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Zeitgemäße Einstiege bei Bewerbungsanschreiben

Lesezeit: 2 Minuten Gerade bei Anschreiben gibt es einige Einstiegssätzee, die mittlerweile kein Personaler mehr lesen kann. Wie Sie Ihr Anschreiben am besten einleiten, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu gewinnen, lesen Sie im nachfolgenden Artikel.

2 min Lesezeit

Zeitgemäße Einstiege bei Bewerbungsanschreiben

Lesezeit: 2 Minuten

Es gibt eine Reihe von Einstiegssätzen in Bewerbungsschreiben, die mittlerweile so abgedroschen sind, dass sie kaum noch ein Personaler lesen mag. Hierzu zählen beispielhaft:

  • Hiermit bewerbe ich mich um die von Ihnen in der FAZ vom 23.01.2015 ausgeschriebene Position als XY.
  • Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen.
  • Da ich Ihr Stellenangebot von der Arbeitsagentur/dem Jobcenter bekommen habe, bewerbe ich mich heute bei Ihnen.

Manche Kandidaten neigen gerade beim erstgenannten Satz dazu, den Betreff im ersten Satz auch noch wortwörtlich zu wiederholen. Abgesehen davon, dass der Einstieg "hiermit bewerbe ich mich" nicht gerade für die Kreativität und das eigenständige Denkvermögen des Kandidaten spricht, ist es wesentlich besser die Quelle der Stellenausschreibung bereits im Betreff anzugeben, ohne ihn noch einmal im ersten Satz nach der Anrede zu wiederholen.

Auch das zweite Beispiel ist mittlerweile abgedroschen und zudem ein überflüssiger Hinweis – wenn Sie nicht irgendetwas an der Stellenanzeige angesprochen hätte und Sie nicht davon überzeugt wären, dass Ihre Qualifikationen und Erfahrungen zur Stelle passen, würden Sie sich sicherlich nicht darauf bewerben.

Das letztgenannte Beispiel unterstreicht eher mangelndes Interesse des Bewerbers an der Stelle, denn der Bewerber weist ja bereits in der Einleitung darauf hin, dass er sich nur bei dem Unternehmen bewirbt, um keine Sanktionen durch Arbeitsagentur bzw. Jobcenter fürchten zu müssen.

Bessere Einstiege im Bewerbungsanschreiben

Wenn Sie vor Versand der Bewerbung telefonischen Kontakt zum Unternehmen aufgenommen haben, haben Sie auch gleichzeitig einen guten Aufhänger für den Einstieg, der folgendermaßen lauten könnte:

Sehr geehrte Frau XY,

für unser heute geführtes, angenehmes und informatives Telefonat bedanke ich mich (herzlich). Es hat mich darin bestärkt, mich gerne in Ihrem Unternehmen engagieren zu wollen.

Auch wenn Sie vorher nicht mit dem Unternehmen telefoniert haben und Ihre Bewerbung auf ein Stellenangebot versenden, gibt es einige Möglichkeiten ansprechender Einstiege, die sich von den leider vielfach immer noch üblichen Sätzen wie "hiermit bewerbe ich mich" oder "mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen" abheben.

  • Als XY (Angabe der Qualifikation) mit langjähriger Erfahrung in dem und dem Bereich biete ich Ihnen ab TT.MM.JJJ meine engagierte Mitarbeit an, um hierdurch zum weiteren Erfolg Ihres Unternehmens beizutragen.
  • Arbeit bedeutet für mich, nicht nur irgendeinen Job zu machen, sondern in einem Bereich tätig zu werden, der mich interessiert und mit dem ich mich identifiziere.
  • Bei "zahlenlastigen" Berufen: Immer nur Zahlen? Auch nach vielen Jahren als XY bin ich ihrer keineswegs müde geworden – im Gegenteil, je mehr ich ins Detail gehe, desto spannender finde ich den Umgang damit.

Sofern in der Stellenanzeige das Motto eines Unternehmens angegeben ist (z. B. Good to know you; Wir tun, was wir können – und können, was wir tun; VoRWEg gehen), können Sie auch hierauf direkt im ersten Satz Bezug nehmen. Dies zeigt der Firma, dass sie sich bereits mit deren Leitsätzen auseinander gesetzt haben.

Gleichwohl hebt sich ein firmenbezogener Einstieg angenehm von den sog. "Gießkannen-Bewerbungen" ab, die jedesmal die gleichen Phrasen enthalten, aber keinen konkreten Bezug zum Unternehmen und/oder zur ausgeschriebenen Stelle nehmen. So eine Gießkannen-Bewerbung, die nicht individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten wurde, kann zwar auch einmal Erfolg haben, jedoch schätzen die meisten Firmen eher individuelle Einstiege und Anschreiben.

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