Businesstipps Marketing

Vergleiche im Marketing sind manchmal wirklich schwierig …

Lesezeit: 2 Minuten So scheint es jedenfalls, wenn ich Journalisten bei Nachrichten höre und sehe oder Artikel in der Presse lese. Zudem sind viele Argumente in Werbe-Texten fehl leitend – und in Interviews ablenkend, weil: falsch.

2 min Lesezeit

Vergleiche im Marketing sind manchmal wirklich schwierig …

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Was konkret meine ich damit?

1/3 teurer?!

Zur Buchmesse (im Oktober jeden Jahres) seien die Hotels in Frankfurt ja extrem teuer – 1/3 höhere Preise als sonst, meinte eine Schweizer Buchhändlerin in einem Interview zum Thema "Werden Sie 2015 fehlen, wie Diogenes", ein großer Schweizer Verlag. Hmm, ich wunderte mich ein wenig darüber, dass plötzlich Hotel-Zimmer zu jener Zeit so billig sein sollten … Nun, meine kurze Recherche bestätigte just-in-time, was allgemein bekannt ist: Die Hotel-Zimmer kosten das 3-Fache gegenüber Normalpreis (Vergleich z.B. Mitte April – Mitte Oktober).

Da ist mal wieder jemand in die Zahlenfalle 1/3 bzw. x3 gegangen?! – Auch was "mehr als halbiert" heißen soll …?! Halbieren bedeutet ja, nur mehr halb so viel wie beim Ausgangspunkt – also ist´s weniger geworden, richtig? Wieso dann bitte schön "mehr als …"?? Gemeint ist so etwas wie 45 Prozent statt 100 Prozent. Korrekt wäre z.B. "… auf weniger als die Hälfte geschrumpft". Und wer das Betonen gerne anders hätte, müsste korrekter Weise sprechen von "weniger als halbiert", wenn schon?!

8.000 mal weniger?!

Tja, das ist genau "anders herum": 8.000 mal ist schon verdammt viel, oder? Und das kombiniert mit "weniger"?! Gemeint ist "ein Achttausendstel" – das könnte z.B. mit Junk-Fonds passiert sein, die nurmehr einen Ct wert sind statt vorher 80 € je. Was meinen Sie, könnten wir uns darauf einigen, schlicht von "einem Bruchteil" zu sprechen und zu schreiben? Jedenfalls ist "8.000 mal weniger" inhaltlich wie sprachlich falsch. Schlimmer noch, Ihr Leser bleibt unbewusst daran hängen, weil der Ausdruck in sich widersprüchlich ist – das Gehirn schaltet auf "???". Was danach steht, wird schlicht überlesen, glauben Sie mir das …

Wer folgt wem?

Noch´n Gedicht? Wir verlassen die "Zahlen-Spielereien", biegen auf die Zielgerade "reine Sprache ein: Da folgt schon mal „der eine dem nächsten" – hää? Stellen Sie sich das nun bitte bildlich vor – laufen die rückwärts? Gemeint ist natürlich, der eine folgt dem vorigen, der dritte dem zweiten Läufer. Oder auch "da folgt der nächste dem einen", was korrekt(er) wäre, doch irgendwie gestelzt klingt. Abgeleitet sind derartige falsche Formen evt. aus korrekten wie etwa "die Fortsetzung folgt im nächsten Heft". Mein Plädoyer: Achten Sie sehr darauf, solche Formulierungen zu vermeiden … Damit Ihre Leser und Hörer Sie besser verstehen. 

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