Kinder- & Jugendgesundheit

Topffit – wie funktioniert ein Leben ohne Windeln?

Topffit - wie funktioniert ein Leben ohne Windeln?
geschrieben von Marlene Stöckel

Viele Nationen machen es uns vor, dieses Leben ohne Windeln. In allen Ländern dieser Welt war es einmal üblich, ohne Windeln auszukommen. Wir haben es nur verlernt. Und haben unseren Hygienebegriff der Industrie angepasst. Ist es wirklich so viel hygienischer mit einer vollen Windel am Po herumzulaufen, als von Anfang an zu lernen, die Ausscheidungen in ein Gefäß oder die Natur zu verrichten?

Was brauche ich für ein Leben ohne Windeln? 

Sie sollten auf jeden Fall eine entspannte Haltung an den Tag legen. Wenn das Training mit Leistungsdruck verbunden ist, wird es nicht gelingen und nur zu Frust auf allen Seiten führen. Sanftmut und Geduld sollten ebenfalls im Gepäck sein, denn jedes Kind hat sein eigenes Lerntempo. 

Neben der Geisteshaltung braucht es nicht viel mehr als offene Sinne, eine gute Beobachtungsgabe, den Willen dazu und ein Gefäß, das den Inhalt des Darmes oder der Blase auffängt.

Wie verläuft so ein Training?

In ihrem Topffit- Buch erläutert Laurie Boucke ausführlich die Schritte, die vollzogen werden, bis das Kind trocken ist. Es gibt Zeitfenster, in denen Kinder lernbereiter sind und solche, wo andere Entwicklungsschritte dran sind. Generell können Sie ab der Geburt mit dem Training beginnen.

Fangen Sie innerhalb des ersten halben Jahres damit an, haben Sie gute Erfolgschancen. Was bedeutet Erfolg? Dass ihr Kind lernt, sich auf Sie zu verlassen. In Ihnen eine wohlwollende Unterstützung zu erhalten, wenn es zur Toilette muss. Unter Umständen mit 2 Jahren zuverlässig trocken zu sein. In dem Buch werden auch zeitliche Angaben von einem Jahr gemacht. Niemand sollte sich allerdings unter Druck setzen.

Welche Schritte sind nötig um windelfrei zu sein?

Bei der Topffit- Methode werden 6 Schritte angeführt. Der erste beginnt mit der Einführung eines Signals. Ein akustisches  Signal mit den Ausscheidungen zu verknüpfen gilt wohl als klassische Konditionierung. Sie können Ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Oft werden Signale gewählt, die beispielsweise das Geräusch eines fließenden Wasserhahns imitieren.

Als nächstes machen Sie sich mit den Ausscheidungsmustern des Kindes vertraut. In welchem Abstand zu den Mahlzeiten muss es mal? Wie häufig macht es dann welches Geschäft? All das können Sie sich notieren oder merken. Wenn Sie aufmerksam mit ihrem Baby sind, wird es Ihnen nicht entgehen, diese Muster aufzuspüren.

Welche Schritte noch für ein Leben ohne Windeln nötig sind, lesen Sie in

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Marlene Stöckel

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