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Cybermobbing – So schützen Sie sich vor Gefahren im Internet

Lesezeit: 2 Minuten Das Internet ist aus dem Leben von Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Was eigentlich der Information und dem Zeitvertreib dient, kann auch gesundheitliche Gefahren bringen. Wie sollen sich Betroffene dagegen zur Wehr setzen? Was ist bei vornehmlich seelischen Verletzungen zu tun?

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Cybermobbing –  So schützen Sie sich vor Gefahren im Internet

Cybermobbing – So schützen Sie sich vor Gefahren im Internet

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Mobbing kann Menschen das Leben zur Hölle machen. Diese Art des destruktiven Umgangs miteinander ist eines der drängendsten Probleme unter Jugendlichen. Hänseleien, Ausgrenzungen und Beleidigungen Einzelner durch eine Gruppe ist kein neues Phänomen. Eine neue Qualität haben allerdings die täglichen Quälereien durch ihre Verbreitung im Internet erreicht.

Cybermobbing

Das Surfen im Internet gehört zum Alltag von Jugendlichen, selbst Grundschüler sind täglich im Netz unterwegs. Moderne Technik ermöglicht den Zugriff an fast jedem Ort und zu jeder Tageszeit. Der Aufenthalt in Chatrooms und sozialen Netzwerken ist Teil der realen Welt geworden. Welch ein Horror, wenn ein Jugendlicher auf diffamierende Fotos von sich selbst, Beleidigungen oder unwahre Behauptungen stößt! Zumeist werden diese Verunglimpfungen gezielt von Schulkameraden ins Netz gestellt. Über die vielen „Freunde“ vervielfältigen sich diese üblen Machwerke über Facebook pp. in Sekundenschnelle.

Todesfälle

Schwere psychosomatische Störungen und sogar Suizide von Jugendlichen, welche die Peinigungen nicht mehr ertragen konnten, mehren sich. Der Fall der 15-jährigen Kanadierin Amanda Todd, die vor ihrem Freitod über YouTube das anhaltende Mobbing als Begründung für ihr Handeln veröffentlichte, erschütterte die Internetgemeinde weltweit, jedoch nicht dauerhaft.

Verhaltensauffälligkeiten

Nur wenige Betroffene holen sich professionelle Hilfe oder offenbaren sich ihren Eltern, weil sie ein Internetverbot fürchten. Schulverweigerung, Depressionen oder Selbstverletzungen können Indizien dafür sein, dass das Kind zum Mobbing-Opfer geworden ist.

Was ist zu tun?

Zuallererst sollten Eltern das Gespräch mit ihrem Kind suchen und eine gemeinsame Lösung erarbeiten. Ein Internetverbot, um auf diese Weise die Quälereien auszublenden, sollte nicht verhängt werden. Mobbing-Opfer sind gewöhnlich einsam und  suchen Ablenkung im Netz. Dabei sollten Eltern jedoch darauf achten, dass sie auf ihrer verzweifelten Suche nach neuen Freunden nicht zweifelhafte Kontakte schließen.

Die Schule informieren

Ein unbedingt erforderlicher Schritt für Erziehungsberechtigte ist, die Lehrer über derartige Vorfälle zu unterrichten. Auf Elternabenden sollte die Materie ausführlich thematisiert werden, denn es kann jeden betreffen. Nicht nur die Eltern der Opfer, sondern insbesondere die der Täter müssen sich der Problematik stellen.

In den meisten Schulen gibt es das Fach Medienkompetenz. Die gefährlichen Fallstricke der sozialen Netzwerke bleiben indes meist unerwähnt. Anders in England und Skandinavien: dort ist die Teilnahme an Anti-Mobbing-Programmen Pflicht.

Hilfe aus dem Netz und vom Fachmann

Jugendliche erhalten bei www.juuuport.de Beratung zu Problemen mit dem Web. Bei www.klicksafe.de gibt es Informationen, wie man die eigene Privatsphäre schützt.

Zur Bewältigung gesundheitlicher Störungen durch Cybermobbing sollte ein Psychologe oder Psychiater aufgesucht, bei Vorliegen erheblicher Straftaten der Weg zur Polizei nicht gescheut werden.

Bildnachweis: Wordley Calvo Stock / stock.adobe.com

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