Das können Sie tun, wenn das Einkommen plötzlich weniger wird

Knapp bei Kasse?

Wird Ihr Einkommen durch Scheidung, Arbeitslosigkeit oder Schulden mit einem Mal reduziert, heißt es rechnen. Eine genaue Bestandsaufnahme ist nun dringend notwendig. Im folgenden Artikel erfahren Sie, worauf es dabei ankommt.

Scheidung, der Tod des Partners, Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Krankheit, Schulden – es kann viele Gründe geben, warum Sie plötzlich mit weniger Geld auskommen müssen.

Machen Sie eine Bestandsaufnahme

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, eine Bestandsaufnahme zu machen und Einnahmen und Ausgaben wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Wenn die Einnahmen geringer werden, müssen die Ausgaben entsprechend gekürzt werden, ansonsten gerät Ihr Haushaltsbudget in kurzer Zeit vollständig aus den Fugen. In welchen Bereichen gespart werden kann, müssen Sie selbst entscheiden.

Mit einer Aufstellung der monatlichen Ausgaben für Lebensmittel, Drogerieartikel, Freizeit, Kleidung, Telefon/Internet, Handy, Versicherungen, Mitgliedschaften, Abonnements, Kreditkarten und Leasing-Verträgen werden wichtige Informationen gewonnen und Sie werden feststellen, dass Sie auf das eine oder andere gut verzichten können.

Auch sollten Sie in Zeiten eines finanziellen Engpasses auf bargeldlose Einkäufe mit Maestro- oder Kreditkarte verzichten. Stattdessen sollten Sie das verfügbare Einkommen über den Monat verteilen und einmal pro Woche in bar abheben.

Wenn Auto und Miete plötzlich nicht mehr bezahlbar sind

Wenn sich Ihre finanzielle Situation verschlechtert, ist ratsam, dass Sie sich eine günstigere Wohnung suchen – vorausgesetzt, es gibt in der Stadt, in der Sie leben, billigen Wohnraum. Sinnvoll ist es auch, dass Sie sich beim zuständigen Wohnamt erkundigen, ob Sie Anspruch auf Wohngeld haben.

Ist das Geld auf unabsehbare Zeit plötzlich knapp, sind zwei Autos meist nicht mehr bezahlbar. Selbst die Kosten für nur ein Auto sind nicht zu unterschätzen. Auch wenn Sie es nur für gelegentliche Fahrten nutzen, müssen Steuern und Versicherungen gezahlt und eventuelle Ratenzahlungen geleistet werden. Von möglichen Reparaturen ganz zu schweigen. Eine Alternative wäre die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Bildung von Fahrgemeinschaften oder Car-Sharing.

Sollen Sparverträge in Zeiten der Not beibehalten werden?

Sparverträge, Anlagen oder Kapitallebensversicherungen sollten Sie nicht voreilig kündigen, denn oft verlieren Sie dabei bares Geld. Stattdessen sollten die monatlichen Zahlungen auf ein Minimum heruntergesetzt werden. Oft ist es auch möglich, Verträge erst einmal ruhen zu lassen. Auf jeden Fall sollten Sie mit der Bank oder dem Versicherer darüber reden und sich beraten lassen.

Werden jedoch Sozialleistungen wegen Bedürftigkeit oder Arbeitslosengeld II beantragt, müssen Sie nachweisen, dass Sie kein eigenes Vermögen haben. Sparverträge und Anlagekonten werden den Sozialleistungen angerechnet und müssen daher aufgelöst werden. Ausgenommen sind Gelder, die für die Alterssicherung angelegt wurden, wie beispielsweise die Rieser- oder Rüruprente, private Rentenversicherungen oder Lebensversicherungen, die erst mit dem 65. Geburtstag fällig werden.

Veröffentlicht am 30. September 2014
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