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Schwindel – Ursachen und Behandlung der häufigsten Schwindelformen

Lesezeit: 2 Minuten Gehören auch Sie zu den vielen Menschen, die von Schwindel betroffen sind? Welche Ursachen können Schwindelanfälle haben? Möchten Sie selbst etwas gegen Ihren Schwindel tun? Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über Schwindel und wie Sie ihn behandeln können.

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Schwindel – Ursachen und Behandlung der häufigsten Schwindelformen

Schwindel – Ursachen und Behandlung der häufigsten Schwindelformen

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Schwindel zeigt, dass Ihr Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist. Kennen Sie das Gefühl, wenn sich die Welt plötzlich vor Ihren Augen zu drehen scheint? Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Bett unter Ihnen wegrutscht, wenn Sie sich umdrehen? Bekommen Sie plötzlich eine Schwindelattacke, wenn Sie eine Brücke überqueren? Haben Sie Ohrgeräusche, Kopfschmerzen oder Angstgefühle und leiden Sie zusätzlich an Drehschwindel? Dann geht es Ihnen wie etwa einem Drittel der älteren Menschen in Deutschland. Doch woher kommen Ihre Schwindelanfälle? Treten Sie zu bestimmten Zeiten und in besonderen Situationen auf? Haben Sie neben dem Schwindel – der auch als Vertigo bezeichnet wird – noch andere Beschwerden?

Welche häufigen Schwindelformen gibt es?

Lagerungsschwindel

Dieser Schwindel ist die häufigste Schwindelform und kommt vor allem bei älteren Menschen vor. Er tritt meist nach schnellen Bewegungen des Kopfes auf. Auch wenn sich die Betroffenen nachts im Bett umdrehen, haben sie plötzlich Schwindelgefühle und wachen teilweise sogar davon auf. Dieser Schwindel hält oft nur sekundenlang an. Er kann durch kleine Steinchen entstehen, die sich in den Bogengängen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr abgelagert haben.

Tipp: Falls Sie das Gefühl haben, dass Sie an einem Lagerungsschwindel leiden, kann es Ihnen helfen, wenn Sie nachts Ihre gewohnte Lage im Bett verändern. Dadurch können sich die kleinen Steinchen in Ihrem Innenohr lösen. Manchen Menschen hilft es auch, wenn sie in sitzender Stellung ihren Kopf von der Mitte aus nach rechts und dann nach links „schnellen“ lassen. Die ruckartige Bewegung kann ebenfalls die Ablagerungen in den Bogengängen lösen.

Drehschwindel

Oft wird Drehschwindel durch eine Infektion mit Herpesviren ausgelöst. Die Infektion löst eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs aus. Neben Schwindelanfällen klagen die Betroffenen häufig über Übelkeit und manche erbrechen sogar. Die Beschwerden lassen normalerweise ohne Behandlung innerhalb von zwei Wochen wieder nach. Kortisonpräparate können den Heilungsprozess beschleunigen.

Angstschwindel

Leiden Sie an psychischen Belastungen und ist Ihnen schwindlig? Dann kann es sein, dass Sie Angstschwindel – auch phobischer Schwankschwindel genannt – haben. Charakteristisch ist dabei, dass die Schwindelattacken immer dann auftreten, wenn Sie in Situationen geraten, vor denen Sie Angst haben. Beobachten Sie, bei welchen Gelegenheiten Ihre Schwindelattacken auftreten. Bei Angstschwindel ist es sehr wichtig, den Ursachen des Schwindels auf den Grund zu gehen.

Migräneschwindel

Als Migräneschwindel bezeichnet man eine Sonderform des Schwindels. Die Schwindelattacken treten oft allein auf. Manche Patienten klagen jedoch auch über Kopfschmerzen während der Schwindelzustände.

Tipp: Falls Sie regelmäßig an Migräneschwindel leiden, sollten Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme eines Betablockers reden. Vorbeugend eingenommen können Betablocker den Migräneschwindel verhindern.

Menière-Krankheit

Besonders bei älteren Menschen kann es vorkommen, dass die Produktion von Innenohrflüssigkeit gestört ist. Drehschwindel, Druck im Ohr und Ohrgeräusche können die Anzeichen für die Menière-Krankheit sein. Bei manchen Patienten treten dazu noch Übelkeit und Erbrechen auf. Medikamente gegen Schwindel können die Beschwerden eindämmen. Auch andere Medikamente – wie zum Beispiel der Wirkstoff Betahistin – werden gegen die Menière-Krankheit eingesetzt.

Neben diesen Schwindel-Ursachen gibt es noch viele Gründe, warum Sie an Schwindel leiden könnten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Beschwerden.

Tipp:

Der Wirkstoff Dimenhydrinat, der oft gegen Reiseübelkeit eingesetzt wird, kann Ihnen gegen Schwindel helfen. Auch Ingwerpräparate werden mit Erfolg gegen Schwindel eingesetzt.

Bildnachweis: absolutimages / stock.adobe.com

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