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Auf Fieber in der Schwangerschaft richtig reagieren

Auf Fieber in der Schwangerschaft richtig reagieren
geschrieben von Adelheid Fangrath

Der Körper der schwangeren Frau wird stark beansprucht und ist anfällig für Krankheiten. Aber nicht immer ist Fieber in der Schwangerschaft ein Grund zur Sorge. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie richtig auf erhöhte Temperatur reagieren und wann Sie den Arzt aufsuchen sollten.

Fieber in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft herrscht im Körper ein Ausnahmezustand. Kein Wunder, dass das Immunsystem in dieser Zeit etwas schwächelt. Angesichts der vielen Ansteckungsmöglichkeiten bleibt eine schwangere Frau nicht von Krankheiten verschont. Keine Sorge, eine leichte Erkältung mit Fieber ist für Mutter und Kind ungefährlich.

Was ist Fieber

Fieber ist eine positive Reaktion des Körpers auf Krankheitserreger. Die erhöhte Temperatur entzieht den meisten Viren und Bakterien den idealen Nährboden und die Krankheitskeime können sich nicht so gut ausbreiten. Fieber bringt außerdem den Stoffwechsel in Schwung und beschleunigt die Produktion von Leukozyten. Die weißen Blutkörperchen beschleunigen die Abwehr von Krankheitserregern. Fieber ist kein Feind sondern ein Heilmittel des Immunsystems.

Fieberhöhen

In der Medizin ist Fieber nicht gleich Fieber:
36,6 – 37,4 Grad = Normale Körpertemperatur
37,5 – 38,0 Grad = Erhöhte Temperatur
38,1 – 38,4 Grad = Fieber
38,5 – 38,9 Grad = Mäßiges Fieber
39,0 – 40,9 Grad = Hohes Fieber
41.0 – 42,0 Grad = Sehr hohes Fieber

Bei Fieber in der Schwangerschaft zum Arzt

Haben Sie in der Schwangerschaft leicht erhöhte Temperatur, brauchen Sie sich nicht zu beunruhigen. Wie schon gesagt ist das Fieber eine erwünschte Reaktion des Körpers. Hält das Fieber in der Schwangerschaft länger an, empfiehlt sich spätestens ab dem 3. Fiebertag der Arztbesuch. Auch wenn das Fieber auf 39 Grad oder darüber steigt, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Eine Untersuchung durch den Arzt ist ebenfalls ratsam, wenn Sie die Ursache des Fiebers nicht kennen oder sich schlecht fühlen.

Medikamente gegen Fieber in der Schwangerschaft

Wenn Sie eine Erkältung haben und die Temperatur unter 39 Grad bleibt, brauchen Sie in der Regel keine Medikamente einnehmen. Hält das Fieber während der Schwangerschaft länger an, ist es besser, das Immunsystem des Körpers mit Medikamenten zu unterstützen. Nehmen Sie fiebersenkende Tabletten wie zum Beispiel Paracetamol nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Hausmittel gegen Fieber in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen entwickeln oft unbewusst eine Abneigung gegen Medikamente. Bei Fieber in der Schwangerschaft bieten sich Hausmittel an, um die Symptome zu lindern und den Genesungsprozess zu beschleunigen. Diese Hausmittel helfen schwangeren Frauen mit Fieber:

  • Bei Fieber trocknen Sie leicht aus. Trinken Sie deshalb viel Wasser.
  • Wenn Sie mögen, trinken Sie fiebersenkende Kräutertee wie zum Beispiel Holunder-, Lindenblüten- oder Himbeertee.
  • Wenn Sie das Gefühl haben, vor Fieber zu glühen, probieren Sie Wadenwickel aus. Die Füße auf ein trockenes Handtuch legen. Ein Baumwolltuch in lauwarmes Wasser auswringen und um die Waden legen. Mit dem Handtuch abdecken. Ist der Wickel körperwarm, wiederholen. Verzichten Sie auf Wadenwickel, wenn Sie frieren oder sich mit Wickeln unwohl fühlen.
  • Wenn Sie mögen, wischen Sie Arme und Beine mit einem in lauwarmes Wasser getränkten Baumwolltuch ab. Mit einem leichten Laken zudecken und trocknen lassen.
  • Zu starkes Schwitzen belastet Ihren Kreislauf. Ersetzen Sie Ihr warmes Federbett durch ein leichtes Laken oder eine dünne Decke.
  • Beim Schwitzen verlieren Sie Salz. Deshalb gaben schon unsere Großmütter Kranken Hühnersuppe zu essen.
  • Essen Sie leichte Speisen wie Suppen und frisches Obst.
  • Wenn sie frieren, hilft ein wärmendes Vollbad. Bitte nicht zu heiß und zu lange baden sonst belasten Sie Ihren Kreislauf.
  • Schonen Sie sich bei Fieber in der Schwangerschaft und schlafen Sie viel.

Lesen Sie in unserer Artikelserie, wie Sie weitere Beschwerden in der Schwangerschaft lindern.

Bildnachweis: Andrey Popov / stock.adobe.com

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Adelheid Fangrath