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Wie Sie Senioren für Vereinsarbeit begeistern können

Lesezeit: 2 Minuten Alle reden vom demografischen Faktor und grämen sich, dass die Vereine überaltern. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie viel Potenzial in der Generation über 60 Jahre schlummert, Erfahrung und Fertigkeiten vorhanden sind, die der Vereinsarbeit dienen können? Begeistern Sie Ihre Senioren für Vereinsarbeit und Sie werden reich belohnt!

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Wie Sie Senioren für Vereinsarbeit begeistern können

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Die Menschen werden immer älter und sind nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben meist fit und aktiv. Das Bild einer siechen Generation in den Altersheimen ist verfälscht, denn hier handelt es sich in der Regel um Hochbetagte, die sich aufgrund ihrer multimorbiden Konstellation nicht mehr alleine versorgen können. Zwar wächst ihre Anzahl rapide an, aber es ist der Tatsache geschuldet, dass sich die Lebenserwartung deutlich erhöht hat.

Viele Leute, die das Rentenalter gerade überschritten haben, sind keineswegs siech. Sie streben danach, etwas Sinnvolles zu tun und die gewonnene Freizeit aktiv zu gestalten. Nutzen Sie dieses Potenzial für Ihren Verein und geben Sie älteren Vereinsmitgliedern die Gelegenheit, sich im Ehrenamt aktiv am Vereinsleben zu beteiligen. Erfahren Sie hier, wie Sie Senioren für Vereinsarbeit begeistern können.

Mehr zur Vereinsarbeit erfahren Sie hier.

Die Erfahrung des Alters für den Verein nutzen

Es sind Ingenieure, Verwaltungsfachleute, Handwerker, Finanzexperten und mehr (bitte hierbei auch immer das weibliche Pendant beachten), die eine Menge berufliche Erfahrung mitbringen. Das kann der Vereinstätigkeit von großem Nutzen sein. Durchforsten Sie Ihre Mitgliederliste, auf welche Leute solche Kriterien zutreffen.

Sprechen Sie sie an und fragen einfach frank und frei, ob sie schon einmal darüber nachgedacht haben, wie das Vereinsleben interessanter gestaltet werden könnte. Mehr als eine Absage können Sie nicht bekommen.

Werfen Sie dann aber nicht gleich die Flinte ins Korn, sondern gehen Sie weiter auf die Suche. Sie werden mit Sicherheit fündig und erstaunt sein, wie viele gute Impulse Sie erhalten. Der nächste Schritt ist, diese Mitglieder jenseits der 60, Ihre Senioren, für die Vereinsarbeit zu begeistern.

Hat Ihr Verein einen Seniorenbeauftragten?

Der Begriff "Best Ager" ist im Marketing und in der Sozialwissenschaft ein fester Begriff, wenn auch nicht durchweg positiv besetzt, wobei er sich deutlich moderner und flotter als Senior oder Seniorin anhört. Im Grunde genommen ist es so, dass Menschen über 60 das beste Alter schon lange überschritten haben, also wohl kaum "Best Ager" sind.

In der Vermarktung von Produkten kann man den Begriff gerade noch gelten lassen, denn er zielt auf die einkommensstarke Gruppe der älteren Generationen. Für einen Verein ist es eher angemessen, Menschen über 60 als Senioren zu bezeichnen. Angesichts der Tatsache, dass diese Altersgruppe immer weiter wächst, sollte ein Verein einen Seniorenbeauftragten oder sogar mehrere benennen, die sich um die Belange dieser Generation kümmern.

Allerdings müssen die Seniorenbeauftragten vom Vorstand unterstützt werden, denn ohne Rückendeckung und Hilfe werden sie schnell das Handtuch werfen. 

Eigene Programme für Senioren und generationsübergreifende Projekte

Wenn Ihr Verein gut vernetzt ist mit anderen Organisationen, mit Behörden und gesellschaftlich relevanten Gruppen, wird es Ihnen leicht fallen, Projekte auf die Beine zu stellen, an denen Senioren Spaß haben und gerne mitarbeiten. Sammeln Sie Ideen mit Ihren älteren Vereinsmitgliedern und binden Sie sie bei der Realisierung der besten Ideen mit ein.

Nutzen Sie die Seniorenbeauftragten als Bindeglied zwischen Vorstand und älteren Mitgliedern und finden Sie so heraus, wo Sie Schwerpunkte in der Vereinsarbeit für Senioren setzen sollten. Es bietet sich die Zusammenarbeit mit Schulen an, wo sehr schöne generationsübergreifende Projekte umgesetzt werden können.

Jeder, sowohl ganz junge als auch ältere Menschen, können ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten einsetzen und gemeinsam etwas Spektakuläres auf die Beine stellen: Ein Theaterstück, ein Kunstwerk, ein Gebäude, einen sportlichen Event oder vieles mehr. 

Die Arbeit im Ehrenamt ist unverzichtbar, denn ohne ehrenamtliches Engagement würde die Gesellschaft auseinanderbrechen. Lesen Sie zu dem Thema auch folgende Artikel:

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