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Warum man den Blutdruck immer an beiden Armen messen sollte

Lesezeit: 2 Minuten Ein erhöhter Blutdruck ist immer auch eine Gefahr fürs Herz und erhöht das Risiko für Verschlusskrankheiten wie Arteriosklerose, Schlaganfall und Herzinfarkt. Aber nur weil der Blutdruck am linken Arm normal ist, heißt das nicht, dass der Blutdruck auch am rechten Arm stimmt.

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Warum man den Blutdruck immer an beiden Armen messen sollte

Warum man den Blutdruck immer an beiden Armen messen sollte

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Ein unterschiedlicher Blutdruck an beiden Armen ist keine Seltenheit. Solange die Werte sich nicht zu stark voneinander unterscheiden, ist ein unterschiedlicher Blutdruck auch kein großes Problem. Je größer der Unterschied zwischen den Werten, desto höher ist auch das Risiko, an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) oder an gravierenden Herzproblemen zu leiden.

Vorsicht vor hohem Blutdruck

Im Optimalfall liegt der Blutdruck bei einem Wert von 120/80 mmHg. Ab einem Wert von 140/95 mmHg spricht man von einem erhöhten Blutdruck. Da das Herz mehr gegen diesen Druck arbeiten muss, erhöht sich unter anderem das Risiko für eine chronische Herzschwäche. Auch die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt ist durch den erhöhten Blutdruck gesteigert. Um ein Risiko zu vermeiden, sollte man regelmäßig den Blutdruck messen lassen.

In jeder Apotheke und beim Hausarzt kann man den Blutdruck in der Regel sogar kostenlos messen lassen. Es lohnt sich, dieses Angebot regelmäßig anzunehmen. Achten Sie aber darauf, den Blutdruck an beiden Armen messen zu lassen.

Jeder Fünfte hat einen unterschiedlichen Blutdruck

Laut einer englischen Meta-Analyse (Journal of Human Hypertension 2006; 20: 923-31) unterscheidet sich bei fast 20 Prozent der Bevölkerung der obere (systolische) Wert des Blutdrucks zwischen dem rechten und dem linken Oberarm um 10 mmHG oder sogar mehr. Lag der Wert darunter, galt der Unterscheid als irrelevant. Bei knapp fünf Prozent beträgt die Differenz sogar mehr als 20 mmHg. Bei dem unteren (diastolischer) Wert waren es sogar über acht Prozent.

Welche Konsequenzen haben diese Unterschiede

Je größer die Unterschiede zwischen den Armen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für Herz- oder Gefäßkrankheiten wie Arteriosklerose, also die umgangssprachlich Arterienverkalkung genannte Verschlusskrankheit. Betroffen sind hier vor allem die äußeren Gliedmaßen. Betrug der Unterschied 15 mmHg, war das relative Risiko für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit zweieinhalb Mal so groß. Das Risiko für eine tödliche Herzkrankheit war um rund 70 Prozent höher.

Es gibt zwar effektivere Methoden, um die Herzgesundheit und den absoluten Blutdruck zu ermitteln. Die Blutdruckmessung am Oberarm ist aber sehr einfach und meistens gibt sie auch Aufschluss über die Herzgesundheit. Dennoch sollten Sie regelmäßig den Blutdruck an beiden Armen messen lassen. So können Sie die gefährlichen Unterschiede rechtzeitig entdecken.

Bildnachweis: stokkete / stock.adobe.com

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