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Vitamin-D-Mangel – was sind die Auswirkungen?

Lesezeit: 2 Minuten Deutschland ist ein "Vitamin-D-Mangelgebiet". Mehr als drei Viertel der Deutschen sind mit Vitamin D unterversorgt. Vermutlich gehören Sie auch dazu. Was können Sie für eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung tun? Warum ist das "Sonnenvitamin" für Sie so wichtig? Wie können Sie einem Vitamin-D-Mangel vorbeugen?

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Vitamin-D-Mangel – was sind die Auswirkungen?

Vitamin-D-Mangel – was sind die Auswirkungen?

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Vitamin D ist für unseren Körper unverzichtbar!

Noch vor einigen Jahren war man davon überzeugt, dass Vitamin D nur ein Regulator für den Calciumstoffwechsel ist. Begründet war diese Vermutung durch die Wirkung von Vitamin D auf die Rachitisvorsorge, die man in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts erforscht hat.

Heute ist die Wissenschaft schon ein großes Stück weiter gekommen und konnte belegen, dass ohne Vitamin D viele Stoffwechselfunktionen in unserem Körper nicht reibungslos ablaufen können. Unsere Knochen, aber auch unsere Organe und unsere Zellen benötigen für ihre Funktion ausreichend Vitamin D. Eine extrem wichtige Funktion hat Vitamin D in der Krebsvorsorge. Forscher konnten nachweisen, dass ein Vitamin-D-Mangel Krebserkrankungen – vor allem Brust- und Darmkrebs – fördert.

Vitamin D erfüllt in unserem Körper lebenswichtige Aufgaben:

Immunsystem

  • verringert die Infektanfälligkeit
  • fördert die Entwicklung von Immunzellen
  • hat krebsvorbeugende Eigenschaften
  • wirkt gegen Entzündungen
  • hilft Allergien zu bekämpfen

Haut

  • lässt gesunde Hautzellen reifen
  • wirkt gegen die unkontrollierte Zellvermehrung bei Psoriasis (Schuppenflechte)

Knochen

  • fördert den Einbau von Calcium in unsere Knochen
  • steigert die Calciumaufnahme aus dem Darm
  • fördert die Heilung der Knochen nach Knochenbrüchen

Bauchspeicheldrüse

  • steuert die Insulinausschüttung
  • verringert die Insulinresistenz

Muskel- und Nervenzellen

  • reguliert die Koordination der Muskeln
  • stärkt die Muskeln
  • ist ein Impulsgeber für die Muskulatur, indem es die neuromuskuläre Erregungsleitung steuert

Herz- und Kreislaufsystem

  • reguliert den Blutdruck
  • stärkt den Herzmuskel
  • steuert herzaktive Enzyme

Welche Menge des „Sonnenvitamins“ benötigen Sie täglich?

Fachleute empfehlen, dass wir in Deutschland in den Herbst- und Wintermonaten täglich etwa 2.500 I.E. bis etwa 4.000 I.E. Vitamin D zuführen sollten. Bitte beachten Sie jedoch, dass Sie diese Mengen nicht überschreiten sollten, denn ein Übermaß am fettlöslichen Vitamin D ist nicht unbedenklich. In den Sommermonaten steht auch bei uns die Sonne hoch genug, so dass sie Ihre Haut mit den zur Vitamin-D-Bildung notwendigen UV-B-Strahlen versorgen kann.

Die Vitamin-D-Synthese läuft in mehreren Schritten ab:

  • Aus körpereigenem Cholesterin wird mit Hilfe der UV-B-Sonnenstrahlen das Provitamin D (eine Vorstufe von Vitamin D) gebildet.
  • Danach wird das Provitamin D durch unsere Körpertemperatur in Vitamin D umgewandelt.
  • Die Nieren und die Leber aktivieren nun das Vitamin D, damit es unserem Stoffwechsel zu Verfügung steht.

Wie kann ein Vitamin-D-Mangel festgestellt werden?

Ihr Arzt kann mit Hilfe einer Blutuntersuchung feststellen, ob Sie genügend mit Vitamin D versorgt sind. Liegt eine Unterversorgung vor, wird er Ihnen ein Vitamin-D-Präparat verordnen. Bei einem bereits bestehenden Mangel an Vitamin D kann die Unterversorgung kaum mit entsprechenden Nahrungsmitteln ausgeglichen werden.

Welche Nahrungsmittel enthalten am meisten Vitamin D?

  • Lebertran, 100 g enthalten 12.000 I.E.
  • Hering, 100 g enthalten 1.040 I.E.
  • Lachs, 100 g enthalten 680 I.E.
  • Sardinen, 100 g enthalten 440 I.E.

Milchprodukte und Butter enthalten nur wenig Vitamin D. Sie müssten zum Beispiel über 4 Kilogramm Butter pro Tag essen, um damit Ihren Vitamin-D-Bedarf zu decken. Ob Sie allerdings Lust dazu haben, täglich mindestens 200 Gramm Hering zu essen, um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, ist sehr fraglich. Sie sehen, es ist fast nicht möglich, Ihren Bedarf am
„Sonnenvitamin“ durch die Ernährung zu decken.

Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen, in den Herbst- und Wintermonaten ein Vitamin-D-Präparat einzunehmen. Auch wenn Sie regelmäßig Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren benutzen, kann es sein, dass dadurch die körpereigene Vitamin-D-Synthese blockiert wird. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, wenn Sie auch im Sommer ein Vitamin-D-Präparat einnehmen.

Tipp: Halten Sie sich viel an der frischen Luft auf. Wenn die Sonne scheint, sollten Sie sich zehn Minuten ohne Sonnenschutzmittel in der Sonne aufhalten (nicht während der Mittagszeit).

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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