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Mit Buddhistischer Psychologie können Sie Trennungen leichter verarbeiten

Lesezeit: 2 Minuten In der buddhistischen Lehre findet sich der Hinweis, dass alles Leben Leiden ist und diesem kann keiner entkommen. Diese sehr negativ anmutende These beherbergt jedoch auch Lösungswege, die im Rahmen der Vier edlen Wahrheiten erklärt werden. Wie können Sie diese Erkenntnisse für Trennungen und Abschiede nutzen?

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Mit Buddhistischer Psychologie können Sie Trennungen leichter verarbeiten

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Schmerz und Leid differenzieren

Trennungen sind schmerzhaft, das wird wohl jeder Mensch so empfinden. Buddha hat Tod, Sterben und Krankheit als leidvoll bezeichnet beziehungsweise festgehalten, dass diesen Zuständen niemand entgehen kann. Das klingt zunächst sehr pessimistisch und ist wohl einer der wesentlichen Gründe, warum der Buddhismus für seine "negative Sichtweise" angeprangert wird.

Allerdings ist das noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Die zweite Edle Wahrheit erklärt nämlich die Gründe, warum der Mensch leidet: Gier, Hass und Verblendung sind die Grundübel, die jedoch bewältigt werden können, was die dritte edle Wahrheit besagt. In der vierten Edlen Wahrheit erklärt Buddha dann noch mithilfe von 8 Kategorien (dem Edlen Achtfachen Pfad) wie dies funktionieren kann.

Der wesentlichste Aspekt des Menschseins ist wohl die Verblendung, da diese überhaupt erst zu Gier und Hass führt. Die Idee, dass manches wünschenswert oder anderes verabscheuungswürdig ist, entspringt der Idee von gut und schlecht als auch begehrt oder unliebsam. Unabhängig davon, ob wir von einer Situation begeistert sind oder sie nicht leiden können, sie ist wie sie ist. Eine wundervolle Situation wird wieder zu Ende gehen, genauso wie ein unerwünschtes Szenario.

Wir können uns in einer Idee verstricken, die jedoch das Leid maximiert. Genauso verhält es sich auch mit dem Schmerz: Wir können ihn zulassen, weil er sowieso da ist. Wenn wir ihn nicht haben wollen, wird er deshalb nicht schneller vergehen. Ob wir nun wollen oder nicht, wir werden mitunter verlassen. Wir können dagegen ankämpfen, wettern, heulen, das Gegenüber anflehen – Trennungen passieren. Die letzte Trennung, der Tod, kann noch weniger rückgängig gemacht werden. Es ist wie es ist.

Die Illusion des Getrennt-Seins

Gerade in schwierigen Phasen entsteht leicht das Gefühl des Getrennt-Seins von anderen. Das Empfinden, allein zu sein und vollkommen ausgeliefert zu sein macht das Leiden üblicherweise stärker als es zuvor bereits war. Auch dies ist in der buddhistischen Lehre ein Konstrukt, das auf die menschliche Verblendung zurückzuführen ist: Die Menschen und alles Lebendige ist miteinander verbunden. Trennungen und Tod kann das nicht auflösen.

Der Ausspruch "Alles ist Eins" subsummiert die Idee, dass es keine Trennung an sich gibt. Keine Handlung der Welt oder kein Tod kann die Verbindungen auflösen, die beständig über alle Zeiten sind. Dieses Prinzip findet sich auch in der Erklärung karmischer Handlungen und der Karma-Lehre im allgemeinen: Es ist immer hilfreich sich zu überlegen, auf welche Art und Weise mit anderen Menschen umgegangen wird, da dies letztlich eine innere Resonanz auslöst, die entweder sofort oder später wirken wird – dies kann sich auch auf spätere Leben beziehen.

Letztlich bedeutet dies also, dass Trennungen eigentlich keine sind, sondern dass Produkte der menschlichen Verblendungen. Zudem sind sie Hinweise für die Vergänglichkeit. Alles kommt und geht, alles wird und stirbt. Wird diese Erkenntnis angenommen, wird das Leben zwar phasenweise auch schmerzlich sein, aber nicht mehr als leidvoll erachtet.

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