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Was versteht man unter funktionaler Organisationsstruktur?

Lesezeit: 2 Minuten Die funktionale Organisationsstruktur ist das älteste System des Aufbaues einer Unternehmensführung. Man versteht darunter die Einteilung der Weisungsbefugnisse in einzelne Abteilungen wie zum Beispiel Verkauf, Produktion und Vertrieb. So sind einzelne Leiter ihren Mitarbeitern gegenüber weisungsbefugt, sie selber sind der obersten Stufe der Hierarchie, der Unternehmensleitung verantwortlich.

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Was versteht man unter funktionaler Organisationsstruktur?

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Eine natürliche Entwicklung

Diese Ausprägung der funktionalen Organisationsstruktur ergibt sich in kleineren beziehungsweise mittelständischen Unternehmen eigentlich von alleine. Die Kompetenzen der einzelnen Bereiche werden optimal umgesetzt, entsprechend den Fähigkeiten der Mitarbeiter.

Es handelt sich hier um ein Einliniensystem, das sich am Verrichtungsprinzip orientiert. Es werden also zielorientierte Schwerpunkte der Tätigkeiten zentralisiert und in Abteilungen zusammengefasst. Die Weisungsbefugnisse innerhalb der einzelnen Abteilungen sind in der Regel ebenfalls hierarchisch organisiert, es existiert sozusagen ein kleiner Betrieb innerhalb des Betriebes. Dies wiederum hat viele Vorteile aber auch Nachteile.

Die Vorteile liegen klar in der klassischen Koordinationsarchitektur, übergeordnet in der funktionsbezogenen Spezialisierung der einzelnen Bereiche. Die Differenzierung der einzelnen Unternehmensbereiche führt zu einer besseren Ausnutzung der Ressourcen, zu einem effektiveren Verwertungsprinzip der vorhandenen Mittel.

Oft ergeben sich in einer solchen Organisationsstruktur ebenenspezifische Besonderheiten, die durchaus zu einer letztendlichen Steigerung des Ertrages, des Umsatzes und der Effektivität der differenziert gehaltenen Ebenen eines Unternehmens beitragen.

Kommunikation ist relevant

Gerade innerhalb einer solchen Organisationsstruktur, die sich aus der vorhandenen Abgrenzung der Kostenstellen, sowohl räumlich auch als funktional, ergibt, erscheint eine funktionierende Kommunikation äußerst wichtig. Die Abgrenzung und Spezialisierung der einzelnen Aufgabenbereiche, die zu einer gesteigerten Effektivität der einzelnen Ebenen führt, kann auf der anderen Seite ohne entsprechenden Informationsfluss durchaus auch zu Nachteilen führen.

Ist eine Ebene auf Dauer zu sehr auf die Eigenorganisation konzentriert, werden die endproduktbezogenen, innerbetrieblichen Leistungsverflechtungen nicht mehr in ausreichendem Maße realisiert, kann dies dazu führen, dass die übergeordnete Koordination des Unternehmenszieles in den spezifischen Interdependenzen der Ebenenstruktur Schaden nimmt.

Dem wirkt in größeren Betrieben eine nahezu automatische Umstrukturierung vom Einliniensystem zu einem dynamischen Mehrliniensystem entgegen, zur Sparten- oder Matrixorganisation, einer divisionalen Organisationsstruktur hin. In kleineren Unternehmen jedoch, in denen diese Formen der Betriebsorganisierung noch keinen Sinn machen, ist die innerbetriebliche, ebenenübergreifende Kommunikation von entscheidender Bedeutung, das Unternehmensziel zu realisieren.

Ergibt sich dieser Informationsfluss gerade in produzierenden Betrieben durch die zwangsläufige Zusammenarbeit in Hinsicht auf das zu produzierende Gut auch streckenweise von ganz alleine, scheint es doch wichtig, diese noch zu fördern. Das fällt in Zeiten der Digitalisierung allerdings zunehmend leichter.

Einsatz moderner Software

Gerade hier kann der Einsatz von übergreifend organisierender Software, nämlich sogenanntem Enterprise Ressource Planning, äußerst wertvoll sein. Das ERP dient dazu, Daten aus allen Ebenen der Unternehmensstruktur, der Hierarchien und spezifischen Abteilungen zu sammeln, zu speichern, zu analysieren und letzten Endes auch abzubilden.

Wurde diese Software anfangs nur für in Websites organisierten Internetshops angewendet, ist sie heute Bestandteil nahezu aller großen und auch mittelständischen Unternehmen. Hierbei spielt es keine große Rolle, ob der Betrieb als Sparten-, Matrix- oder Primärorganisation strukturiert ist. Diese Software kann in unterschiedlichen Ausprägungen, in spezifischer Funktionstiefe installiert werden und ist im World Wide Web auch als Open Source-Version zu bekommen, was die Kostenintensivität bei der Umsetzung erheblich schmälert.

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