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Kinesiotape bei Schultererkrankungen

Lesezeit: 2 Minuten Schulterschmerzen können alltägliche Bewegungen massiv beeinträchtigen. Ob die Ursachen hierfür nun haltungsbedingt, anatomisch bedingt, aufgrund von Verschleißerscheinungen oder durch Überbelastung entstehen ist meist mittels verschiedener diagnostischer Verfahren zu identifizieren. Für diverse Ursachen bietet Kinesiotape eine gute Therapieergänzung.

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Kinesiotape bei Schultererkrankungen

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Kinesiotape bei Schultererkrankungen

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Das Basis-Tape

Anders als bei Tapeverfahren für das Kniegelenk, gibt es beim Schultertape ein Basistape, welches unabhängig von den Problemen immer zuerst geklebt wird, das so genannte Deltoideus-Tape.

Der zugehörige Musculus Deltiodeus, auch Deltamuskel genannt, bedeckt den Oberarmkopf und ist unter Anderem für die Stabilität des Schultergelenks, sowie für die Armbewegung nach vorne, nach hinten und das Abspreizen des Arms zur Seite zuständig. Um diesen wichtigen Muskel zu unterstützen, wird ein Y-förmiges Tape auf die Kontur des Muskels geklebt. Dieses Basis-Tape kann anschließend durch verschiedene andere Tapeformen, je nach Problematik, ergänzt werden.

Muskeltechniken

Je nach Befund werden verschiedene Anteile der so genannten Rotatorenmanschette, einer Muskelgruppe des Schultergelenks getapet. Dabei hängt es ebenfalls vom Befund ab, auf welche Art und Weise das Tape angebracht wird, damit es entsprechend wirkt.

Je nach Symptomatik kann ein Muskel anregend getapet werden, was bewirkt, dass er in seiner Funktion unterstützt wird, oder regulierend getapet werden, wodurch seine Anspannung gesenkt wird.

Klassische Tapeformen zur Muskelanlage an der Schulter sind Rotatorenmanschetten-Tapes, die am Schulterblatt und Oberarm befestigt werden, Trapezius-Tapes, die den meist sehr verspannten Musculus  trapezius im seitlichen Nackenbereich regulieren, oder auch Muskeltapes der Oberarmmuskulatur, wie Biceps- und Triceps-Tapes.

Korrekturtechniken

Je nach Untersuchungsergebnissen kann mittels spezieller Korrekturtechniken ein Haltungs- bzw. Stellungsbefund der Schulter positiv beeinflusst werden. Sehr oft wird, beispielsweise durch eine so genannte Protraktionsstellung der Schulter, bei welcher der Oberarmkopf sehr weit nach vorne steht, eine solche Tape-Technik angebracht. Dabei wird das Tape-Ende an der Vorderseite des Oberarms befestigt und dann unter maximalem Zug nach hinten gezogen und fest geklebt. Hierdurch wird durch die bestehende Fehlstellung die Gelenkkapsel entlastet und Schmerzen können gelindert werden.

In jedem Fall sollten Sie auch hier nicht selbst zum Klebeband greifen und die Tapes selber anbringen, sondern sich auf die geschulten Hände eines Physiotherapeuten oder Orthopäden verlassen, da dieser das richtige Tape und die passende Technik individuell für Sie wählen kann.

Bildnachweis: Milan / stock.adobe.com

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