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Personalbeschaffung durch rückläufige Schulabgängerzahlen erschwert

Lesezeit: 2 Minuten Betrachtet man statistische Zahlen über die Veränderungen am Arbeitsmarkt, liegen vielfach nur gesamtdeutsche Werte vor. Betrachtet man Entwicklungen unter regionalen Aspekten, wird deutlich, dass die Gesamtstatistik oft einen wenig aussagekräftigen Mittelwert liefert, der die wahren Tendenzen nicht aufzeigen kann. Regional aufgeteilte Zahlen legen offen, dass auch in Sachen Demographie das Land noch weit von einer Einheit entfernt ist. Personalbeschaffung wird in den nächsten Jahren zu einem immer schwierigeren Thema.

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Personalbeschaffung durch rückläufige Schulabgängerzahlen erschwert

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Der Berufsbildungsbericht 2008 weist aus, dass die Zahl der jährlichen Schulabgänger bis zum Jahr 2020 bundesweit im Vergleich zu 2007 um knapp 20 Prozent zurückgehen wird. Diese Zahl ist beachtenswert, denn sie verdeutlicht die Bedeutung des Begriffs "Nachwuchskräftemangel". Zur Personalbeschaffung für die steigende Zahl der aus Altersgründen ausscheidenden Mitarbeiter stehen immer weniger junge Menschen zur Verfügung.

Personalbeschaffung im Osten noch schwieriger
Teilt man diese Betrachtung nach alten und neuen Bundesländern auf, zeigt sich die Dramatik des Bevölkerungsrückgangs in den neuen Bundesländern. Nachdem in den vergangenen Jahren besonders viele junge Menschen ihrer Heimat den Rücken gekehrt haben, fehlen dort überproportional viele Jugendliche. Hier werden die Schulabgängerzahlen bis 2020 um 33% sinken, verglichen mit dem Jahr 2000 ist das ein Rückgang um 46%.

Expansion durch Problematik der Personalbeschaffung erschwert
Nun ist derzeit auch der Bedarf der Personalbeschaffung im Osten geringer als im Westen, aber das fehlende Potenzial erschwert zusätzlich die Ansiedlung neuer oder den Wachstum bestehender geschäftlicher oder industrieller Aktivitäten. Wo vorauszusehen ist, dass Personal nur schwer rekrutiert werden kann, wird sich ein Unternehmer gut überlegen, ob er dort seine Geschäftstätigkeit aufnimmt. Personalplanung heißt hier nicht nur zu planen, wie viele Mitarbeiter für die geplante Tätigkeit benötigt werden, sondern in Zusammenarbeit mit Recruiting-Spezialisten auch, ob und wie dieses zu beschaffen ist.

Personalbeschaffung ist meist ein lokales Thema
Ist ein Unternehmer frei zu entscheiden, an welchem Standort er seine Geschäftstätigkeit aufnimmt, wird er in andere Bereiche ausweichen, wo die Lage hinsichtlich der Personalbeschaffung weniger prekär ist. Viele Unternehmungen, insbesondere in den Dienstleistungsbranchen haben diese Möglichkeit nicht. Sie müssen ihre Leistungen dort anbieten, wo die Kunden sind. Noch nicht absehbar ist, welche betrieblichen, aber auch gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Nachwuchskräftemangel in diesen Branchen hat.

Müssen künftig alte Menschen Pflegeheime in anderen Bundesländern aufsuchen, weil aufgrund der Personalknappheit die Dienstleistung Pflege vor Ort nicht mehr angeboten werden kann? Oder ändert sich das Gehaltsgefüge (und damit die Kosten) dramatisch, um Arbeitskräfte zu mobilisieren? Oder wird der Staat zur Sicherstellung der Versorgung diese regionalen Unterschiede kompensieren? Ein spannendes Thema, das weit über die Problematik de Personalbeschaffung auf betrieblicher Ebene hinausgeht.

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