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Wie Sie Gallen beim Pferd mit Schüßlersalzen behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Bei Gallen handelt es sich um rundlich geformte Verdickungen direkt an den Gelenken, Sehnenscheiden oder auch Schleimbeuteln. Häufig erkennt der Pferdehalter sie jedoch auch an den Fesselgelenken oder Beinen. Um Ihrem Pferd eine schnelle Genesung dieser Erkrankung zu ermöglichen, können die biochemischen Mineralsalze nach Dr. med. W. Schüßler eine gute Alternative darstellen.

2 min Lesezeit
Wie Sie Gallen beim Pferd mit Schüßlersalzen behandeln

Wie Sie Gallen beim Pferd mit Schüßlersalzen behandeln

Lesezeit: 2 Minuten

Tritt die Gallen am Sprunggelenk des Pferdes auf, so bezeichnet man diese auch als Kreuzgallen. Der bekannteste Begriff ist jedoch die Piephacke, hierbei befindet sich die Gallen direkt am Fersenhöcker.

Hierbei kommt es zu einer Bursitis (Schleimbeutelentzündung mit Flüssigkeitsansammlung) und es entsteht das beulenförmige Aussehen. In äußerst seltenen Fällen treten die Gallen auch am Vorderbein des Pferdes auf, was dann als Stollbeulen bezeichnet wird. Liegt eine Entzündung vor, so können die Gallen sich warm anfühlen und die Größe eines Tennisballes annehmen. In den meisten Fällen verspüren die Pferde nur einen leichten Schmerz und lahmen durch die Gallen nur manchmal.

Die Ursachen der Gallen

Die Gallen können durch folgende Kausalitäten entstehen (unvollständige Aufzählung):

  • zu große Belastung beim Ausreiten des Pferdes, z. B. Reiten auf zu hartem Untergrund (harter Boden, z. B. Pflastersteine oder Asphalt)
  • zu frühes Einreiten junger Pferde
  • versehentlicher oder auch gewollter Tritt eines anderen Pferdes
  • Fütterungsfehler
  • zu wenig Bewegung
  • gestauter oder gestörter Abtransport von Stoffwechselendprodukten (z. B. nach einer Operation oder einer Verletzung)

Auch zu langes Liegen auf hartem Boden fördert Gallen.

Die Behandlung mit den Schüßlersalzen

Praxismäßig haben sich die unten aufgeführten biochemischen Mineralsalze nach Dr. med. W. Schüßler beim betroffenen Pferd sehr bewährt:

Kommt es bei den Gallen zu einer Entzündung, so hat sich die Vergabe der biochemischen Mineralsalze Nr. 3 Ferrum phosphoricum D6 und Nr. 11 Silicea D12 sehr bewährt. Verabreichen Sie bei einer Entzündung morgens und mittags das Schüßlersalz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D6 und abends das biochemische Mineralsalz Nr. 11 Silicea D12.

Für einen gesunden Knochenaufbau und Verleihung einer entsprechenden Stabilität und gleichzeitigen Elastizität der Knochen, Sehnen und Bänder, kann zusätzlich das biochemische Mineralsalz Nr. 1 Calcium fluoratum D12 den oben aufgeführten Schüßlersalzen hinzugegeben werden.

Sie können Ihrem Pferd auch durch äußerliche durchgeführte feucht-kalte Umschläge mit einem aufgebrühten Arnika-Blüten-Tee helfen. Diese Umschläge können dann morgens und auch abends erneuert werden. Ein besseres Resultat können Sie dadurch erzielen, indem Sie auf den Wickel noch zusätzlich Heilerde mit dem Arnika-Blüten-Tee vermischen. Die Dosierung des Arnika-Blüten-Tees liegt bei 2 EL pro Liter Wasser. (Mit kochendem Wasser aufbrühen und 10 Minuten verdeckt ziehen lassen.)

Für die Verringerung der Gelenkflüssigkeit und deren Abbau und Abtransport verabreichen Sie Ihrem Pferd bitte die biochemischen Mineralsalze Nr. 8 Natrium chloratum D6 (Regulation des Wasserhaushaltes) und die Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 (Anregung des Stoffwechsels und Abtransport der vermehrten Flüssigkeit).

Dosierung der biochemischen Mineralsalze

Das beste Resultat erzielen Sie mit den Schüßlersalzen, indem Sie Ihrem Pferd 3 mal täglich eine Mischung aus den oben aufgeführten biochemischen Mineralsalzen in lauwarmem Wasser aufgelöst mittels einer 60 ml Einwegspritze langsam ins Maul verabreichen. Hierbei verabreichen Sie jeweils 8 bis 10 Tabletten der aufgezählten Schüßlersalze.

Neben den oben aufgeführten Umschlägen mit Arnika-Blüten-Tee, können Sie auch morgens die Schüßlersalz-Salbe Nr. 1 Calcium fluoratum D12, mittags die Schüßlersalz-Salbe Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 und abends die Schüßlersalz-Salbe Nr. 11 Silicea D12 die betroffenen Stellen einreiben.

Achten Sie auch darauf, was gefüttert wird. Meiden Sie eine Silage-Fütterung, besonders die Maissilage, da diese zu viel Phosphor enthält, was wiederum die Gallen in der Entstehung bereits sehr begünstigt. Des Weiteren sparen Sie bitte mit der Vergabe von Getreide und Weizenkleie, da auch hier sehr viel Phosphor enthalten ist.

Besser geeignet ist eine Heufütterung. Als Leckerli verabreichen Sie Ihrem Liebling Rübenschnitzel, die sehr viel Calcium für einen gesunden Knochenbau beinhaltet. Auch kohlensauerer Futterkalk kann dem Futter beigemengt werden. Er enthält auch sehr viel Calcium.

Bildnachweis: Grigorita Ko / stock.adobe.com

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