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Personalsuche in sozialen Netzwerken: Neue Normalität

Lesezeit: 2 Minuten Durch die digitale Welt entsteht ein neuer Begriff von Öffentlichkeit. Vieles, was früher privat war, ist heute für jeden sichtbar. Dies gilt auch für die Personalsuche.

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Personalsuche in sozialen Netzwerken: Neue Normalität

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Vor der flächendeckenden Einführung digitaler Medien beschränkte sich das öffentliche Bild von Personen darauf, wie sich die Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld präsentierten. Nur bei persönlichem Kontakt erfuhr man etwas über das Aussehen, die Meinung oder die Interessen.

Heute ist dies anders. Die Online-Communities ermöglichen einen Zugriff auf diese Informationen zu jeder Zeit und von jedem Ort. Durch die Sammlung von Informationen auf verschiedenen Plattformen ergibt sich ein umfassendes Bild. Dies lässt sich nicht wegdiskutieren und kaum verhindern, wenn man am gesellschaftlichen Leben auch in der virtuellen Welt teilnimmt.

Das Risiko des Missbrauchs steht den Chancen gegenüber.

Jeder entscheidet selbst, was die Welt sieht
Die Community-Seiten ermöglichen die detaillierte Entscheidung für die Freigabe von Bildern und anderen Inhalten für alle oder nur für bestimmte "Freunde". So muss davon ausgegangen werden, dass Inhalte, die öffentlich sichtbar sind, vom Eigentümer nicht als "geheim" angesehen werden.

In der Rekrutierung wächst auch die Einsicht, dass private Bilder nicht grundsätzlich verwerflich sind. Sie zeigen – von Extrembeispielen abgesehen – Menschen in Situationen, die zur normalen privaten Lebensführung gehören. Diese finden mit oder ohne Facebook-Präsenz statt.

Eine neue Normalität
Die Öffentlichkeit im virtuellen Raum ist ein neues Phänomen. Zu neu vielleicht, um schon als Normalität begriffen zu werden. Diskussionen rund um Google Street View und jetzt das Scannen von Sozialen Netzwerken zeigen, dass diese neue Transparenz Skepsis erzeugt.

Die Generation der Digital Natives ist noch nicht in die Etagen hineingewachsen, in denen Entscheidungen getroffen werden. Sie stehen bestenfalls auf der Bewerberseite und treffen auf Entscheider, die bewusst die Veränderungen in einer zunehmend digitalisierten Welt und Öffentlichkeit erleben.

Facebook ist nicht allein
Neben dem vielzitierten Facebook existieren viele weitere Online-Communities mit ähnlichen Zielsetzungen. Einige sind themenfokussiert oder ordnen ihre Mitglieder nach regionalen Gesichtspunkten. Wer-kennt-wen oder Lokalisten, studiVZ oder MySpace sind nur einige der bekannteren Communities, in denen sich Mitarbeiter oder Bewerber tummeln könnten.

Zahlreiche spezialisierte Seiten haben ebenfalls ihre Anhänger, desgleichen Portale für Fotos und Videos. Überall finden sich Dokumente der Selbstdarstellung, mal mehr, mal weniger vorteilhaft. Firmen, die Personal in diesen Online-Communities suchen, sollten nicht wahllos, sondern in Kenntnis der Nutzergruppen der einzelnen Seiten ihre Recherchen durchführen. Die Vielfalt ist zu groß, um überall aktiv sein zu können.

Der Hype ist bald beendet
Der Hype um das Scannen von Auftritten in diesen Seiten wird sich legen, je mehr ein "digitales Zuhause" zur Normalität gehört. Die Verantwortung liegt bei jedem einzelnen, seinen Auftritt dort so zu gestalten, wie er nach außen wahrgenommen werden möchte.

Öffentlichkeit bedeutet im digitalen Zeitalter etwas anderes als früher. In einigen Jahren wird man sich über Diskussionen darüber wahrscheinlich ebenso wundern, wie schon heute über die Aufregung zur Volkszählung 1987.

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