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Vom Sinn und Unsinn einer Frauenquote

Lesezeit: 1 Minute Frauen bekleiden nach wie vor wesentlich seltener Top-Positionen als Männer und verdienen weniger. Die Einführung von Frauenquoten kann dies ausgleichen, meinen ihre Befürworter.

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Vom Sinn und Unsinn einer Frauenquote

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Wenn man den Zahlen des Statistischen Bundesamtes glaubt, ist es mit der Emanzipation im Job noch nicht weit her. Die Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern sind nach wie vor vorhanden. Auf höheren Positionen sind Frauen immer noch unterrepräsentiert.

Betriebliche Frauenquoten als Selbstverpflichtung
Bis 2015 soll ein Drittel der Managementpositionen bei der Deutschen Telekom weiblich besetzt sein. So sieht die freiwillige Selbstverpflichtung aus, die sich das Unternehmen auferlegt hat. Dazu sind begleitende Maßnahmen in der Personalentwicklung und in der Gestaltung von Personalauswahlprozessen notwendig. Denn nur das Ausrufen einer Frauenquote bringt allein keinen Erfolg.

Norwegen macht Frauenquote zum Gesetz
Als erstes Land hat Norwegen die Frauenquote gesetzlich verankert. Staatliche und börsennotierte Unternehmen müssen gewährleisten, dass Führungspositionen mit einem ausreichenden Frauenanteil besetzt sind.

In Deutschland ist eine Frauenquote derzeit politisch umstritten
Hierzulande setzt man eher auf die Einsicht der Unternehmen, dass ohne die Förderung der Frauen langfristig die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet ist. Der demografische Wandel erfordert es, alle Personalressourcen optimal einzusetzen und bedarfsgerecht zu fördern. Die Bundesfamilienministerin Christina Schröder äußerte sich jüngst überraschend deutlich poitiv für die Einführung einer flexiblen Frauenquote, bekam daraufhin aber nicht nur aus gegnerischen politischen Lagern Gegenwind. 

In Europa uneinheitliches Vorgehen zur Frauenquote
Ein einheitliches Vorgehen in Europa ist nicht absehbar. Während Deutschland sich hier zurückhaltend zeigt, haben andere Länder bereits Gesetze nach norwegischem Vorbild auf den Weg gebracht. In Holland und in Spanien wird es in den kommenden Jahren Regelungen geben, die Frauenquoten in den Unternehmen vorschreiben.

Nicht nur die Quote ist entscheidend
Bei der Diskussion über die Frauenquote sollte nicht vergessen werden, dass die rein zahlenmäßige Gleichheit allein nicht entscheidend ist. Die Gehaltsunterschiede sind in allen Europäischen Ländern vorhanden. Deutschland liegt hier im Mittelfeld. Mehr zum Gender Pay Gap lesen Sie in einem weiteren Artikel.

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