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Effektive Methoden zum Stressabbau

Lesezeit: 3 Minuten Immer mehr Menschen leiden an arbeitsbedingten Stresssymptomen. Dieser Artikel gibt Ratschläge, welche dabei helfen können, das als "Burnout" bezeichnete Krankheitsbild selbst in den Griff zu bekommen, ohne ärztliche oder psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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Effektive Methoden zum Stressabbau

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Die überall erhältlichen Tipps gegen Stress sind zahlreich. Doch zuvor sollten Sie sich mit dem Problem beschäftigen: Stress ist eine natürliche Reaktion des psychisch-biologischen Arrangements "Mensch". Insofern ist an Stress nichts auszusetzen, es sei denn, er dauert so lange an, bis er andere negative Reaktionen hervorbringt – wie dauerhafte Kopf- oder Rückenschmerzen, Lustlosigkeit, aber auch Unausgeglichenheit und Reizbarkeit.

Wenn es Ihnen nicht gelingt, Stressabbau in ein ausgewogenes Verhältnis zu versetzen, müssen Sie gezielte Schritte unternehmen und Scheinlösungen als solche entlarven. Dazu zählen beispielsweise ein Durchhaltewillen, der Sie selbst nicht überzeugt.

Bevor Sie erfolgreich gegen den Stress vorgehen können, ist es erforderlich, die Ursachen zu verstehen. Oftmals sind sie offensichtlich – wie im Fall von beruflicher Überanstrengung, familiärem Chaos oder körperlichem Leiden, manchmal sind sie aber gar nicht so einfach herauszufinden und benötigen die Hilfe eines Experten.

Meistens kennt man jedoch die Ursache von Stress intuitiv und dieser Stress hält nur an, weil man entweder zu schwach ist, gegen die Ursache vorzugehen oder weil andere Faktoren wichtiger sind und man sich für das Erdulden des eigenen Zustands stillschweigend entschieden hat.

Burnout

Stresssymptome wegen Überanstrengung durch Arbeit zählen zu den am stärksten verbreiteten Stressvarianten. Man fühlt sich erschöpft, lustlos und verspürt keinen Grund mehr, morgens überhaupt das Bett zu verlassen. In diesem Fall liegt die Lösung auf der Hand: Sie sollten Ihrem inneren Impuls folgen, einen besseren Ratgeber werden Sie auch mit hohem finanziellen Aufwand nirgends finden.

Doch dies löst Ihr Problem nicht langfristig, da die Gründe in der Struktur der Arbeitswelt, verbunden mit Ihren Ansprüchen an sich selbst zu suchen sind. Insofern können Sie sich nur bemühen – vorausgesetzt, Sie wünschen, Ihr Leben weiter wie gewohnt fortzusetzen – sich der Arbeitswelt besser anzupassen.

Erste Schritte aus dem Burnout

Der erste Schritt liegt darin, das Problem anzuerkennen und zu sehen, wohin es führen würde, wenn Sie es weiterhin ignorieren. Stellen Sie sich vor, sie machen weiter so wie bisher: Was passiert mit Ihnen in ein paar Jahren? Das Burnout wird nicht besser über diese Zeit, es wird Sie stattdessen weiter auszehren und am Ende nichts mehr von Ihnen übrig lassen, das fähig wäre, den mühevoll angehäuften Wert der Arbeit noch irgendwie zu genießen.

Der nächste Schritt besteht in einer realistischeren Einschätzung Ihrer eigenen Leistungsfähigkeit. Perioden intensiver Arbeit müssen sich mit Zeiten von "sinnlos" verausgabter Zeit abwechseln, so sehr es Ihnen auch widerstreben mag. Ein regelmäßiger Rhythmus von Spannung und Entspannung ist hierzu unentbehrlich.

Sport, Wanderungen in der Natur, Entspannungsübungen wie Yoga und so weiter – die Möglichkeiten sind hier sehr vielfältig. Sie müssen lediglich herausfinden, was Ihnen liegt und diese Methoden dann regelmäßig praktizieren und die Wechsel zwischen Spannung und Entspannung in ein praktikables Gleichgewicht bringen.

Ein Gespräch mit nahestehenden Personen kann ebenfalls sehr hilfreich sein: Einerseits versichern Sie sich durch Gespräche sich selbst gegenüber, andererseits hilft das Verständnis von Verwandten und Freunden sehr dabei, den neuen Weg konsequent einzuschlagen.

Sie sollten ebenfalls Ihre Erwartungen an sich selbst vor dem Hintergrund Ihrer Arbeitswelt überprüfen: Wer hat festgelegt, was Sie leisten müssen, um das Arbeitspensum als "erfüllt" anzusehen: Sie selbst, Ihr Chef oder Ihr kollegialer Feind im Büro? Können Sie vielleicht Ihr Arbeitsziel auch mit weniger Perfektionismus und Zeitaufwand ähnlich zufriedenstellend erreichen oder nicht?

Und wenn alles zu sehr auf Ihre eigenen Kosten geht, so ziehen Sie doch einfach diese Kosten in Gedanken von Ihrem Gehalt ab und treten einen Schritt zurück: Früher oder später wird Ihr Körper diesen Schritt sowieso tun: Besser also, Sie bewahren sich Ihre Entscheidungsfreiheit und handeln rechtzeitig.

Burnout ist keine Krankheit, die einen Menschen zufällig befällt – sondern es ist eine Konsequenz aus den eigenen bisherigen Handlungen. Ein Arzt mag vielleicht dabei helfen, die Symptome temporär abzumildern, aber die Ursache kann ausschließlich der oder die Betroffene ausräumen.

Techniken zum Ausgleich und zur Entspannung

Die Natur wirkt in vielen Fällen Wunder – so auch gegen Stress. Eine Wanderung durch eine ruhige, von Pflanzen bevölkerte Umgebung erreicht schon nach kürzester Zeit eine angenehme Linderung akuten Stressempfindens. Besuchen Sie die Natur in regelmäßigen Abständen, so wird sich Ihr Stresspegel signifikant reduzieren.

Sehr empfehlenswert ist dabei ein Spaziergang auf dem Weg zur Arbeit, somit steigen Sie schon entspannt in die Stressmaschine ein, das Stressniveau wird sich am Ende wesentlich weniger angehoben haben, als wenn Sie hektisch aus der Bahn direkt auf Ihren Arbeitsstuhl fallen.

Je nach psychischer Disposition Ihrer Kollegen ist ihre Gegenwart in den Pausen hilfreich oder nicht. Wenn Ihre Kollegen den Stress nur steigern, ist ein kleiner Ausflug nach draußen empfehlenswerter, als die ohnehin nur kurzen Pausenzeiten noch zur Steigerung des Stressfaktors aufzuwenden. Ein kurzer, einsamer Spaziergang kann in diesem Fall nicht schaden.

Damit der Übergang von Stress zu Entspannung gelingt, dürfen Sie natürlich nach Beendigung der Arbeit nicht weiterhin an sie denken. Hier kommen die körperlichen Entspannungstechniken ins Spiel. Insbesondere Übungen wie Yoga empfehlen sich sehr, denn die Integration von Atemtechniken bewirkt zunächst eine Konzentration auf die Physis – Ihre Aufmerksamkeit wird automatisch von der Arbeit weg gelenkt. Im Effekt führt die Technik weiter zu einem psychischen Wohlbefinden, in welchem der ganze Komplex aus Beruf und Arbeit erheblich weniger Gewicht einnehmen kann.

Wenn Sie darüber hinaus noch ausgleichende Freizeit- und Familienbeschäftigungen finden und diese ganz bewusst auf Entspannung auslegen, erreichen Sie ein langfristig harmonischeres Verhältnis zu sich selbst, was wiederum die Empfänglichkeit für Stress an sich maßgeblich reduziert.

Finden Sie also Ihre kreative Balance: Und der Stress wird der Vergangenheit angehören.

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