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Depressionen: Auch bei Kindern und Jugendlichen

Lesezeit: 2 Minuten Depressionen kommen nicht erst im Erwachsenenalter vor. Auch Kinder und Jugendliche können bereits unter depressiven Verstimmungen leiden. Während Depressionen im Kindesalter häufig auf den Verlust einer nahen Bezugsperson zurück zu führen ist, können Jugendliche aus ganz anderen Gründen heraus depressiv werden.

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Depressionen: Auch bei Kindern und Jugendlichen

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Depressionen bei Jugendlichen – Entwicklungsaufgaben der Jugendlichen

Die Pubertät mit ihren hormonellen und psychischen Veränderungen stellt häufig große Anforderungen an die Jugendlichen selbst. So müssen sie lernen mehr und mehr Verantwortung für ihr Leben und ihre Lebensplanung zu übernehmen. Sie müssen eine Berufswahl treffen, sich im manchmal gnadenlosen Wettbewerb zum Beispiel beim Kampf um einen Ausbildungsplatz behaupten; es gilt die ersten Verliebtheitsgefühle zu erkennen und zu erleben.

Die Ablösung vom Elternhaus und die Entwicklung der eigenen Identität müssen in dieser Phase begonnen werden, um als junger Erwachsener sein Leben gut meistern zu können.

Depressionen bei Jugendlichen – mögliche Ursachen

Die vielfältigen Aufgaben die Jugendliche in dieser Zeit zu bewältigen haben, können eine Überforderung für den Einzelnen darstellen. Gerade wenn die eigene Identität nicht entwickelt werden kann, wenn die Geschlechterrolle nicht eingenommen werden kann oder wenn die Ablösung vom Elternhaus nicht gelingt, kann dies bei Jugendlichen zu schweren Krisen führen.

In Anlehnung an Erik Erikson lässt sich sagen, dass die Entwicklungsaufgaben, die Jugendliche in der Zeit zu bewältigen haben, um so besser gelingen, je grundlegender und befriedigender die Lösung früherer Entwicklungsaufgaben gelungen ist.

Gab es schon bei früheren Entwicklungsaufgaben, wie der Entwicklung des Urvertrauens in den ersten Lebensmonaten oder der Entwicklung der kindlichen Autonomie im 3. Lebensjahr erhebliche Probleme, ist die Gefahr groß, dass auch die späteren Entwicklungsaufgaben nur unzureichend gelöst werden und sich spätestens in der Jugend massive psychische Probleme einstellen.

Depressionen bei Jugendlichen – andere Ausdrucksformen

Depressionen können auch in einer maskierten Form daher kommen. So steckt hinter einer Magersucht häufig auch eine schwere Depression und hinter einer Internetsucht oder exzessivem Alkoholgenuss kann sich eine depressive Verstimmung verbergen. Wenn die Integration der heftigen Gefühle der Pubertät nicht gelingt und die überschüssige Energie nicht in konstruktive Bahnen gelenkt werden kann, können sich unterschiedliche Krankheitsbilder entwickeln. Die juvenile Depression ist eine davon.

Depressionen bei Kindern und Jugendlichen – Behandlungsmöglichkeiten

Wenn Kinder und Jugendliche unter depressiven Verstimmungen oder Depressionen leiden, muss unbedingt ein Facharzt aufgesucht werden. In Kinder- und Jugendtherapeutischen Praxen werden eigens auf die Kinder und Jugendlichen zugeschnittene Psychotherapien angeboten. Während für kleine Kinder auch Spieltherapien in Frage kommen, sprechen Jugendliche gut auf Verhaltenstherapie oder kognitive Therapien an.

Psychotherapien für Kinder enthalten viele spielerische und kreative Elemente. Kinder sind im allgemeinen weniger über das Gespräch zu erreichen als über das Darstellen und kreative Gestalten ihres Erlebens. Sehr gute Hilfsangebote kommen auch von der systemischen Familientherapie. Hier wird das Kind oder der Jugendliche in erster Linie als Symptomträger gesehen, der nur im Kontext der ganzen Familie verstanden und behandelt werden kann.

Depressionen bei Kindern und Jugendlichen – die Homöopathie

Behandlungserfolge kann auch die Klassische Homöopathie aufweisen. Gerade wenn schon Kinder unter depressiven Verstimmungen oder Zwangshandlungen leiden, wenn ihr Leben durch übergroße Ängste oder durch eine zu große Schüchternheit eingeschränkt ist, kann eine homöopathische Konstitutionsbehandlung einen Grundstein für eine Veränderung legen.

Wichtige homöopathische Mittel für die Behandlung von Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen sind Natrium muriaticum, Magnesium muriaticum, Aurum muriaticum, Sepia officinalis, Sulfur und Carcinosin. Diese Mittel helfen auch bei eventuell vorhandenen Begleitsymptomen wie Essstörungen und Schlafstörungen,

Fazit

Depressionen können auch schon bei Kindern und bei Jugendlichen auftreten. Die Gründe dafür sind vielfältig und hängen in der Regel mit den jeweiligen Entwicklungsaufgaben in dieser Zeit zusammen. Treten bei einem Kind oder bei einem Jugendlichen starke depressive Verstimmungen auf, können diese auch als Essstörungen oder Alkoholmissbrauch getarnt sein.

In jedem Fall sollte das Kind bzw. der Jugendliche einem Facharzt vorgestellt werden und dann zu einer Kinder- oder Jugendlichentherapie überwiesen werden. Auch eine systemische Familientherapie kann bei Depressionen eines Kindes oder eines Jugendlichen angezeigt sein. Unterstützend und begleitend kann eine homöopathische Konstitutionsbehandlung hilfreich sein.

Bildnachweis: palidachan / stock.adobe.com

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