von Klaus Neumann, veröffentlicht in Kommunikation
Der erste Eindruck ist meist entscheidend!
Für den ersten Eindruck gibt es leider keine zweite Chance; dies wurde bereits in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen bewiesen. Lassen
Zwischen 1/6 sec – max. 90 sec. dauert ein "Rundum-Check", danach steht unwiderruflich ein Urteil über die betreffende Person. In diesem extrem kurzen Zeitraum wird von uns entschieden, ob wir unser neues Gegenüber als sympathisch, unsympathisch, erotisch, unerotisch, interessant, uninteressant, intelligent, dumm etc. einschätzen.
Die Entscheidungsfaktoren sind in erster Linie Stimme, Aussehen, Haltung, Körpersprache, Mimik oder Geruch. Der am meisten ausgeprägten Information vertrauen wir zuerst und am allermeisten – das dominanteste Signal ist damit der ausschlaggebende Hauptfaktor für die weitere Gesamtbeurteilung – es kann alle weiteren Signale überstrahlen.
Daher ist es immens wichtig, alle körpereigenen Signale von Beginn an richtig zu setzen. Wenn z. B. Ihre Kleidung perfekt sitzt, aber das Minischildchen von der Reinigung versehentlich noch am Anzug klebt, wird genau dieses Mini-Teil als dominantestes Signal beim Anderen ankommen. Aber denken Sie auch daran: Nobody is perfect – die meisten kleinen Schwächen und Unzulänglichkeiten wirken durchaus sympathisch.
Die körpereigene Attraktivität des anderen ist für die "Magie" des ersten Eindrucks - sympathisch oder unsympathisch - in den allermeisten Fällen nicht ausschlaggebend. Wichtig ist vor allem eine Gepflegtheit und in vielen Fällen eine der Situation angepasste Kleidung. So wird man in Gotik-Kleidung bei einer Banker-Veranstaltung ziemlich für Missbilligung sorgen, während auf einer Hardrock-Party der Anzugträger aufpassen sollte, dass er nicht mit Eiern beworfen wird. Bei allen Situationen ausnahmslos wichtig ist jedoch eine Gepflegtheit des Körpers. Ein z. B. unangenehmer Körpergeruch ist ein absolutes No-Go in allen Lebensbereichen und Begegnungen.
Durch die sog. "Spiegelneuronen" adaptieren wir unmittelbar den Gemütszustand des Gegenübers. Wenn meine Mimik z. B. Unfreundlichkeit ausdrückt, wird unser Gegenüber uns blitzschnell als unsympathisch einschätzen. Versuchen Sie also bereits vor der Begegnung eine innere positive Einstellung zu erreichen. Lächeln Sie, auch wenn es vielleicht schwer fällt in diesem Moment.
Jeder Mensch befindet sich von der ersten Begegnung an in einem bestimmten Status – je nachdem ob er sich z. B. dem Anderen gegenüber unsicher oder sicher fühlt. In Gegenwart vermeintlich oder tatsächlich "Höhergestellten" oder Personen des anderen Geschlechts nimmt man oft unbewusst einen unterwürfigen Tiefstatus ein.
Genau dieses unterwürfige Verhalten nebst einer devot wirkenden Körpersprache sollten Sie aber nicht an den Tag legen, denn dies führt meist zu einem für Sie unvorteilhaften Gesprächsverlauf.
Einer höhergestellten Persönlichkeit sollte man zwar mit Respekt begegnen, jedoch nicht mit einer würdelosen Untertänigkeit. Vereinzelte Elemente von Tieferstatus wie eine Verbeugung sind dagegen eine Referenzbezeugung dem Ranghöheren oder dem Gleichgestellten gegenüber und keine Katzenbuckelei.
Üben Sie vor einer wichtigen Begegnung, wie Sie diesen Moment des ersten Treffens erfolgreich meistern können (trainieren Sie z. B. mit einem Freund oder einer Freundin):

Mehr Erfolg mit Der große Knigge: Mit Hilfe dieses Handbuchs treten Sie immer so auf, wie Sie es...

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