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Betriebsvereinbarungen – ein wirksames Rezept gegen Mobbing

Lesezeit: 2 Minuten Betriebsvereinbarungen können ein wirksames Rezept gegen Mobbing sein. Lesen Sie die folgenden Mobbing-Tipps, wenn Sie wirklich etwas gegen Mobbing in Ihrem Unternehmen tun wollen!

2 min Lesezeit

Betriebsvereinbarungen – ein wirksames Rezept gegen Mobbing

Lesezeit: 2 Minuten

Jeder Autofahrer weiß, dass das Ignorieren einer roten Verkehrsampel strafbar ist. Die Einhaltung dieser Regel wird vom Staat kontrolliert – und ein Verstoß gegen das Verbot bedeutet Sanktionen (Punkte in Flensburg, Bußgeld, Fahrverbot).

Betriebsvereinbarungen: Stopp vom Prinzip "Kostenlos über die rote Ampel"
Stellen Sie sich nun vor, ab morgen würde niemand mehr die Einhaltung der "Rotlichtregel" kontrollieren. Ganz ehrlich: wer von uns würde rote Verkehrsampeln noch ernst nehmen? Es passiert ja nichts bei einem Verstoß.

Genauso verhält es sich bei Verstößen gegen das (unausgesprochene) Mobbingverbot, denn eigentlich weiß jeder „"normal" denkende Mensch, dass man nicht mobben sollte.

In Unternehmen, die Regeln aufstellen und konsequent überwachen, gibt es keine Mobbing Probleme
Jedes Betriebsmitglied weiß nämlich:

  1. was in diesem Unternehmen unter Mobbing verstanden wird
  2. und mit welchen Sanktionen zu rechnen ist, wenn gegen die festgelegten
    Regeln verstoßen wird.

Beispiele für mustergültige Mobbing Vereinbarungen
So wird bei der Volkswagen AG bereits bei der Verleumdung von Werksangehörigen und deren Familien (!) von Mobbing gesprochen. Absichtliches Zurückhalten von arbeitsnotwendigen Informationen oder sogar Desinformationen gilt ebenfalls als Mobbing. Weiterhin zählen dazu:

  • Drohungen oder Erniedrigungen,
  • Beschimpfungen,
  • unwürdige Behandlung durch Vorgesetzte
  • Zuteilung kränkender, unlösbarer, sinnloser oder gar keiner Aufgaben.

Weitere Mobbing-Definitionen
Im Sozialministerium Baden-Württemberg wird zum Beispiel das Vorenthalten von Führungsdienstleistungen durch fehlende Anleitung oder die Verweigerung einer konstruktiven Mitarbeit als Mobbing betrachtet, ebenso wie der Ausschluss aus – oft informellen – zwischenmenschlichen Kommunikationsformen. Mobbing kann im Vorfeld verhindert werden. Deshalb ist jedem Unternehmen als vorbeugende Maßnahme zu empfehlen, möglichst frühzeitig eine Mobbing-Betriebsvereinbarung zu erstellen.

Was gehört in eine Mobbing-Betriebsvereinbarung hinein?

  • Die Zielsetzung: Was wollen wir mit der Vereinbarung erreichen?
  • Der Geltungsbereich: Innendienst, Außendienst, Verwaltung usw.
  • Die Definition von Mobbing: Was versteht „das Unternehmen“ unter Mobbing?
  • Ansprechpartner: wen können Betroffene (angstfrei) ansprechen?

Maßnahmen und Zeitpläne
Im Mobbing Fall muss nicht unbedingt sofort eine Strafaktion erfolgen. Oft reicht es aus, die Täter mit ihrem Verhalten unmissverständlich zu konfrontieren, in Kommunikation zu schulen – und erst im Wiederholungsfall mit Strafen zu drohen. Der Aufwand für die Abstimmung und Erstellung einer Mobbing-Betriebsvereinbarung stellt eine gute Investition dar, denn Mobbing kann sich kein Unternehmen leisten – wenn es überleben will. Denn Mobbing kann sehr teuer werden.

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