Homöopathie Praxistipps

Zahnfleischentzündungen und Maulgeschwüre bei Hund und Katze

Zahnfleischentzündungen und Maulgeschwüre bei Hund und Katze
geschrieben von Gabriele Zuske

Viele Tiere leiden unter Zahnfleischentzündungen oder Geschwüren im Maul, die fast immer mit Antibiotika und Cortison behandelt werden müssen. Solange diese Medikamente noch helfen, scheint die Welt in Ordnung zu sein. Die Probleme beginnen erst, wenn das Tier nicht mehr auf die Medikamente anspricht. Dann bleiben oft nur Interferon oder das Ziehen der Zähne übrig.

Bevor bei Hunden oder Katzen die Zähne wegen einer Zahnfleischentzündung gezogen werden, sollte eine homöopathische Behandlung versucht werden

Gingivitis, oft begleitet von einer Epulis, einer Zubildung von wildem Zahnfleisch, ist für Tiere sehr unangenehm, weil das Fressverhalten durch die Schmerzen stark beeinflusst wird.

Oft helfen Antibiotika und Cortison nur einige Zeit gegen die Entzündung und das wilde Fleisch muss häufig operativ entfernt werden. Das kann wiederum zu einer gestörten Futteraufnahme führen.

Wenn Antibiotika und Cortison nicht mehr helfen, sollte man versuchen, mit homöopathischen Mitteln zu behandeln, bevor der oft letzte Schritt, das Ziehen der Zähne, durchgeführt wird. Bei operativen Eingriffen hilft, wie bei allen körperlichen Verletzungen, Arnica davor und danach gut, die Schmerzen zu beheben.

Bei Epulis sollte man Mittel wie Calcium Carbonicum oder Thuja berücksichtigen. Wenn das Zahnfleisch geschwürig ist, könnten nach der Abgleichung des Arzneimittelbildes ApisMercurius oder Kreosotum dem Tier gegen die Entzündung helfen.

Bei allen Geschwüren die im Grenzbereich der Haut/Schleimhaut auftreten, muss immer an Acidum Nitricum gedacht werden. Wichtig dabei ist, dass das Mittel möglichst gut zu den Symptomen und zum Tier passt. Oft helfen homöopathische Mittel bei Zahnfleischentzündungen eine Weile sehr gut und plötzlich kaum noch. Dann sollte ein Mittelwechsel vorgenommen werden.

Der Körper reagiert oft gut auf die ersten Gaben eines Mittels. Wenn dieses Mittel aber zu häufig verabreicht wird, verpufft die Wirkung, weil der Körper immer wieder die gleichen Informationen erhält. Darum kann ein Wechsel des homöopathischen Mittels helfen, dem Körper neue Informationen zukommen zu lassen.

Umstellen der Ernährung

Bedenken sollte man auch, dass eine Ernährungsumstellung bei Zahnfleischerkrankungen behilflich sein kann. Grobe Fleischstücke massieren das Zahnfleisch besser, als Futterbrei aus der Dose. Die Nahrung von Hund und Katze besteht in der Natur aus größeren Fleischstücken. Diese Art der Ernährung sollte man so gut es möglich ist nachempfinden, um das Zahnfleisch auf natürliche Art zu stimulieren.

Das Immunsystem unterstützend beeinflussen

Mit dem homöopathischen Mittel Echinacea unterstützt man das Immunsystem. Da es oft stark beeinflusst ist sollte man hier unbedingt eingreifen. Vitamin E, Kollostrum und Vitamin C (hier bitte vorsichtig dosieren, da es zu Durchfall führen kann!) können ebenso unterstützend eingesetzt werden, um das Immunsystem zu stützen. Wenn Reaktionen auf die homöopathischen Mittel ausbleiben, kann eine Gabe Sulfur als Reaktionsmittel eingesetzt werden.

Bildnachweis: kalypso0 / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Gabriele Zuske

Gabriele Zuske ist Expertin für Tierpsychologie und Tierhomöopathie. Auf experto.de zeigt sie Möglichkeiten auf, wie Ihre Tiere mit sanfter Methode behandelt werden können.