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Stress am Arbeitsplatz: Multitasking noch kritischer als gedacht

Lesezeit: 2 Minuten Multitasking verringert die Leistung. Dieses Ergebnis haben seit vielen Jahren viele Studien wiederholt gezeigt. Neue Studien zeigen sogar, dass Multitasker ihre Fähigkeit verlieren, aufmerksam zu sein und konzentriert Aufgaben zu lösen. Ihre Gedächtnisleistung verringert sich und sie können sich schlechter auf neue Tätigkeiten einstellen.

2 min Lesezeit
Stress am Arbeitsplatz: Multitasking noch kritischer als gedacht

Stress am Arbeitsplatz: Multitasking noch kritischer als gedacht

Lesezeit: 2 Minuten

Ein amerikanischer Forscher verglich das Ausmaß des Leistungsabfalls bei Multitasking in etwa wie folgt: „Es ist als ob Sie vom Niveau eines Havard Absolventen auf das eines 8-Jährigen fallen.“

Die Studien zum Leistungsabfall im Überblick

Die Ironie ist, die Studie zeigt vor allem eines, dass jeder, der längere Zeit Multitasking „macht“ die Fähigkeiten verliert, die er zum guten Multitasking brauchen würde.

Die Studie zu Multitasking

Untersucht wurden 100 Studenten. Eine Gruppe bestand aus Studenten, die regelmäßig verschiedenen Media-Informationen verarbeiten, die andere Gruppe aus Studenten, die das nicht tun.

Mit Ablenkung umgehen (Experiment Nr. 1)

Die beiden Gruppen wurden im ersten Experiment zwei rote Dreiecke gezeigt. In der ersten Variante waren es nur die zwei isolierten roten Dreiecke. In der zweiten Variante waren die roten Dreiecke von unterschiedlich vielen blauen Dreiecken umgeben. Jede Variante wurde zwei Mal gezeigt. Die Studenten mussten jeweils angeben, ob sich die Position der Dreiecke im Vergleich zum ersten Bild verändert haben.

Das Ergebnis sah so aus, dass die Nicht-Multitasker sich gut zurechtfanden und die blauen Dreiecke gut ignorieren konnten. Die Multitasker taten sich dagegen schwer. Ihnen gelang es nicht, die blauen Dreiecke zu ignorieren, obwohl sie ausdrücklich dazu aufgefordert wurden.

Gedächtnisleistung (Experiment Nr. 2)

Im zweiten Experiment sollten sich die Studenten an eine einfache Folge von Buchstaben erinnern. Die Hauptaufgabe bestand darin zu erkennen, dass bestimmte Buchstaben wiederholt erschienen. Genauso wie in Experiment Nr. 1 haben auch hier die Multitasker schlechter abgeschnitten.

Zwischen Aufgaben wechseln (Experiment Nr. 3)

Dieses ist eine Multitasking-Aufgaben im besten Sinne. Dieser Versuch war so aufgebaut: Den Studenten wurden Bilder mit Zahlen und Bilder mit Buchstaben gezeigt. Sie sollten jeweils entweder die Zahlen oder die Buchstaben fokussieren. So wurde getestet, ob sie zwischen der einen und anderen Aufgabe gut umschalten konnten.

Wenn die Aufgabe lautete, sich auf die Buchstaben zu konzentrieren, mussten die Studenten sagen, ob es sich um Konsonante oder Vokale handelt. Bei den Bildern mit Zahlen musste die Studenten unterscheiden, ob diese gerade oder ungerade waren.

Auch in diesem Versuch konnten die Multitasker im Vergleich zu den Nicht-Multitaskern nicht mithalten. Und dieser Fehlschlag erfolgte bei einer Aufgabenstellung, die eine Kernaufgabe von Multitaskern ist und ihre Kernfähigkeit überprüft. Selbst hier schneiden die Multitasker schlechter ab.

Fazit

Auch wenn wir nicht sicher wissen, ob diese Effekte einen kausalen Zusammenhang widerspiegeln, deutet alles darauf hin, dass ein Multitasker-Lebensstil mit einer geringeren Konzentrationsfähigkeit und kognitiver Leistung einhergeht.

Der Expertenrat lautet: Vermeiden Sie Multitasking und gehen Sie wenn möglich auf eine sequentielle Aufgabenbearbeitung über, d. h. machen Sie erst eine Sache, dann eine kurze Unterbrechung (zumindest gedanklich) und tun dann erst das Nächste. Eines nach dem anderen. Das gilt zumindest für Aufgaben, die eine hohe Konzentration erfordern.

Bildnachweis: metamorworks / stock.adobe.com

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