Homöopathie Praxistipps

So behandeln Sie die Kalkschulter homöopathisch

So behandeln Sie die Kalkschulter homöopathisch
geschrieben von Ulrike Schlüter

Die Homöopathie kennt Mittel, die gegen die Schmerzen infolge von Kalkablagerungen in der Schulter eingesetzt werden können. Lesen sie in diesem Artikel, welche Mittel hilfreich sein können und wann welches Mittel angezeigt ist.

Schulterschmerzen sind weit verbreitet. Mit dem Begriff Kalkschulter (Tendinosis calcarea, Tendinitis calcarea) werden Schmerzen in der Schulter bezeichnet, die durch Ablagerungen von Kalk an den Sehnen entstehen. Häufig lösen sich die Ablagerungen von alleine wieder auf. Dieser Prozess tritt jedoch meist erst nach Monaten oder Jahren auf und ist zudem sehr schmerzhaft.

Es gibt verschiedene homöopathische Mittel, die bei der Behandlung einer Kalkschulter eingesetzt werden können. Die Auswahl des geeigneten Mittels erfolgt immer individuell. Je nach Art der Beschwerden wird ein anderes homöopathisches Mittel hilfreich sein. Besonders häufig werden die homöopathischen Mittel Vermiculite, Solanum malacoxylon, Calcium phosphoricum und Lycopodium angewendet. In der Naturheilkunde gilt der Apfelessig als bewährtes Mittel zur Behandlung der Kalkschulter.

Kalkschulter mit Vermiculite behandeln

Vermiculite ist ein Gemisch aus 19 verschiedenen mineralischen Komponenten. Bisher existiert noch kein Arzneimittelbild zu diesem homöopathischen Mittel. Es wird in der Potenz D6 zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt, bei denen ein gestörter Kalkhaushalt Ursache der Beschwerden ist.

Kalkschulter mit Solanum malacoxylon behandeln

Das homöopathische Mittel wird zur Behandlung von Schulterschmerzen in Folge einer Kalkschulter eingesetzt. Stärkste Schmerzen im Bereich des gesamten Schultergelenks treten schon bei der kleinsten Bewegung der Schulter auf. Angewendet wird das Mittel in Form der D6 Potenz über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen bis Monaten.

Kalkschulter mit Calcium phosphoricum behandeln

Das homöopathische Calcium phosphoricum ist angezeigt, wenn zusätzlich zu den Schmerzen im Schulterbereich ein Zittern der Arme und Hände auftritt. Die Beschwerden bessern sich im Liegen und werden schlimmer durch Bewegung, Heben und bei Kälte.

Kalkschulter mit Lycopodium behandeln

Lycopodium ist das Mittel der Wahl bei reißenden Schmerzen in Verbindung mit Steifigkeit im Gelenk. Die Hand der betroffenen Seite, kann immer mal wieder einschlafen. Die Beschwerden bessern sich nach Mitternacht, durch kalte Anwendungen und bei Bewegung. Druck verschlechtert die Beschwerden. Typischerweise sind die Schmerzen zwischen 16 und 20 Uhr am schlimmsten.

Apfelessig als Kalklöser

In der Naturheilkunde wird der Apfelessig zur Behandlung der Kalkschulter eingesetzt. Wie bei einem verkalkten Wasserhahn soll er die Verkalkungen an den Sehnen auflösen. Er kann innerlich eingenommen werden oder äußerlich als Kompresse aufgelegt werden.

Zur innerlichen Anwendung werden täglich 1-2 Esslöffel Apfelessig in ein Glas Wasser gegeben und getrunken. Das Gemisch ist säuerlich und kann mit Honig gesüßt werden.

Ein Baumwolltuch kann mit der Apfelessig-Wasser-Mischung getränkt werden und auf den  schmerzenden Bereich aufgelegt werden.

Bildnachweis: absolutimages / stock.adobe.com

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Ulrike Schlüter