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So führt Schnarchen nicht zum ständigen Stress in der Beziehung

Lesezeit: 2 Minuten Wenn Nacht für Nacht im Schlafzimmer ganze Wälder abgeholzt werden und der Schlaf flüchtet, wird dies zu einer ernsten Belastung für die Beziehung. Der Schnarcher und auch sein Partner sind am Morgen unausgeschlafen. Stress ist absehbar. Doch Vorwürfe helfen nicht weiter. Tun Sie etwas dagegen.

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So führt Schnarchen nicht zum ständigen Stress in der Beziehung

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Kein Schnarchen ohne Ursache

Auch wenn jeder Mensch hin und wieder schnarcht, hat ein immer wiederkehrendes Schnarchen Gründe. Diese können auf den unterschiedlichsten Gebieten liegen. Damit Sie Ihre nächtlichen Geräusche dauerhaft in den Griff bekommen, bedarf es beinahe detektivischer Forschung. Allerdings lohnt sich dieser Aufwand. Schnarchen bedeutet für Sie konstanten körperlichen und seelischen Stress.

Warum schnarchen Sie?

  • Haben Sie Atemprobleme? Ihr erster Gang sollte Sie zum HNO-Arzt führen. Dort werden körperliche Ursachen, wie verkrümmte Nasenscheidewände, ein zu langes Rachenzäpfchen oder erschlaffte Gaumensegel festgestellt. Auch akute oder chronische Infektionen der Schleimhäute können zum Schnarchen führen. Ganz besonders wichtig ist die medizinische Abklärung einer Schlaf-Apnoe. Dabei setzt der Atem kurzzeitig aus und wird mit lautem Schnarchen wieder eingesogen. Eine solche Atemunterbrechung gilt als Grund für viele Folgeerkrankungen.
  • Sind Sie übergewichtig? Menschen mit ein paar Pfündchen zu viel, neigen zum Schnarchen – zumal dann, wenn sie nicht mehr ganz jung sind.
  • Schlafen Sie auf dem Rücken? Dann kann es passieren, dass beispielsweise Ihre Zunge entspannt zurückfällt und den Rachen verengt. Auch konstitutionelle Gründe fürs Schnarchen werden stärker.
  • Haben Sie Alkohol getrunken oder nehmen Sie Medikamente? Gerade Alkohol begünstigt das Schnarchen sehr. Bei verschiedenen Medikamenten erschlafft die Gaumenmuskulatur und Schnarchgeräusche sind die Folge.
  • Gehört das Schnarchen irgendwie zu Ihrer Familie? So merkwürdig es sich anhört. Es scheint tatsächlich eine Art von Vererbung beim Schnarchen zu geben. Eine Studie an Kleinkindern an einem Kinderkrankenhaus in Cincinnati lässt diesen Schluss zu.

Erste Hilfe beim Stress in der Partnerschaft

Bevor Sie ärztlicherseits geklärt haben, warum Sie schnarchen, sollten Sie eine Art Soforthilfe für Ihren geplagten Partner anschieben. Überlegen Sie beispielsweise, ob nicht – zumindest übergangsweise – getrennte Schlafzimmer in Frage kommen.

Wenn das nicht in Frage kommt, können Ohrstöpsel hilfreich sein. Sehen Sie sich jedoch unbedingt als Team im Kampf gegen das Schnarchen an. Sie werden weitaus entspannter miteinander umgehen, wenn Sie die nächtlichen Geräusche als gemeinsame Aufgabe begreifen. Sie leiden beide darunter und Sie sollten sich beide dabei ernst nehmen.

Werden Sie aktiv, um den nächtlichen Stress zu beseitigen

Natürlich liegt in der Ursache für Ihr Schnarchen auch die Lösung. Ihr Arzt wird Sie beraten, wenn körperliche Gründe vorliegen. Die können von einer Radiofrequenz-Therapie über eine Schlafmaske für mehr Sauerstoff bis zu einem operativen Eingriff reichen.

Die Mittel, die es gibt, um in Eigenregie tätig zu werden, mögen spontan helfen. Dauerhaft sind sie nur, wenn sie auch dauerhaft angewendet werden. Sie arbeiten ausschließlich an den Symptomen. Um eine Schlaf-Apnoe auszuschließen, muss man einen Arzt aufsuchen.

Sollten Sie übergewichtig sein, ist schlicht Abnehmen das Mittel der Wahl. Daran führt kein Weg vorbei, um dem Schnarchen zu entgehen. Auch Alkoholgenuss am Abend sollte unterlassen werden. Dabei geht es nicht um ein Gläschen Rotwein, sondern um reichlichen Genuss.

Viele Schnarcher fühlen sich wohler, wenn das Schlafzimmer weitgehend staubfrei ist. Damit entfällt eine zusätzliche Reizung der Atemwege. Achten Sie zudem auf einen erhöhten Kopf beim Schlafen. Das hilft dabei, Ihren Rachenraum offen zu halten.

So unterschiedlich die Ursachen für das Sägen in der Nacht sind, so vielfältig sind auch die Hilfen. Manchmal müssen verschiedene Ansätze kombiniert werden. Bleiben Sie also dran.

Bildnachweis: nenetus / stock.adobe.com

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