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Unsere Augen: Was tun bei Altersretinopathie?

Lesezeit: 2 Minuten Augen lassen im Alter ganz natürlich nach, man muss nur alt genug werden. Prekär wird es aber dann, wenn die Augen zu erblinden drohen. Eine solche Altersretinopathie, die sich ganz allmählich bei Senioren einschleichen kann, sollte rechtzeitig erkannt werden, um etwas dagegen tun zu können, denn hierbei handelt es sich um krankhafte Veränderungen des Auges.

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Unsere Augen: Was tun bei Altersretinopathie?

Unsere Augen: Was tun bei Altersretinopathie?

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Eine Erblindung ist ein einschneidendes Ereignis im Leben eines Menschen. Er kann alles, was ihm lieb und teuer war, nicht mehr so wie früher ausüben – das Hobby, die Gewohnheiten aber auch die ganz normalen täglichen Alltagsaufgaben. Mit dem Verlust des Sehens geht unendlich viel verloren: der Blick auf die wärmende Sonne, auf den Menschen gegenüber, auf die Natur… nichts kann noch mit eigenen Augen wahrgenommen werden. Mit Recht fürchtet jeder dieses Szenario.

Zwei besonders gefährdete Seniorengruppen

Damit Sie als Senioren nicht selbst davon betroffen sind, sollten Sie wissen, wer besonders aufpassen sollte und was im Falle eines Falles zu tun ist: Denn hierbei gibt es zwei Seniorengruppen, die besonders gefährdet sind: solche mit Diabetes und solche mit Bluthochdruck (oder beides). Warum das so ist, klärt eine Untersuchung beim Augenspezialisten, der die Betroffenen über ihre Gefährdung aufklärt: dass es bei ihnen möglicherweise den gefürchteten Zusammenhang zwischen Altersretinopathie, Diabetes und Bluthochdruck gibt, den man bei einer Untersuchung des Augeninneren frühzeitig erkennen kann.

Deshalb ist es für die betroffenen Senioren besonders wichtig, parallel neben der Behandlung ihrer Diabetes- und Bluthochdrucksymptome auch die Kontrolle der Augenbeschaffenheit mit einzubeziehen. Diese Personengruppe sollte kontinuierlich den Augenspezialisten aufsuchen, damit die Veränderungen im Auge noch rechtzeitig erkannt werden können. Mit der Augenhintergrundspiegelung können Schlüsse auf den Fortschritt einer eventuellen Altersretinopathie gezogen werden, um gegensteuern zu können, ehe graue Schatten im zentralen Blickfeld bemerkt werden, die zu gravierenden Sehstörungen führen.

Was geschieht bei einer Altersretinopathie?

Hier kommt es zu Gewebeverfall im Netzhautzentrum (sogenannter gelber Fleck mit höchster Konzentration an Zapfen für das Sehen) bzw. zu krankhaftem Wachstum und Gefäßneubildungen, die schwere Veränderungen an der Netzhaut auslösen. Die Wucherungen setzen sich bis in die Makula (Netzhaut) fort und wachsen bis zum Netzhautzentrum. Es kommt zur gefürchteten Makuladegeneration AMD (Erkrankungen, die das Netzhautzentrum betreffen – in Deutschland etwa 2 Mio. Menschen davon betroffen) mit hochgradigem Sehverlust bis zur Erblindung.

Dabei unterscheidet man eine trockene und eine nasse Form. Die trockene AMD ist die häufigere Form, die zum Gewebeuntergang im Netzhautzentrum führt. Sie ist die Hauptursache für eine Erblindung im Alter. Sie muss ständig kontrolliert werden, da sie jederzeit in die feuchte AMD übergehen und zur raschen Erblindung führen kann.

Bei der feuchten AMD bremst man den Verfall der Sehfähigkeit heute durch Injektion bestimmter Hemmstoffe, die die Wucherungen bremsen sollen oder mittels Lasertechnik, die krankhafte Gefäße verschließt. Damit kann die drohende Altersretinopathie gestoppt werden.

Vorbeugung

Auch vorbeugend kann der Einzelne schon einiges tun: nämlich nicht zu rauchen oder damit aufzuhören (siehe Serie und E-Book „Alternativer Raucherstopp“) und die Lebensweise gesund zu gestalten. Aber auch genetische Veranlagungen und die Gabe bestimmter Rheumamittel sowie Vorsorgemittel gegen Malaria können Ursache für eine AMD sein. Kommen noch die oben beschriebenen Risikofaktoren hinzu, sollten Sie keinesfalls versäumen, Ihre Augen unter ständiger Kontrolle zu halten (Augenhintergrundmessungen).

Bildnachweis: Ljupco Smokovski / stock.adobe.com

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