Homöopathie Praxistipps

Das homöopathische Mittel Calendula

Lesezeit: 2 Minuten Viele heimische Pflanzen werden schon seit Jahrhunderten in der Pflanzenheilkunde eingesetzt und haben auch in der Homöopathie eine gewisse Bedeutung erlangt. Dazu gehört auch die Ringelblume Calendula. Sie kann sowohl innerlich als auch äußerlich zur Heilung von Verletzungen und Entzündungen genutzt werden.

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Das homöopathische Mittel Calendula

Das homöopathische Mittel Calendula

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Herkunft

Kaum eine Heilpflanze ist ein Europa so weit verbreitet wie die Ringelblume. Die Pflanze aus der Familie der Korbblütler wird bis zu 60 cm hoch und kommt in ganz Europa vor. Ihre goldgelben Blüten zeigen sich von Juni bis Oktober. Sie sind der hauptsächlich genutzte Teil der Pflanze und enthalten Salicylsäure, ätherische Öle, Carotin und Saponine. Wie alle Korbblütler hat die Ringelblume ein erwähnenswertes allergenes Potential, was bei allergischen Patienten und empfindlicher Haut zu Reaktionen führen kann.

Potenzen und Darreichungsformen

Calendula ist eines der wenigen homöopathischen Mittel, welches hauptsächlich in den niedrigen Potenzen zum Einsatz kommt. Genutzt werden vor allem die Potenzen D1 bis D4 für die innerliche Anwendung und die Urtinktur sowie Salbenzubereitungen für die äußerliche Behandlung.

Krankheitsbilder und Einflussfaktoren

Der Ringelblume wird eine beruhigende, heilende Wirkung zugesprochen. Diese zeigt sich in allen Einsatzgebieten:

  • Schmerzen nach Traumata und Verletzungen
  • gereizte Haut und Schleimhäute bei Infektionen und Entzündungen
  • seelische Unruhe und Schwäche
  • innere Unzufriedenheit mit körperlichen Beschwerden wie Sodbrennen
  • Frauenleiden und Genitalbeschwerden

Patienten und typische Krankheitsbilder, die üblicherweise gut auf Calendula ansprechen, zeichnen sich durch seelische Instabilität, Schreckhaftigkeit und Lärmempfindlichkeit aus. Sie fühlen sich neuen Situationen nicht gewachsen und reagieren mit Rückzug und Unzufriedenheit. Typisch ist, dass die Haut recht empfindlich ist und sich Wunden leicht entzünden.

Anwendungsgebiete

Aus homöopathischer Sicht kommt Calendula vor allem bei den folgenden Erkrankungen zum Einsatz:

  • Verletzungen: vor allem Quetschungen, Geweberisse und wildes Fleisch
  • Halsschmerzen: oft überwiegend rechts, schmerzhafte Lymphknoten, ziehende Schmerzen
  • Schnupfen und Erkältung: häufig wiederkehrend, einseitig mit grüngelbem Auswurf
  • Husten: hartnäckig, mit grüngelbem Auswurf
  • Verdauungsstörung: Im Bereich des Magens mit Sodbrennen und Übelkeit, beklemmter Oberbauch
  • Frauenleiden: Senkung des Muttermundes sowie Genitalwarzen

Um während der Behandlung mit Calendula eine Verbesserung zu unterstützen, sind Ruhe, Wärme und das Liegen in Stille eine gute Wahl. Auch eine leichte Bewegung kann helfen, solange sie ruhig von statten geht. Nicht gut vertragen die meisten Patienten Zugluft, Unruhe und Lärm sowie kühles, feuchtes oder schwüles Wetter.

Dosierung und Anwendung

Die richtige Anwendung hängt vom Krankheitsbild des Patienten ab. Akute Erkrankungen werden am besten von innen mit dreimal fünf Globuli täglich in Form einer niedrigen Calendula-Potenz behandelt. Dazu kann man mehrmals täglich die Urtinktur oder Calendula-Salben auftragen. Bei chronischen Erkrankungen kommen auch höhere Potenzen zum Einsatz.

Schwangerschaft, Stillzeit und Baby

Während Calendula während der Schwangerschaft kaum gebraucht wird, kommt es in der Zeit der Nachsorge nach der Geburt häufig zum Einsatz. Bei den zum Glück nur noch selten auftretenden, eitrigen Gebärmutterentzündungen kann Calendula eine wertvolle Unterstützung sein. Aber auch Geburtsverletzungen durch Dammschnitt oder Dammriss sowie durch Kaiserschnitt heilen besser mit Calendula.

Beim Baby kommt Calendula vor allem äußerlich zur Anwendung. Es wirkt beruhigend auf die Haut, beugt Entzündungen im Windelbereich vor und kann die Abheilung beschleunigen.

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Wie schon erwähnt, reagieren viele Menschen auf Korbblütler allergisch. Das gilt auch für die Ringelblume. In diesen Fällen kann es schon Reaktionen auf die niedrigen Potenzen geben. Ein sofortiger Abbruch der Therapie und der Umstieg auf eine höhere Potenz ab D30 oder auf Arnica sind dann unbedingt empfehlenswert.

Bildnachweis: Pixelrohkost / Adobe Stock

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