Praxistipps

Die Klasse Amphibien (Amphibia)

In der Terraristik wird die Haltung von Amphibien immer beliebter. In den letzten Jahren hat sich vor allem die Pflege von Pfeilgiftfröschen (Dendrobaten) durchgesetzt. Doch auch Laubfrösche von allen Kontinenten der Erde werden sehr gerne in Terrarien gehalten. Die Beobachtung der Verhaltens- und Lebensweisen dieser zu Land und Wasser lebenden tropischen Tiere fasziniert den Menschen immer wieder. Nachfolgend möchte ich Ihnen die Klasse der Amphibien etwas näher vorstellen und beschreiben.

Die Klasse Amphibien (Amphibia)

Amphibien sind Wirbeltiere und suchen gewöhnlich zur Fortpflanzung das Wasser auf. Es gibt Arten, die an Land und im Wasser leben, andere ausschließlich zu Land oder Wasser. Viele Arten sind nachtaktiv, um den Wasserverlust über die Haut so gering wie möglich zu halten und sich vor Fressfeinden zu schützen.

Den Amphibien gehören drei Ordnungen an, nämlich die Urodela (Schwanzlurche), die Anura (Froschlurche) und die Gymnophiona (Apoda, Blindwühlen). Hierbei stellen die Froschlurchen die mit Abstand größte Gruppe dar mit mehr als 4.800 Arten. Die Schwanzlurchen umfassen über 500 Arten, die Blindwühlen mehr als 160 Spezies.

Amphibien atmen auch über ihre Haut
Die Amphibienhaut kann rau, trocken und warzig sein, ist jedoch in den meisten Fällen eher glatt und feucht. Verschiedene Hautdrüsen, vor allem Schleimdrüsen, halten die Haut feucht. Zum Teil sind auch Giftdrüsen vorhanden, die Schutz gegen Feinde bieten.

Die Haut hat eine große Bedeutung für den Gas- und Wasseraustausch von Amphibien. Da sie an der Luft durch Verdunstung ständig Wasser verlieren, wird an feuchten Stellen über die Haut wieder Wasser aufgenommen.

Adulte Amphibien atmen über die Lunge und über die Haut, manche, wie zum Beispiel ein Salamander, nur über die Haut. Larven atmen über die Haut und – zumindest einige Tage oder Wochen – auch über vorhandene äußere Kiemen.

Sinnesorgane und Ernährung
Amphibien haben meist sehr gut entwickelte Augen, Schwanzlurchen dazu noch einen hervorragenden Geruchssinn. Im Futtersortiment von Amphibien stehen besonders Insekten, Würmer und kleine Wirbeltiere an vorderster Stelle. Die Larven einer Froschlurche, die Kaulquappen, ernähren sich nur pflanzlich.

Haltungsanforderungen
Amphibien sind langlebig, was Sie vor dem Kauf unbedingt zu den Kriterien mit einbeziehen sollten. Kröten beispielsweise erreichen in Gefangenschaft bis zu 30 Jahre, gewisse Salamanderarten bis zu 50 oder 60 Lebensjahre.

Aufgrund der Artenvielfalt ist es äußerst schwer, allgemeine Haltungsrichtlinien aufzuführen. Amphibien benötigen aber immer eine feuchte und gleichzeitig warme Umgebung. Manche Arten mehr, andere wiederum weniger.

Deshalb möchte ich Ihnen in später nachfolgenden Artikeln jeweilige Arten einzeln vorstellen, auch mit den dazugehörigen Haltungsanforderungen. Hierbei werde ich mich auf die meistgehaltenen Amphibienarten beschränken, was sicherlich den Froschfreunden zugute kommen wird.

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