Pflege Praxistipps

Was sollten Sie bei einer Intertrigoprophylaxe beachten?

Lesezeit: 1 Minute Unter Intertrigo (lat. Wundreiben) versteht man eine entzündungsbedingte, nässende Hautrötung, die in den Hautfalten vorkommt. Diese kann durch übermäßiges Schwitzen, Reibung oder auch Harninkontinenz hervorgerufen werden. Gleichzeitig können Sie aber Intertrigoprophylaxe betreiben und vorbeugen. Was Sie bei einer Intertrigoprophylaxe beachten sollten, erfahren Sie hier.

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Was sollten Sie bei einer Intertrigoprophylaxe beachten?

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Wer sollte unbedingt eine Intertrigoprophylaxe betreiben?

Das Ziel der Intertrigoprophylaxe ist die Gesunderhaltung der Oberhaut an den gefährdeten Stellen (Körperfalten). Einige Menschen, die bestimmte Kriterien erfüllen, sind besonders gefährdet Intertrigo zu entwickeln.

Besonders gefährdet sind Menschen mit:

  • Adipositas
  • Diabetes mellitus
  • Spastiken
  • einem großen Busen
  • starker Schweißbildung
  • einem überhängenden Bauch der vorderen Bauchwand

Gefährdete Körperstellen

Generell sind meistens vor allem die Leisten, Brustunterseiten, die Achseln und die Gesäßfalte betroffen. Allgemein gefährdete Körperstellen sind zudem:

  • Bauchfalten
  • Ellenbeugen/Leistenbeugen
  • Kniekehlen
  • Finger- und Zehenzwischenräume
  • Hautnarben
  • Gliedmaßenstümpfe
  • Schambereich
  • unter den Achselhöhlen
  • Hautpartien unterhalb der weiblichen Brust
  • der Raum zwischen den Gesäßhälften
  • Seltener: Ohren, Bauchnabel

Wie können Sie Intertrigoprophylaxe betreiben?

Als grundlegende pflegerische Tätigkeit ist zuerst einmal die Krankenbeobachtung zu nennen. Überprüfen Sie täglich die gefährdeten Hautstellen. Dies erfordert aber auch eine enge Kooperation mit dem zuständigen Arzt und/oder Wundbeauftragten. Machen Sie diesen auf die Möglichkeit von Intertrigo ruhig aufmerksam.

Weiterhin sollte der Patient über Intertrigo und den daraus resultierenden Maßnahmen informiert werden. Nur informiert kann man Intertrigoprophylaxe betreiben. Es beinhaltet auch, den Pflegebedürftigen bei Körperpflegemitteln zu beraten. Anschließend sollten Sie die Patientin regelmäßig gezielt nach Beschwerden fragen. Am besten fragen Sie täglich, ansonsten sollte das Intervall der Befragung je nach Schweregrad individuell festgelegt werden und in der Pflegeplanung notiert sein.

Zudem sollten Sie beachten, dass gefährdete Körperstellen nur mit Wasser und/oder ph-neutraler Waschlotion oder Seife gewaschen werden sollten. Danach sollten Sie die Stellen auch besonders gut abtrocken – aber grundsätzlich ohne Reibung! Weiterhin können gefährdete Hautkontaktstellen mit Baumwollstreifen geschützt werden. Benutzen Sie außerdem keine geschlossenen Inkontinenzmittel, diese speichern nur die Feuchtigkeit.

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