilch auf die Wunden oder tragen eine dünne Schicht Wundcreme auf. Wechseln Sie die Windeln jetzt öfter als sonst, damit die wunde Haut nicht noch mehr gereizt wird.

Bildnachweis: Robert Kneschke / stock.adobe.com

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