Rente

Mit diesen 3 Schritten berechnen Sie Ihre individuelle Rentenlücke

Mit diesen 3 Schritten berechnen Sie Ihre individuelle Rentenlücke
geschrieben von Burkhard Strack

Für Millionen Bundesbürger wird die staatliche Altersrente nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu erhalten. Indem Sie Ihre individuelle Rentenlücke berechnen, können Sie einen eventuellen Fehlbetrag feststellen, um hiernach eine zusätzliche Vorsorge im privaten oder betrieblichen Bereich vorzunehmen.

Im Folgenden wird Ihnen in drei Schritten erläutert, wie Sie Ihre persönliche Rentenlücke berechnen können.

Warum das Rentenlücke berechnen immer wichtiger wird

So sicher die Rente in Deutschland sprichwörtlich sein mag – ihre Höhe ist es für eine sichere Lebensführung immer häufiger nicht mehr. Bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 2.500 Euro und 35 Jahren Vollbeschäftigung erhält ein Bundesbürger knapp 700 Euro Rente – Geld, das kaum für die Lebensführung ausreicht und über Jahrzehnte hinweg durch steigende Lebenshaltungskosten sukzessive weniger wird.

Das Risiko der Altersarmut ist für Millionen Menschen hierzulande gegeben und legt eine private Vorsorge nahe, um die staatliche Rente aufzustocken. Um eine angemessene Zusatzrente abzuschließen, die mit ihren monatlichen Beitragszahlungen nicht überfordert, sollten Sie Ihre konkrete Rentenlücke berechnen.

Schritt 1: Aktuelle Rentenansprüche ermitteln und hochrechnen

Um eine Versorgungslücke zu erkennen, muss im ersten Schritt herausgefunden werden, wie viel staatliche Rente nach den aktuellen Rahmenbedingungen zu erwarten ist. Ein einfacher Weg ist der Blick in den jährlichen Rentenbescheid, den die Deutsche Rentenversicherung versendet. Neben den bislang gesammelten Rentenpunkten und den aktuellen Rentenansprüchen wird im Bescheid eine Prognose gegeben, welche Altersrente mit dem 67. Lebensjahr bei einem gleichbleibenden Jahresbruttoeinkommen erwartet werden darf.

Falls ein Rentenbescheid gerade nicht zur Hand ist, wird die Berechnung über spezielle Vergleichsplattformen im Internet notwendig. Anhand grundlegender Eingaben, wie der aktuellen Gehaltshöhe, dem Geburtsjahr und der prognostizierten Gehaltssteigerung geben die Rentenrechner aus, welche Rentenhöhe im Alter 67 auf Sie wartet. Auch das Einrechnen der Inflation für eine bereinigte Rentenhöhe wird hierbei möglich.

Eine Beispielberechnung zeigt: Ein heute 35-jähriger mit 2.500 Euro brutto im Monat und bereits gesammelten zehn Rentenpunkten darf mit einer Altersrente von knapp 1.700 Euro rechnen, wobei eine Gehaltssteigerung von einem Prozent und einer jährlichen Inflation von 1,5 % eingeflossen sind.

Schritt 2: Ihre Bedürfnisse zum Lebensabend hin ermitteln

Ist die voraussichtliche Rentenhöhe bekannt, muss im zweiten Schritt ermittelt werden, wie viel Geld nach Eintritt ins Rentenalter benötigt wird. Hier fließen persönliche Faktoren wie Ihre aktuelle Lebensführung, eine Familie und sonstige Ansprüche ein. Für unser Beispiel sei von einer Kleinfamilie in einer Mietwohnung ausgegangen, die aktuell einen monatlichen Betrag von 1.400 Euro zur Lebensführung benötigen.

Auf den ersten Blick scheinen die ermittelten 1.700 Euro diesen Betrag zu decken, allerdings wurde die Inflation für die nächsten drei Jahrzehnte nicht in die aktuellen Haushaltsausgaben eingerechnet. Dies sollte mit dem oben verwendeten Inflationsschätzwert von 1,5 % erfolgen, der Betrag von 1.400 Euro ist somit immer wieder mit dem Faktor 1,015 zu multiplizieren. Dies liefert nach 32 Jahren ein Ergebnis von circa 2.250 Euro – eine echte Rentenlücke liegt vor.

Schritt 3: Die Rentenlücke mit einer intelligenten Vorsorge schließen

Zum Rentenlücke berechnen ist abschließend die Differenz zwischen 2.250 Euro und 1.700 Euro zu bilden, was konkret 550 Euro ergibt. Dieser Betrag fehlt somit voraussichtlich ab dem 67. Lebensjahr, wird jedoch zur Lebensführung benötigt. Mit dem Abschluss von Versicherungsprodukten über den Arbeitgeber oder als private Altersvorsorge ist nun dieser Betrag gesondert abzusichern, wobei für eine gehobene Sicherheit konservative Anlagemodelle zu bevorzugen sind.

Ein gewisser Spielraum sollte hierbei einkalkuliert werden, da das Rentenlücke Berechnen bei einigen Rechengrößen ausschließlich mit Schätzwerten und groben Prognosen arbeitet.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Dieser Artikel wurde noch nicht bewertet!
Please wait...

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

Leave a Comment