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Rebsorten in Deutschland: Riesling auf dem Vormarsch

Lesezeit: 2 Minuten Es ist noch gar nicht so lange her, da machte der Müller-Thurgau dem Riesling das Leben in den heimischen Weinbergen schwer. Die weiße Trendsorte verdrängte Deutschlands klassische Rebe sogar von guten Lagen. Das ist zum Glück Geschichte. Riesling ist wieder richtig gefragt, und das sogar weltweit. Das belegt auch die aktuelle Weinbaustatistik.

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Rebsorten in Deutschland: Riesling auf dem Vormarsch

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König Riesling bleibt auf dem Thron der Rebsorten
Riesling ist und bleibt die beliebteste Rebsorte der deutschen Winzer. Die edle Rebe legte 2008 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden nochmals um rund 700 Hektar auf 22.434 Hektar zu. Das sind damit fast 22 % der deutschen Rebfläche von insgesamt 102.340 Hektar – ein stattlicher Wert. Grund ist nicht nur die anhaltende Nachfrage im Inland. Deutscher Riesling wird auch wieder im Ausland sehr geschätzt, vor allem in den U.S.A. Des Rieslings früherer Widersacher Müller-Thurgau und Kerner hingegen mussten merkliche Einbußen bei der Rebfläche verkraften.

Die Riesling-Hochburg ist jetzt… die Pfalz!
Bei dem größten Anbaugebiet von Riesling weltweit hat es 2008 einen Wachwechsel gegeben. Erstmals ist es einer anderen deutschen Anbauregion gelungen, die Mosel vom Riesling-Thron zu stoßen. Denn in der Pfalz gedeiht Riesling inzwischen auf 5.458 Hektar, die Mosel kommt dagegen "nur" auf 5.390 Hektar. Weltweit betrachtet befinden sich übrigens rund 60 % der Rieslingbestände in Deutschland.

Weitere Trends bei den weißen Rebsorten
Außer dem Riesling konnten lediglich Weiß- und Grauburgunder nennenswerte Zuwächse verzeichnen – neben einer Rebsorte, die man fast schon als Shootingstar der deutschen Weinberge bezeichnen kann: Sauvignon Blanc. Die ursprünglich von der Loire und aus dem Südwesten Frankreichs stammende, aromatische Sorte ist derzeit auf der ganzen Welt angesagt. Sie erzielt in Deutschland erstaunlich gute Ergebnisse, die sich nicht vor der internationalen Konkurrenz verstecken müssen.

Bei den Rebsorten ist der Rotweinboom vorbei
2008 waren die roten Sorten in Deutschland insgesamt leicht rückläufig (-1 %) und machen noch 36 % der deutschen Rebfläche aus. Der Rotweinboom der 1990er Jahre ist damit vorbei, gefragt sind wieder mehr Weißweine und Rosés.

Die Top 10 der Rebsorten in Deutschland
Obwohl in Deutschland über 100 verschiedene Rebsorten angebaut werden, haben nur wenige eine größere wirtschaftliche Bedeutung. So belegen die 10 wichtigsten Sorten bereits mehr als drei Viertel der deutschen Anbaufläche.

Die aktuellen Top-10 sind (Stand 2008): 

RebsorteAnbaufläche in HektarAnteil an der Gesamtrebfläche in %Veränderung 2007/2008 in Hektar
1. Riesling22.43421,9+712
2. Müller-Thurgau (Rivaner)13.72113,4-103
3. Spätburgunder11.80011,5-23
4. Dornfelder8.1017,9-85
5. Silvaner5.2365,1-25
6. Grauburgunder4.4814,4+66
7. Blauer Portugieser4.3544,3-197
8. Weißburgunder3.7313,6+141
9. Kerner3.7123,6-136
10. Trollinger2.4722,4-32
Weißweinrebsorten insgesamt (2008)65.11463,6+642
Rotweinrebsorten insgesamt (2008)37.22736,4-337
Gesamtrebfläche Deutschland (2008)102.340100+304

Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Basisdaten 2009

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