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Welche psychischen Ursachen können Rückenschmerzen haben?

Lesezeit: 2 Minuten Rückenschmerzen gehören mit zu den häufigsten Beschwerden, wegen denen Menschen einen Arzt aufsuchen. Sehr häufig kann keine organische Ursache gefunden werden, die den Rückenschmerz erklären könnte. In den Fokus der Behandlung rücken daher psychische Ursachen, wie seelische Belastungen und Stress. Wenn Sie die kennen, können Sie gegen Ihre Rückenschmerzen vorgehen.

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Welche psychischen Ursachen können Rückenschmerzen haben?

Welche psychischen Ursachen können Rückenschmerzen haben?

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Das bedeutet nicht, dass Menschen, die unter Rückenschmerzen leiden, psychisch krank sind oder sich die Schmerzen nur einbilden. Oftmals sind berufliche Überlastung, Angst vor einem Arbeitsplatzverlust oder Konflikte in der Familie oder am Arbeitsplatz Auslöser für Rückenschmerzen. Wer ständig unter Stress steht, der verspannt und diese Verspannungen können Schmerzen auslösen.

Der Rücken als Teil des Bewegungsapparates gibt Halt und Stütze

Die körperlichen Ursachen für Rückenschmerzen können vielfältiger Natur sein. Verschleiß, Fehlhaltungen, zu wenig Bewegung, Bandscheibenvorfälle, Übergewicht, Unfälle oder Osteoporose sind nur einige der Gründe, die zu Rückenschmerzen führen.

Häufig genug jedoch lassen sich keine körperlichen Ursachen für die Rückenschmerzen finden. Wenn Sorgen und Stress niederdrücken, fällt es schwer, Haltung zu bewahren.

Redensarten

Im Alltagssprachgebrauch gibt es einige Redewendungen, die einen Zusammenhang zwischen Psyche und Rücken nahelegen:

  • Beweise Rückgrat.
  • Geh aufrecht durchs Leben.
  • Lass dich nicht hängen.
  • Mir sitzt die Angst im Nacken.
  • Es lastet alles auf meinen Schultern
  • Man muss ein breites Kreuz haben, um alles auszuhalten.
  • Ich stehe mit dem Rücken zur Wand.
  • Jemandem in den Rücken fallen.
  • Ich halte jemandem den Rücken frei.

Welche Fragen Sie sich stellen sollten, wenn Sie vermuten, dass ihre Rückenschmerzen eine psychische Ursache haben:

  • Gibt es einen Auslöser für meine Rückenschmerzen?
  • Gibt es bestimmte Situationen, die immer wieder zu Rückenschmerzen führen?
  • Habe ich Gefühle, die ich lieber nicht an die Oberfläche lasse?
  • Bin ich überlastet?
  • Was wollen mir die Rückenschmerzen sagen?
  • Habe ich mich gestritten? Bin ich über etwas wütend oder traurig?
  • Auf wen reagiere ich so und warum?

Bei leichten Rückenschmerzen hilft Wärme zur Linderung. Bei dauerhaften oder sehr starken Schmerzen kann die Einnahme von Schmerzmitteln hilfreich sein, um den Teufelskreis von Schonung während der Schmerzen und daraus resultierenden noch stärkeren Schmerzen zu unterbrechen.

Eine psychotherapeutische Begleitung der Behandlung kann sinnvoll sein, aber oft reicht es auch aus, wenn Sie lernen sich zu entspannen. Erlernen Sie ein Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, das Autogene Training oder die Meditation.

Seien Sie offen gegenüber ihrem Arzt und berichten von ihren Sorgen und Nöten, damit der psychische Faktor bei der Entstehung der Rückenschmerzen mit in die Diagnosefindung und damit auch in die Therapie einfließen kann.

Bildnachweis: anetlanda / stock.adobe.com

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