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Ernährung bei Diabetes: Vitamin-B-Komplex

Lesezeit: 2 Minuten Diabetes ist eine der großen Volkskrankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 2030 mehr als 360 Millionen Menschen an Diabetes leiden werden. Zur Vorbeugung von Diabetes und zur unterstützenden Behandlung benötigt der Körper die richtigen Nährstoffe. Wie die richtige Ernährung bei Diabetes aussieht, erfahren Sie hier.

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Ernährung bei Diabetes: Vitamin-B-Komplex

Ernährung bei Diabetes: Vitamin-B-Komplex

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Der Vitamin-B Komplex für Diabetiker

Die B-Vitamine sind bei Diabetes alle wichtig. Doch die Aufnahme von Vitamin B6 kann den Insulinbedarf senken. Dr. John Ellis hat vor Jahren herausgefunden, dass durch die regelmäßige Einnahme von Vitamin B6 bei Diabetikern der Blutzuckerspiegel normalisiert werden konnte. Biotin ist ein weiteres B-Vitamin, das den Körper dabei unterstützt, die Glukose (Zucker) zu verwerten. Weiterhin hilft es dabei, einer peripheren Neuropathie vorzubeugen oder den Krankheitsverlauf umzukehren.

Das Vitamin B6 kommt vor in:

  • Hefe
  • Reiskleie
  • Weizenkleie
  • Vollkornprodukten
  • Feldsalat
  • grünen Bohnen
  • Avocado
  • Bananen
  • Nüssen
  • Fleisch und Geflügel (besonders Leber)

Biotin ist in denselben Lebensmitteln. Zusätzlich ist Eigelb noch eine interessante Biotin-Quelle, wenn die Hühner gesund sind. Auch mit Soja oder Tofu kann man den Biotin-Bedarf decken. Man kann seinen Vitamin-B–Bedarf durch die Zugabe von Hefeflocken oder Hefeextrakt unkompliziert und natürlich aufbessern. Zusammen mit einer vollwertigen Ernährung trägt man so täglich zur richtigen Menge Vitamin B bei.

Vorsicht vor der Überdosierung von Vitamin B6 – gerade bei Diabetikern

Vitamin B6 kann auch überdosiert werden. Wer mehr als 500 mg Vitamin B6 täglich einnimmt muss mit schweren Nebenwirkungen rechnen. Dies ist aber nur mit Vitamin-Tabletten möglich.

Für Diabetiker gilt aber, dass auch schon geringere Mengen künstlichen Vitamin B6 zu Problemen führen können. Das Vitamin B6 in den Tabletten ist nicht dasselbe, wie das natürliche Vitamin B6. Der Stoffwechsel kann es nicht so gut aufnehmen und muss zudem für den Abtransport zusätzlicher Abfall-Stoffe sorgen.

So kann es im zur Beschleunigung einer Nierenschädigung und vermehrten Herz- Kreislauferkrankungen kommen. Das passierte auch bei der Verabreichung von geringen Mengen an künstlichem Vitamin B6. Eine natürliche Zufuhr über die Nahrung ist also wie immer die richtige Entscheidung!

Diabetiker sollen auf einen gesunden Darm achten

Die Vitamine des B-Komplexes werden aber auch im Dick- und Dünndarm durch Bakterien gebildet. Dafür ist eine gesunde Darmflora eine wichtige Voraussetzung. Eine ungesunde Ernährung mit viel weißem Zucker, Weißmehl und denaturierten Lebensmitteln ist nicht nur arm an Vitaminen sondern schädigt noch zusätzlich die Körperfunktionen zur Erzeugung der B-Vitamine indem sie z. B. den Befall mit Candida-Pilzen nach sich ziehen kann.

Und hier schließt sich der Kreis: Gerade Diabetiker sollten also unbedingt auf eine besonders gesunde Ernährung achten. Viel Gemüse, Vollkornprodukte und in Maßen Milchprodukte und Fleisch von gesunden Tieren helfen Ihnen, Ihre Gesundheit wiederzuerlangen.

Bildnachweis: WONG SZE FEI / stock.adobe.com

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