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Arbeitsmarktbilanz zeigt deutliche Auswirkungen der Demografie

Lesezeit: 2 Minuten Vorausberechnungen bis 2025 zeigen, wie sich die Beschäftigungssituation in Deutschland aufgrund der demografischen Entwicklung verändern wird. In der Arbeitsmarktbilanz zeigen sich die Auswirkungen für Ost und West.

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Arbeitsmarktbilanz zeigt deutliche Auswirkungen der Demografie

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Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (iab) legt die Arbeitsmarktbilanz bis 2025 vor, in der deutlich gemacht wird, wie sich die demografische Entwicklung auf die Beschäftigungssituation auswirken wird. Darin ist zu erkennen, dass das Erwerbspersonenpotenzial bis 2025 um 3,6 Millionen Menschen zurückgehen wird. Dadurch reduziert sich die Unterbeschäftigung angabegemäß auf bis zu 1,5 Millionen Personen. Was bedeutet das für die Personalplanung?

Arbeitsmarktbilanz: Rekrutierung wird schwieriger
Kein Geheimnis ist, dass es zukünftig schwieriger sein wird als bisher, die benötigten Arbeitskräfte am Markt zu rekrutieren. In den vom Rückgang des Arbeitskräftepotenzials besonders betroffenen Regionen kann es zu erheblichen Engpässen kommen.

Die zunächst positiv zu sehende Entwicklung – Rückgang der Arbeitslosenzahlen – kann sich schnell gegen die Region wenden, wenn Unternehmen sich aufgrund des Arbeitskräftemangels nicht mehr in der Lage sehen, ihre Dienstleistungen oder Produktionen dort zu erbringen und mit Standortverlagerungen reagieren.

Arbeitskräfte müssen qualifiziert sein
Nicht zwangsläufig kommt es durch die beschriebene Entwicklung zu einem Verschwinden der Arbeitslosigkeit. Es wird wesentlich darauf ankommen, ob die zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte die benötigten Qualifikationen aufweisen oder qualifiziert werden können.

Arbeitsmarktbilanz zeigt sektorale Differenzierungen
Während im Dienstleistungssektor langfristig mit weiter steigendem Arbeitskräftebedarf gerechnet wird, geht man im produzierenden Bereich von einem weiteren Nachfragerückgang aus. Auch hier zeigt sich die essenzielle Bedeutung von Qualifizierungskonzepten.

Zuwanderung bestimmt die Entwicklung maßgeblich
Die tatsächliche Entwicklung des Erwerbspersonenpotenzials ist von einigen Faktoren abhängig, die mehr oder weniger gut zu prognostizieren sind. Die Möglichkeiten, weibliche Personen stärker in den Erwerbsprozess zu integrieren, sind dadurch beschränkt, dass bereits heute viele Frauen berufstätig sind.

Allerdings muss hier zwischen einer Kopfzählung und Kapazitätsberechnung unterschieden werden, da viele Frauen in Teilzeit tätig sind und so über eine Ausweitung der Arbeitszeit Potenzial gehoben werden kann, das bei einer reinen Pro-Kopf-Betrachtung unberücksichtigt bliebe.

Beeinflusst wird die Entwicklung darüber hinaus durch die Rente mit 67. Zuwanderungen aus anderen Ländern sind mit einem gewissen Unsicherheitsfaktor verbunden, was die Genauigkeit der Prognosen angeht. Daher werden hier verschiedene Modellannahmen getroffen.

Den Bericht über die Arbeitsmarktbilanz des IAB können Sie hier abrufen.

Lesen Sie zum Thema auch die Beiträge "Demographie führt zu Versorgungsengpässen" und "Personalbeschaffung durch rückläufige Schülerzahlen erschwert". 

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