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Mercurius solubilis – Anwendungsgebiete und Wirkung

Lesezeit: 2 Minuten Mercurius solubilis, das Quecksilber, kam schon in der traditionellen chinesischen Medizin zum Einsatz und war auch bei den alten Ägyptern als Heilmittel bekannt. Unverdünnt wurde das Mittel trotz der zahlreichen Nebenwirkungen in unseren Breiten bis ins 19. Jahrhundert zur Behandlung von Syphilis verwendet.

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Mercurius solubilis – Anwendungsgebiete und Wirkung

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Auch Samuel Hahnemann kannte sowohl die heilenden Wirkungen des Quecksilbers als auch auch die gefährlichen und manchmal tödlichen Nebenwirkungen des Mittels. Im Rahmen seiner Forschungen stieß er auf eine homöopathische Dosis, die nebenwirkungsfrei war, und setzte so die Tradition der Behandlung mit Quecksilber fort. Mercurius solubilis kommt in den meisten Fällen in der D12-Potenzierung zum Einsatz.

Mercurius solubilis – nicht nur bei Erkältungen das Mittel der Wahl

Das Mittel können Sie in erster Linie bei Erkältungen und Entzündungen der Schleimhäute geben, wenn der Patient über starke Hals- und Rachenschmerzen klagt. Charakteristisch ist auch der kaum zu stillende Durst auf kalte Getränke. Gleichzeitig sind die Lymphdrüsen des Patienten entzündet und stark angeschwollen. Der Erkrankte riecht unangenehm aus dem Mund und auch das abfließende Sekret ist übelriechend und brennend. Der Erkrankte reagiert gleich einem Quecksilber-Thermometer empfindlich auf Hitze und Kälte.

Mercurius solubilis wirkt des Weiteren, wenn Sie unter krampfartigem Husten mit Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und Ohrenschmerzen leiden. Auch hier riechen die Absonderungen unangenehm.

Weitere Einsatzgebiete von Mercurius solubilis sind Mundsoor, Zahnfleischentzündungen und eitrige Zahnwurzelentzündungen. Auch bei chronischer Bindehautentzündung mit geröteten, geschwollenen und verklebten Augenlidern können Gaben von Mercurius solubilis Linderung bringen. Ein weiteres Einsatzgebiet ist der klassische Schnupfen mit geröteter Nase, bei dem man häufig niesen muss. Der Ausfluss sollte in diesem Fall klar und wässrig sein.

Auch auf die Haut zeigt Mercurius solubilis Wirkung. Verkrustete Hautveränderungen auf der Kopfhaut, Ausschläge mit eitergefüllten Pusteln und offene, juckende oder stechende Geschwüre können Sie mit Mercurius solubilis behandeln. Mercurius solubilis ist auch ein oft verwendetes homöopathisches Konstitutionsmittel, das bei leicht reizbaren Patienten mit erhöhter Impulsivität Wirkung zeigt.

Typische Symptome

Der Erkrankte leidet insbesondere in der Nacht unter starkem Schwitzen und Speichelbildung, die mit üblem Mundgeruch einhergehen. Die Zunge ist dick geschwollen, sehr feucht und oftmals gelblich belegt. Der Patient klagt gleichzeitig über ungewöhnlich starken Durst. Schmerzhafte Aphthen auf der Zunge, im Mund oder Rachenraum sind charakteristische Leitsymptome.

Typisch sind auch grünlich schleimige Absonderungen, die aus Nase, Rachen oder dem Ohr austreten können. Die Beschwerden des Patienten verschlechtern sich sowohl durch Wärme als auch durch Kälte. Bei Patienten, die auf Mercurius solubilis ansprechen, liegt in vielen Fällen eine Neigung zur oberflächlichen Geschwürbildung mit Eiterbildung vor.

Zu wem passt Mercurius solubilis?

"Quecksilbrige" Menschen haben oft eine blasse, glatte Haut und eher lichtes, feines Haar. Mercurius-Typen sind eher introvertiert und verschlossen und fallen gleichzeitig durch ihre Rastlosigkeit und Ordnungsliebe auf. Anderen Menschen gegenüber sind die Betroffenen eher unsicher und tarnen dies mit Gleichgültigkeit, um ihre wahren Gefühle zu verbergen. Zugleich haben diese Personen ein aufbrausendes, impulsives Wesen. In den späten Lebensjahren können sie kontaktscheu, verschlossen und regelrecht misstrauisch gegenüber ihren Mitmenschen sein.

ACHTUNG: Vor Einnahme dieses Mittels empfiehlt sich das Hinzuziehen eines Homöopathen. Experten raten von einer Selbstmedikation dringend ab.

Mehr zu dem Thema finden Sie in Das homöopathische Mittel Mercurius solubilis einsetzen!

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