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Die „Allerschönste“ im Advent: der Weihnachtsstern

Die "Allerschönste" im Advent: der Weihnachtsstern
geschrieben von Burkhard Strack

Der Weihnachtsstern, auch als Adventsstern oder Poinsettie bekannt, heißt lateinisch Euphorbia pulcherrima und gehört zu den Wolfsmilchgewächsen (Euphorbiaceae). „Pulcherrima“ bedeutet die „Allerschönste“. Da die Pflanze zu den Allerschönsten im Winter gehört, hat ihre Kultur auch schon eine lange Tradition bei uns. Wie Sie ihren Weihnachtsstern zu Hause hegen und pflegen, erfahren Sie hier.

Die eigentlichen Blüten sind grün-gelblich und unscheinbar, die farbige Pracht liefern die Hochblätter, Brakteen genannt. Sie dienen in der Natur dazu, Insekten anzulocken. Ursprünglich stammt der Weihnachtsstern aus tropischen Laubwäldern Mittel- und Südamerikas. Alexander von Humbold war auf seinen Reisen so begeistert, dass er die Pflanze mit nach Europa brachte.

Als Kurztagspflanze blüht sie allerdings erst, wenn sie eine Zeitlang nicht mehr als zwölf Stunden Licht bekam. Damit Weihnachtssterne bei uns zur Adventszeit blühen, werden die Kulturflächen ab Oktober künstlich abgedunkelt.

Für Zimmerpflanzen- Liebhaber bedeutet es, dass wir die Pflanzen trotzdem getrost ganzjährig halten können. Im nächsten Winter werden sie nur etwas später blühen. Oder Sie verdunkeln ebenso künstlich, indem Sie ab Oktober abends einen dunklen Eimer über die Pflanzen stülpen.

Weihnachtssterne belohnen uns mit ständig nachwachsenden Hochblättern in rot, rosa, weiß oder lachsfarben; bei guten Bedingungen sogar das ganze Jahr über.

Einkaufstipp

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die eigentlichen Blüten in der Mitte noch nicht abgefallen sind. Nur dann haben Sie lange Zeit Freude an den farbigen Brakteen.

Der Adventsstern liebt einen kühlen Morgen

Sie können die Pflanze also auch im Schlafzimmer aufstellen. Der Kältereiz fördert die kräftigen Farben der Hochblätter und beugt gegen Krankheiten vor. Auch fördert ein kalter Morgen die Verzweigung, die sonst nur mit chemischen Mitteln erreicht werden kann.

Insgesamt ist ein heller, gern auch sonniger Standort ideal. Stehen Weihnachtssterne im Halbschatten, sollte die Temperatur nicht zu hoch sein.

So vermeiden Sie den häufigsten Pflegefehler

Halten sie die Erde wirklich nur leicht feucht. Weihnachtssterne mögen wenig Wasser. Wenn man den Finger in das Substrat bohrt und dabei schon Nässe spürt, ist es deutlich zu nass. Staunässe mögen die Pflanzen gar nicht. Die Blätter werden gelb, im schlimmsten Fall könnten die Pflanzen absterben.

Düngen Sie während der Blütezeit und immer wenn die Pflanzen wachsen einmal pro Woche mit einem guten Volldünger. Zimmerpflanzendünger für Grünpflanzen passt auch.

Nach der Blühphase dürfen Sie umtopfen. Verwenden Sie am besten nährstoffarme und durchlässige Kakteenerde oder vermischen Sie Blumenerde mit etwas Sand.

Vielfältige Wuchsformen

Ob Minipflanzen, Eintrieber, dekorative große Pflanzen, Pyramiden oder Hochstämme – es gibt kaum eine Form, die es nicht gibt. Wobei Weihnachtssterne als Ampelpflanzen schon eher skurril anmuten.

Der Milchsaft von Euphorbien, zu denen der Weihnachtsstern gehört, gilt bei den Wildformen als giftig. Weihnachtssterne enthalten ihn nicht und sind deshalb als unbedenklich eingestuft. Essen sollten wir die Blätter trotzdem nicht, vor allem sollten sie nicht an Haustiere verfüttert werden.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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