Homöopathie Praxistipps

Akute Angina homöopathisch behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Eine akute Angina kann gut homöopathisch behandelt werden. Je nachdem, auf welcher Seite die Beschwerden stärker sind und wie der Schmerz ist, kommen unterschiedliche homöopathische Mittel zur Anwendung. Es können auch verschiedene homöopathische Mittel hintereinander angezeigt sein, wenn sich das Beschwerdebild im Laufe der Behandlung ändert.

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Akute Angina homöopathisch behandeln

Akute Angina homöopathisch behandeln

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Akute Angina homöopathisch mit Apis und Belladonna behandeln

Für das erste Stadium einer Angina mit hohem Fieber und stark gerötetem Rachen kommen in der Regel die homöopathischen Mittel Apis und Belladonna infrage. Während Betroffene die Apis benötigen, sehr unruhig sind und nach Kühlung verlangen, wirken Erkrankte, die Belladonna brauchen, wie weggetreten.

Sie entwickeln sehr schnell sehr hohes Fieber und liegen gerne unter vielen Decken. Dort können sie aber nicht schwitzen und leiden unter der trockenen Hitze. Für das Folgestadium sind meist andere homöopathische Mittel angezeigt. Auf Belladonna folgt gut das homöopathische Mittel Mercurius solubilis.   

Rechtsseitige Angina homöopathisch behandeln

Für die homöopathische Behandlung einer rechtsseitigen Angina kommen die homöopathischen Mittel Lycopodium, Mercurius iodatus flavus und Barium carbonicum infrage. Lycopodium ist besonders dann angezeigt, wenn die Beschwerden rechts beginnen und dann nach links wandern und der Betroffene das Bedürfnis nach warmen Getränken und nach Ruhe hat.

Starker Speichelfluss und ein metallischer Geschmack im Mund während der Angina weisen auf das homöopathische Mittel Mercurius hin. Mercurius iodatus flavus ist angezeigt, wenn die Beschwerden stärker oder ausschließlich rechts sind.  

Barium carbonicum ist angezeigt, wenn die Rachenmandeln geschwollen und allgemein vergrößert sind. Betroffene sind häufig erkältet und leiden unter nächtlicher Atemnot.

Linksseitige Angina homöopathisch behandeln

Wenn die Beschwerden hauptsächlich links auftreten, sind die homöopathischen Mittel Lachesis, Mercurius iodatus ruber und Hepar sulfuris angezeigt. Das homöopathische Mittel Lachesis ist angezeigt, wenn eine deutliche Verschlimmerung durch Schlaf auftritt und der Betroffenen sehr empfindlich ist, gegen die Berührung seines Halses.

Häufig ist auch ein Wechsel der Beschwerden von der linken Seite des Halses auf die rechte Seite zu beobachten. Mercurius iodatus ruber ist angezeigt, wenn starker Speichelfluss bei einer Angina auftritt und die Zunge geschwollen ist, so dass Zahneindrücke sichtbar sind. Das homöopathische Mittel Hepar sulfuris ist angezeigt, wenn deutliche weiße Stippchen auf den Mandeln zu sehen sind. Die Halsschmerzen treten aber eher linksseitig auf.

Wechsel der Seiten

Treten die Beschwerden mal links dann wieder rechts auf und wechseln immer hin und her, ist häufig das homöopathische Mittel Lac caninum angezeigt. Lac caninum ist auch ein bewährtes Mittel bei chronischer Angina.

Menschen, die konstitutionell Lac caninum benötigen, sind sehr loyal und anhänglich. Sie lassen sich unter Umständen viel zu viel von ihren Nächsten gefallen und setzen zu wenig Grenzen. Die Halsentzündung tritt dann auf, wenn sie darin gefordert sind, ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern und zu ihren Grenzen zu stehen, sich dies aber aufgrund von Verlustängsten nicht zugestehen. 

Fazit

Eine akute Angina kann gut mit homöopathischen Mitteln behandelt werden. Während im Anfangsstadium meist Apis oder Belladonna angezeigt sind, kommen für eine weitere Behandlung verschiedene Mittel infrage.

Treten die Beschwerden vor allem rechtsseitig auf, sind oft Lycopodium, Mercurius iodatus flavus oder Barium carbonicum angezeigt. Für eine Behandlung von linksseitig auftretender Angina kommen die homöopathischen Mittel Lachesis, Mercurius iodatus ruber oder Hepar sulfuris infrage. Ein Wechsel der Seiten weist häufig auf das  homöopathische Mittel Lac caninum hin.

Anmerkung: Bessern sich Ihre Beschwerden nicht innerhalb eines Tages deutlich, ist der Besuch eines Arztes oder Heilpraktikers anzuraten. 

Bildnachweis: DimaBerlin / stock.adobe.com

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