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Passen Ihre Bewerbungsunterlagen tatsächlich zur ausgeschriebenen Stelle?

Lesezeit: 2 Minuten Eine Vielzahl von Bewerbern beklagt, dass ihre Unterlagen offenbar gar nicht richtig von Personalverantwortlichen gelesen und ihnen deshalb Stellen angeboten werden, die weder zum bisherigen beruflichen Werdegang noch zu den persönlichen Präferenzen passen. Wie Sie am besten mit diesen Fällen umgehen, lesen Sie im nachfolgenden Artikel.

2 min Lesezeit
Passen Ihre Bewerbungsunterlagen tatsächlich zur ausgeschriebenen Stelle?

Passen Ihre Bewerbungsunterlagen tatsächlich zur ausgeschriebenen Stelle?

Lesezeit: 2 Minuten

Manchmal gilt leider, dass gar kein Mensch mehr Ihre Bewerbungsunterlagen bzw. Ihr Bewerberprofil liest, das Sie in einem Online-Kandidatenpool veröffentlicht haben, sondern leider nur noch ein sog. Netcrawler, der Bewerberprofile lediglich nach bestimmten Schlagwörtern scannt (EDV-Kenntnisse, Fremdsprachen usw.), ohne hierbei jedoch zu überprüfen, ob Sie in einem Bereich lediglich über Grundkenntnisse oder vertiefte bzw. sogar Expertenkenntnisse verfügen.

Angenommen, Sie haben in Ihrem Profil bei der französischen Sprache „Schulkenntnisse“ angegeben: Ein Netcrawler wertet das Level Ihrer Kenntnisse nicht aus, sondern findet lediglich das Schlagwort „Französisch“ in Ihrem Profil, sodass es Ihnen passieren kann, dass Sie beispielweise Angebote als Übersetzer von der deutschen in die französische Sprache bzw. umgekehrt erhalten – auch wenn Ihre Kenntnisse dafür aufgrund Ihres Schulwissens in dieser Fremdsprache gar nicht ausreichend sind.

Wenig Achtsamkeit gegenüber Bewerbern durch Personaler

Allerdings kommen solche Fälle jedoch auch vor, wenn ein Mensch aus Fleisch und Blut Ihre Unterlagen liest und Ihnen trotzdem Stellen anbietet, die überhaupt nicht passend sind. Normalerweise sollte man von einem ausreichenden Textverständnis bei Personalverantwortlichen ausgehen können, denn aus Schul- oder Grundkenntnissen werden nicht plötzlich Expertenkenntnisse, auch wenn Sie eine überfreundliche Mail erhalten, in der man Sie als angeblich 100 %-ig passenden Kandidaten für die zu besetzende Stelle identifiziert hat.

In Vorstellungsgesprächen kommt es immer wieder vor, dass Bewerber sich darüber ärgern, weil der Personaler einfach eigene Interpretationen ins Spiel bringt. Wenn beispielsweise in Ihrem Lebenslauf steht, dass Sie x Jahre für ein Out- oder Newplacementunternehmen gearbeitet haben, ist es schon oft genug vorgekommen, dass der Personalverantwortliche dann meinte, der Kandidat hätte für eine Transfergesellschaft gearbeitet. Auch wenn sich die Aufgaben beider Unternehmensformen in gewisser Weise ähneln, so sind es doch zwei unterschiedliche Formen.

Manche Interviewer unterschlagen auch gerne, wenn Sie eines oder mehrere mehrjährige Arbeitsverhältnisse in Festanstellung hatten, sondern sehen im Sinne einer selektiven Wahrnehmung lediglich kürzere, eventuell befristete Arbeitsverhältnisse. Dass der Bewerber sich u. U. in solchen Fällen nicht gerade wertgeschätzt fühlt und das Gefühl hat, man habe sich gar nicht näher mit ihm und seinen Unterlagen beschäftigt, dürfte einleuchten.

Der Umgang mit solchen Fällen

Sollten Sie eine unpassende Stelle angeboten bekommen, weisen Sie den Verfasser des Unternehmens ruhig und bestimmt darauf hin, dass er offensichtlich etwas falsch verstanden bzw. fehlinterpretiert hat. Wenn Sie dann trotzdem eine weitere Mail bekommen, in der man sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen freut, können Sie diese getrost ignorieren.

In Vorstellungsgesprächen können Sie etwaige Fehleinschätzungen und Behauptungen des Personalers natürlich direkt korrigieren und auch ggf. höflich nachfragen, wenn in mehreren Fällen falsche Behauptungen aufgestellt werden, ob Ihre Unterlagen überhaupt richtig gelesen wurden.

Auch wenn Sie sich, gerade im Zuge der Arbeitslosigkeit, eine neue Stelle wünschen: Einen derartig schludrigen, nachlässigen Umgang mit Ihren Unterlagen oder Ihrer Person an sich müssen Sie sich nicht gefallen lassen, zumal dies eher die mangelnde Wertschätzung des Unternehmens Ihnen gegenüber zeigt.

Idealtypischerweise sollte man davon ausgehen können, dass nicht nur Sie sich ausreichend über die Firma und das Aufgabengebiet der zu besetzenden Stelle informiert haben, sondern dass man sich umgekehrt genauso sorgfältig mit Ihren Unterlagen auseinander gesetzt hat, bevor man Sie zu einem Gespräch eingeladen hat.

Bildnachweis: Eisenhans / stock.adobe.com

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