Familie Praxistipps

Abhärtung für das Baby im Winter?

Lesezeit: 2 Minuten Abhärtung ist auch schon für ein Baby gesundheitsförderlich. Natürlich kindgemäß vorsichtig und nicht mit kalten Güssen, aber mit einer minimalen Abhärtung durch frische Luft, Bewegung und Körperpflege.

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Abhärtung für das Baby im Winter?

Abhärtung für das Baby im Winter?

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Ein wenig Abhärtung bekommt dem Baby gut

Ein Baby hat eine fünf Mal dünnere Haut als ein Erwachsener. Aufgrund dieser Besonderheit muss die Babyhaut sowohl drinnen vor trockener Heizungsluft als auch draußen vor aggressiver Winterluft geschützt werden.

Abhärtung: Maximal 30 Minuten

Das ist das Höchstmaß, was Sie dem Baby bei einem Winterspaziergang im Kinderwagen zumuten können. Der Gang nach draußen braucht sorgfältige Kleidungsauswahl: Kinderwagen inklusive Fußsack bestücken Sie mit weiteren Decken. Eine Lammfell- bzw. Styroporunterlage unter dem Rücken wärmt noch einmal zusätzlich.

Bei Wind klappen Sie das Verdeck des Wagens hoch. Das Baby selbst hüllen Sie in   mehrere Hemdchen und Strampler übereinander, um zusätzlich noch die Wärme der Luftpolster zwischen den Sachen auszunutzen. Obenauf gehören ein Overall, Fäustlinge, Mütze, Kapuze. Für die herausschauenden Partien benutzen Sie spezielle Babyhautpflegecreme mit fast keinem Wasserzusatz, dafür aber viel Fett und Bestandteile wie Bienen- und Wollwachs. Wasser könnte auf der Babyhaut gefrieren.

Abhärtung: Baby ins Skigebiet mitnehmen?

Wenn Sie die Urlaubsreise auch mit dem Baby unternehmen wollen, müssen sie einschätzen, ob Ihr Baby dafür geeignet ist. Wenn es ein besonders gesundes Kind ist, können Sie mit einigen besonderen Vorkehrungen Ihr Kind täglich 30 Minuten durch die Winterluft schieben. Aber Vorsicht: in hochgelegenen Gebirgslandschaften spielt das aggressive UV-Licht eine wichtige Rolle. Es kann selbst dicke Wolken durchdringen, erst recht herausschauende Hautpartien verbrennen. Tragen Sie vor dem Spaziergang Kälteschutzcremes mit wenigstens Lichtschutzfaktor 15 auf.

Nach der Abhärtung für das Baby: Verwöhnbad

Durchgepustet und mit strapazierter Haut wünschen Sie sich nun Entspannung. Gönnen Sie sich jetzt gemeinsam mit Ihrem Kind einige Minuten für die Seele. Beginnen Sie mit einem Badespaß für Ihr Baby. Dazu muss die Raumtemperatur warm genug sein, weil das Kind entkleidet wird. Lassen Sie das Baby ein paar Minuten Strampeln im handwarmen Wasser. Anschließend rubbeln Sie es gründlich ab, damit der Körper gut durchgewärmt wird und beide den Hautkontakt genießen können.

Anschließend folgt erneut sanfte Hautpflege, diesmal mit Pflegeöl für den gesamten Körper und Pflegecreme. Ehe Sie das Kind wieder anziehen, führen Sie mit ihm einige leichte Bewegungen mit Armen und Beinen durch und drehen das Baby anschließend auf den Bauch, wo es von allein den Kopf zu heben versuchen wird. Prüfen Sie, wie gut Ihr Kind den Kopf schon halten kann.

Wer weitergehende Übungen ausführen möchte, besorgt sich bitte eine Anleitung zur Babygymnastik, um dort nichts falsch zu machen. Auch diese frühe Gymnastik ist ein Beitrag zur Stärkung des Immunsystems und der Muskelkräftigung. Zum Schluss wird das Kind wieder angezogen, diesmal nicht zu warm, und Sie räumen ihm Ruhe ein.

Abhärtung für das Baby: Regeln im Tagesablauf

Heranwachsende und selbst schon Babys brauchen Fixpunkte, an denen Sie sich orientieren können. Damit sollte schon von Anfang an begonnen werden. Dazu gehören wiederkehrende Handlungen in Zeitschemen, die dem Baby durchaus bewusst werden. Ein Baby wird sehr schnell Widerstände spüren, die Sie bewusst anordnen, damit es diese Tagesabläufe verinnerlicht. Dazu gehört, dass Sie Ihrem Kind auch verdeutlichen, dass es Zeiten gibt, wo Sie es nicht bei jedem Schreien hochnehmen werden.

Wenn die Eltern sich überzeugt haben, dass das Kind nichts Gravierendes haben kann (Ausnahme: Krankheit, dort müssen Eltern immer nahe sein, um prüfen zu können, was mit dem Kind ist), soll es auch zu unangepassten Zeiten einmal schreien, ohne seinen Willen nach Zuwendung oder Flasche außer der Reihe durchsetzen zu können. Verschenken Sie umso mehr Zuwendung an den Fixpunkten (Flasche geben, baden und so weiter). Doch bleiben Sie möglichst der Sieger im Tauziehen zwischen Ihrem und Babys Willen durch überschaubare Tagesabläufe und Konsequenz. Das kann schon das Baby erlernen.

Bildnachweis: Patryk Kosmider / stock.adobe.com

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