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Welcher Laufschuhtyp für welchen Läufer?

Lesezeit: 2 Minuten Moderne Laufschuhe sind hochtechnisierte "Präzisionswerkzeuge". Die Wahl des richtigen Laufschuhs ist daher umso wichtiger. Doch bei der gewaltigen Auswahl an Wettkampfschuhen, Stabilschuhen, Neutralschuhen oder Natural-Running-Schuhen kann man sich schon die Frage stellen, welcher Laufschuhtyp denn nun der richtige für Sie ist. Hier erfahren Sie es.

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Welcher Laufschuhtyp für welchen Läufer?

Welcher Laufschuhtyp für welchen Läufer?

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Neutralschuhe & Stabilschuhe: Der Allrounder fürs Training

Wie der Name schon andeutet, zeichnen sich Neutralschuhe in erster Linie dadurch aus, dass sie neutral gebaut sind und den Fuß in keinerlei Führung zwingen. Wer seit ein paar Jahren läuft und nie Probleme hatte, darf sich normalerweise zur Gruppe der Neutralläufer zählen. Neutralschuhe sind gut gedämpft und zugleich verhältnismäßig leicht, weswegen sie als der perfekte Trainingsschuh für die meisten Läufer gelten.

Einzig, wenn Sie zu den schwereren Läufern im Lande gehören und 80 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen, sollten Sie zu einem Stabilschuh greifen. Auch dieser Typ enthält keine Führungselement, er eignet sich somit ebenfalls für Läufer ohne Fehlstellungen. Der größte Unterschied zu einem Neutralschuh ist die stärkere Dämpfung. Außerdem sind Stabilschuhe ein bisschen robuster gebaut, weswegen sie auch ein wenig schwerer sind.

Bewegungskontrollschuhe

Dieser Typ Laufschuh ist vor allem etwas für Jogger mit starken Fehlstellungen beim Laufen (Überpronation bzw. Supination). In den Schuh eingearbeitete Stützen sollen den Fuß beim Aufsetzen in eine „gesunde“ Position bringen. Allerdings sind Bewegungskontrollschuhe nicht unumstritten. Immer mehr Biomechaniker und Sportwissenschaftler glauben, dass Bewegungskontrollschuhe Fehlstellungen nicht nur nicht lindern, sondern die Problematik sogar noch verschlimmern können.

Bevor Sie sich einen Bewegungskontrollschuh kaufen, sollten Sie daher zunächst einen Sportarzt oder einen Orthopäden konsultieren. Erkennt der tatsächlich einen Hang zu Überpronation oder Supination, ist eine individuell angepasste Einlage – in einem Neutral- oder Stabilschuh getragen – oftmals die bessere Alternative.

Wettkampfschuhe

Wie der Name schon vermuten lässt, sind Wettkampfschuhe vor allem für den Einsatz am Tag X konzipiert. Wettkampfschuhe sind vor allem auf Gewichtsersparnis ausgelegt, weswegen bei vielen Modellen komplett auf Dämpfungselemente verzichtet wird.

Dass alle Top-Leute auf der Marathonstrecke einen solchen Schuh tragen, sollte Sie nicht irreführen. Für einen Hobbyläufer tun es auch im Wettkampf normalerweise leichte, bequeme und eingetragene Neutralschuhe – zumal sich der Körper auch erst an das Laufen mit minimaler Dämpfung gewöhnen muss. Ansonsten drohen schnell Überlastungserscheinungen.

Natural Running-Schuhe

Auf die Gewöhnung kommt es auch bei Natural Running-Schuhen an. Auch Natural Running-Schuhe verzichten weitgehend auf Dämpfungselemente. Der Hauptunterschied zu Wettkampfschuhen besteht darin, dass Natural Running-Schuhe auch für den dauerhaften Einsatz im Training konzipiert sind.

Sie sollen den Läufer wieder an das natürliche Bewegungsmuster heranführen, den Barfußlauf. Denn anders als beim „zivilisierten“ Gehen und Laufen, bei dem die meisten Menschen den Boden zuerst mit der Ferse berühren, nutzen wir beim Barfußlauf unsere natürliche Dämpfung, indem wir mit dem Ballen zuerst aufsetzen.

Dieser Philosophie folgt auch das Natural Running: Eine mittel- bis langfristige Umstellung auf den Ballen- oder Mittelfußlauf soll das Laufen ökonomisieren und zugleich die Verletzungshäufigkeit verringern. Hat der Läufer das verinnerlicht, benötigt er auch keine zusätzliche Dämpfung mehr.

Soweit die Theorie. In der Realität ist es aber so, dass viele Läufer Monate oder sogar Jahre brauchen, um sich auf das Natural Running einzustellen. Natural Running-Schuhe sollten daher dosiert getragen werden. Für Läufer mit mehreren Jahren Erfahrung ist ein Paar Natural Running-Schuhe ein guter Zweit- oder Drittschuh.

Trailschuhe

Trailschuhe sind vor allem für Läufe abseits der befestigten Wege im Herbst und Winter konzipiert worden. Wer gerne über Stock und Stein unterwegs ist und auch Pfützen nicht scheut, ist mit dem Kauf eines Paars Trailschuhe gut beraten.

Die herausragenden Unterschiede gegenüber einem Neutral- oder Stabilschuhe sind die größere Steifigkeit, das ausgeprägtere Profil und die größere Wasserundurchlässigkeit – allesamt Eigenschaften, die bei Matsch und glitschigem Untergrund hilfreich sind. Für Läufe auf trockenen Waldwegen oder gar auf Asphalt sind Trailschuhe allerdings nicht geeignet.

Bildnachweis: lassedesignen / stock.adobe.com

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