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Personalsuche in sozialen Netzwerken: Datenschutz

Lesezeit: 2 Minuten Bei der Planung der Personalbeschaffung gewinnen soziale Netzwerke an Bedeutung. Welche Bedeutung die einzelnen Communities hierfür haben, lesen Sie in dieser Serie.

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Personalsuche in sozialen Netzwerken: Datenschutz

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Oft aussagekräftiger als eine Bewerbungsmappe ist die Präsenz von potenziellen Mitarbeitern in sozialen Netzwerken (Communities). Je nach Art der Community und dem Hintergrund, mit dem sich jemand dort anmeldet und zeigt, findet man dort einen werbewirksamen Auftritt oder interessante, aber nicht für die Arbeitssuche förderliche Einblicke in das Privatleben der Kandidaten.

Um eine missbräuchliche Verwendung von suchenden Unternehmen zu verhindern und die Privatsphäre von Bewerbern zu schützen, wird der Gesetzgeber die Verwendbarkeit von Online-Präsenzen im Einstellungsverfahren wahrscheinlich stark einschränken.

Die Nutzung von Daten aus sozialen Netzen bei der Personalauswahl soll demnach nur noch erlaubt sein, wenn es sich beim Zweck der Präsenz um die Darstellung der beruflichen Qualifikation handelt.

Zielgruppenorientierte Personalsuche in sozialen Netzen
Künftig wird es aufgrund des demographischen Wandels nicht mehr ausreichen, attraktive Stellenanzeigen zu schalten und den Eingang von Bewerbungen abzuwarten.

Bereits heute zeigt sich in einigen Berufszweigen, dass es wichtig ist, dort präsent zu sein, wo potenzielle Bewerber sich aufhalten. Daher sind neben den großen, aber nicht fokussierten Communities wie z. B. XING, StudiVZ oder Facebook insbesondere Fachcommunities für die Personalbeschaffung interessant.

Ingenieure findet man dort, wo Ingenieure sind
Schon bisher war oft die Schaltung einer Stellenanzeige in einem auf eine Berufsgruppe zugeschnittenen Magazin erfolgversprechender als die in einer allgemeinen Tageszeitung.

Ähnlich verhält es sich mit der Suche in sozialen Netzwerken. Hier kehrt sich die Aktivität um; der Arbeitgeber sucht aktiv nach interessanten Profilen. Die gesetzlichen Einschränkungen, die mit der Novellierung des BDSG ins Haus stehen, sind zu beachten, aber schwer zu kontrollieren. Gerade in berufs- oder tätigkeitsbezogenen Netzwerken wird man oft von einem Interesse des potenziellen Kandidaten ausgehen, gefunden zu werden.

Screening zur Personalsuche in sozialen Netzwerken
In Amerika üblich ist der Einsatz von sog. Screenern, die das Netz nach allen verfügbaren Informationen über Kandidaten durchsuchen. Dabei werden Profile, Forenbeiträge, Fotos etc. aus offenen und geschlossenen Communities zusammengetragen und zu einem Gesamtbild zusammengesetzt.

Das europäische Datenschutzverständnis steht dem entgegen, und es ist auch fraglich, ob das dadurch entstehende Bild den Bewerber zutreffend darstellt. Zwar wird kritisiert, dass die vorgesehene gesetzliche Regelung praxisfremd sei, da niemand kontrollieren könne, wo ein Arbeitgeber Daten sammelt. Sie öffnet aber Raum für eine kritische Diskussion und eine Trennung von Spreu und Weizen, wenn es um für eine Besetzungsentscheidung relevante Datenauswahl geht.

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